13 Januar 2022

Der vierte Teil einer EP-Serie

In den späten 90er-Jahren veröffentlichte das kleine, aber feine Label 69 Records eine Reihe von kleinen Platten, die unter dem Gesamttitel »A Tribute To The Spirit Of 69« standen und – was bei diesem Titel niemanden überraschen dürfte – sehr klassischen Skinhead-Reggae brachten. Ich hörte mir dieser Tage mal wieder die Folge vier der Reihe an.

Vier angenehme Stücke sind enthalten; nicht lahm, sondern auf ihre Art durchaus schwungvoll. Weit entfernt von dem, was ab Ende der 70er-Jahre unter Ska oder Skinhead-Sound galt, sondern mehr in die klassische Reggae-Richtung gehend. Die Platte kam im Sommer 2001 heraus, da war diese Musik schon altmodisch, und sie ist es immer noch. Das macht aber nichts, weil sie auf ihre Art eben zeitlos ist.

Mit Millie Small ist eine Sängerin vertreten, die zu den Klassikern dieser Musikrichtung gilt, die 1947 geboren wurde und 2020 leider schon verstorben ist. Damit ist diese kleine Platte sogar ein musikalisches Erinnerungsstück. 

Die Soulsteppers oder The Mood waren zeitweise innerhalb der Szene ein bisschen populär – somit ist das eine schöne Platte, die vier unterschiedliche Versionen einer Stilrichtung präsentiert, die nie in Gefahr stand, vom Mainstream aufgesogen zu werden …

Nie mit dem Kurbähnle

Als ich ein Kind war und in Dietersweiler wohnte, war es stets eine besondere Angelegenheit, nach Freudenstadt zu fahren und durch die Stadt zu spazieren, brav an der Hand meiner Eltern, wie sich das gehörte. Staunend sah ich bei dieser Gelegenheit oft dem »Kurbähnle« nach, wie es durch die Straßen der kleinen Stadt rollte: zwei bis drei Wagen, gezogen von einem VW.

Der Fahrer erläuterte den Passagieren, die in den Wagen saßen, die Sehenswürdigkeiten der Stadt, zeigte ihnen den Marktplatz und das Kurmittelhaus, den Kienberg und den Palmenwald, fuhr ein wenig durch die schmalen Wege des nahen Schwarzwaldes und durch die schmalen Straßen wieder zurück. Es war etwas, das vielen Urlaubern gefiel; vor allem im Sommer war das Kurbähnle gefüllt mit den Kurgästen, die meist »aus dem Ruhrpott« kamen, was sich für uns Kinder so anhörte wie ein finsteres Land mit Kohledampf und Eisenglut.

Das Kurbähnle wurde 1962 eingeführt. (Das Foto, das ich hier zeige, ist aus dem Jahr 1982 und wurde zum zwanzigsten Jubiläum auf eine Postkarte gedruckt.) Für den aufstrebenden Kurort Freudenstadt war das damals eine tolle »Maßnahme«.

Ich selbst durfte nie mit dem Kurbähnle fahren, obwohl ich es als Kind gern wollte. Meinen Eltern waren die zwei Mark – oder wieviel es wirklich kostete – einfach »rausg’schmissenes Geld« und schleppten mich lieber auf endlose Spaziergänge und Wanderungen durch Berg und Tal, Wald und Wiese.

Als ich älter wurde und es mir hätte leisten können, war mir das Kurbähnle zu uncool. Ich wohnte einige Jahre in der Nähe des Freudenstädter Marktplatzes, und mir wäre es peinlich gewesen, in einem solchen Wagen durch die Stadt kutschiert zu werden.

Vielleicht hätte ich es tun sollen. Längst wohne ich nicht mehr in Freudenstadt. Und ob es das Bähnle noch gibt, weiß ich gar nicht …

12 Januar 2022

Ein Flackern aus der Ferne

Die Frau ist nur leicht bekleidet, ihr roter Mund leuchtet knallrot, die langen schwarzen Haare sind von einem Wind verweht, der aus dem Nichts zu kommen scheint. Sie tanzt im Kreis, die Arme ausgebreitet, der Hintergrund ein dunkelblauer Vorhang, schwer und wuchtig. Als sie zu einem Sprung ansetzt, verblasst sie …

Ein Vogel schwebt über eine Ebene aus grauen Felsen und schroffen Eisgraten, die Flügel ausgebreitet, die Augen in die Ferne gerichtet. Er sieht groß aus, würdevoll und elegant, ein Herrscher der Lüfte, den nichts erschüttern kann. Dann aber fangen seine Federn, zu verschwimmen, sie lösen sich auf, und der Vogel verschwindet in einem Gestöber aus dunkelbraunen Punkten …

Simon lehnte sich in seinem Sessel zurück und hielt die Bilder an. Vor ihm glommen die Reste des Vogels, einzelne Punkte vor einem strahlend blauen Hintergrund, wie festgetackert in ihrer Bewegung. »Gar nicht schlecht bisher«, murmelte er.

Was hatte er bislang? Schnell ließ er eine Reihe von Bildern vor sich auftauchen, ein bunter Reigen, der flackerte und blinzelte, mit rasend schnellen Einstellungen und Blickwinkeln. Aus dem Vogel wurde wieder die Frau, diese verwandelte sich in ein stattliches Bauwerk, das in der Abenddämmerung rot leuchtete, und aus diesem wurde ein Mann mit Krawatte, der offenbar eine staatstragende Ansprache hielt, während im Hintergrund ein Gamelan-Orchester hektische Rhythmen hämmerte.

»Eine gute Abfolge«, lobte sich Simon selbst. In der Einsamkeit seiner Station führte er meist Selbstgespräche.

Das war ihm lieber als uferlose Diskussionen mit Leuten, die meinten, von seiner Arbeit mehr zu verstehen als er selbst. Er war gern allein – und doch war er es nicht. Er lebte zwischen den Datenströmen, die seit Jahrhunderten von der Erde ins All geschickt wurden.

Mit einer raschen Handbewegung schaltete er auf einen anderen Zugang, neue Bilder und Töne prasselten auf ihn ein, verschwommene Eindrücke, die durch die Hologramme tanzen, ein Reigen aus rot und schwarz, aus bunt und grau, verstümmelte Geräusche und klare Signale, Zeichentrickbilder und dreidimensionale Aufnahmen. Spontan griff Simon zu und holte ein Element nach vorne, dann noch eines.

Eine Maus mit großen runden Ohren, die eine knappe rote Hose trägt, springt durchs Bild; sie ist nur gezeichnet und bewegt den Mund hektisch, als sage sie etwas, aber es ist nichts zu hören. Sie scheint zu tanzen, dann macht sie einen Überschlag, die Bilder folgen schneller aufeinander, bis sie nur noch ein Schemen ist, der in einem Streifen aus bunten Farben zerfließt.

Aus einem dunklen Himmel fällt Regen, eine unaufhörliche Flut, die sich über das Land ergießt. Männer in schweren Rüstungen aus Eisen und Leder sitzen auf ihren Pferden, sie führen Schwerter und Spieße mit sich und blicken düster in die Ferne, wo eine Festung aus massiven Steinen in die Höhe ragt.

Simon richtete seine Sensoren aus, fischte weitere Bilder und Nachrichten aus einem unaufhörlichen Strom von Eindrücken. Er war angespannt und konzentriert, widmete sich intensiv seiner Arbeit. Gelegentlich sah er auf die rein technischen Daten seiner Umgebung.

»Im stabilen Orbit«, murmelte er.

Der Asteroid, auf dem er seine Station der Einsamkeit errichtet hatte, fiel seit Jahrhunderttausenden in einem unaufhörlichen Orbit dem Ereignishorizont eines Schwarzen Loches entgegen. Auf diesem Asteroiden hatte Simon vor gut zwei Jahren seine Station eingerichtet, wobei er die Reste alter Forschungseinrichtungen übernommen hatte.

Seither griff er mit den Sensoren der Station an den Ereignishorizont, in dem sich seit langem Impulse buchstäblich gefangen hatten, die von der Erde gekommen waren, nur wenige Lichtjahre entfernt. Das Schwarze Loch war weit genug entfernt von allen Welten und Sonnen, eines von zahllosen Schwarzen Löchern, die durch die Milchstraße trieben und von niemandem geortet werden konnte, tote Gebilde, die nur gelegentlich ein einzelnes Atom einfangen und verschlucken konnten.

»Mein Schwarzes Loch«, nannte es Simon. Er hatte ihm keinen speziellen Namen verliehen, und den technischen Begriff der Wissenschaftler ignorierte er.

In seiner Station wohnte er, auf seinem Asteroiden lebte er, von seinem Schwarzen Loch zehrte er. Alles seins – und die Nachrichten, die von der Erde und ihren Bewohnern über Jahrhunderte hinweg ins All gestrahlt worden waren, die am Schwarzen Loch gewissermaßen eingefangen, zerfetzt, neu gebündelt und auf eine Umlaufbahn durch die Ewigkeit geschickt wurden.

Mit seiner aktuellen Arbeit war Simon zufrieden. Noch einmal ließ er die Bilder und Töne in einem Schnelldurchlauf vor seinem Auge dahinfliegen. Dann sprach er einen kurzen Text darüber, den er so montierte, dass er zu Polarlichtern über dem Nordkap passte.

»Es sind Filme und Bilder aus der Vergangenheit«, sagte er ruhig, und er wusste, dass seine Fans seine ruhige Stimme mochten, »sie kommen aus einer Zeit, als die Erde noch anders war. Sie sind gestaucht und verbogen, sie werden neu sortiert und zusammengesetzt. Steigt mit mir ein – in ein neues Mixtape für die Ewigkeit.

Simon war ein Künstler, und seine Kunst bestand darin, die Vergangenheit in eine Kunst zu verwandeln, die den Menschen auf fernen Welten und in modernen Habitaten gefiel. »Mein Schwarzes Loch«, sagte er stolz, »mein Mixtape.«

Er kompilierte alles, er vereinte die Daten zu einer einzigen Datei. Mit einem Fingerdruck schoss er sie ab in die Unendlichkeit. Dann stand er auf.

Nachdenklich blickte Simon auf einen altmodischen Monitor, der eine Wand der Station bedeckte. Steine und Eisbrocken, kleine Asteroiden, ein Meer von kleinen Teilen – sie alle tanzten um das Schwarze Loch, um seine Heimat. Simon hob ein Glas mit einem schweren Rotwein, den ihm das letzte Versorgungsschiff gebracht hatte.

»Ich grüße dich, alte Erde«, sagte er und nahm einen kräftigen Schluck. »Auf dich, deine glorreiche Vergangenheit und auf meine Zukunft.« Dann schloss er die Augen, um wenigstens für einen Augenblick das unaufhörliche Flackern der Hologramme auszublenden.

Poetische Texte aus Chile und Bremen

»Irgendwann werde ich an einem neuen Tag erwachen / mit zwei schmalen schwarzen Flügeln an den Seiten.« So beginnt »Metamorphose«, das Titelgedicht eines aktuellen Lyrikbandes von Avaro Solar. Der vielseitige Künstler stammt aus Chile, wohnt aber schon seit 1978 in Bremen. Sein Gedichtband ist zweisprachig: Die Texte sind in spanischer und in deutscher Sprache abgedruckt.

Mich spricht die Unterzeile des Buches durchaus an: »Die tödliche Entschlossenheit zu leben«. Die Texte sind sehr bildreich und teilweise auch recht umfangreich. Manche Gedichte erstrecken sich über mehrere Seiten, erzählen gewissermaßen eine kleine Geschichte. Sie bringen Eindrücke aus dem Alltag, Gedanken und Träume zum Vorschein, die sich wohl im Innern von Alvaro Solar abspielen.

Ich wüsste nicht alles zu interpretieren, fand die Texte aber meist ansprechend und interessant. Und klar: Ich verstehe nicht alle sprachlichen Bilder, die der Autor findet.

Seine Gedichte sind nicht kurz und abgehackt, sie enthalten komplexe Formulierungen und szenische, ja, lebendige Beschreibungen. Wenn man jeden Tag eines der Gedichte liest, wie ich es gemacht habe, macht das richtig Spaß – auch wenn man nicht alles nachvollziehen kann, was der Autor sich womöglich gedacht hat.

Ich kann nicht beurteilen, ob die Übersetzungen gut sind; meine Spanischkenntnisse, die ich mal in der Schule erworben habe, sind ja längst in der geistigen Versenkung verschwunden. Ich erkenne nur noch wenig, aber mir fiel bei diesem Buch eines auf: Im spanischen Original klingen die Abschlüsse der Zeilen oft so, als ob es zumindest einen leichten Reim gäbe. In der deutschen Übersetzung entfällt das. Mir scheint, dass die Übersetzung gut ist, aber nicht komplett ausgereift. Wer also spanisch kann, wird die Gedichte deshalb stärker genießen können.

Erschienen sind die Gedichte in einem schönen Hardcover-Band im Hirnkost-Verlag. Er ist 200 Seiten stark und mit farbenprächtigen Bildern von Christina Collao ausgestattet. Alles in allem ein Buch, das ich sicher nicht zum letzten Mal in der Hand gehalten habe!

11 Januar 2022

Spannender Horror, künstlerisch illustriert

Das Grand Hotel Astoria in Leipzig ist ein riesiges Gebäude, das seit Jahren leersteht. Es ist voller Geheimnisse, niemand weiß so richtig darüber Bescheid. Als es vor dem Hotel zu Auseinandersetzungen zwischen Nazis, der Antifa und der Polizei kommt, flüchten Jana und Tim ins Innere des Hotels – und kommen nicht mehr aus dem alten Gemäuer heraus.

Sie laufen durch die Gänge, sie suchen einen Ausgang, sie finden einen Gang mit Telefonen, sie müssen sich ihren eigenen Alpträumen und Konflikten stellen. Soweit die Geschichte für »Das Fleisch der vielen«, ein ungewöhnliches Comic-Projekt, das den Bestsellerautor Kai Meyer mit dem Zeichner Jurek Malottke zusammenführte.

Ich gestehe, dass ich mit dem Comic-Band meine Probleme hatte. Das Buch sieht super aus, die Gestaltung ist – wie immer beim Splitter-Verlag – wirklich hochwertig. Aber stilistisch konnte ich mich nicht damit anfreunden.

Die eigentliche Geschichte ist schlicht, aber sehr spannend: Zwei junge Leute verirren sich in einem alten dunklen Gebäude mit scheußlichen Geheimnissen, und am Ende wartet ein schreckliches Ende auf sie. Kai Meyer erzählt die Geschichte mit all ihrer Konsequenz und sehr geradlinig, ohne allzuviel abzuschweifen.

Die Illustration durch Jurek Malottke ist für meinen Geschmack zu »künstlerisch«. Vieles wird nur angedeutet, die Figuren und die Hintergründe scheinen manchmal zu wabern oder sind bewusst unsauber gesetzt. Das ist womöglich ein guter Kunstgriff, um die klare und einfache Geschichte stärker ins »anspruchsvolle« Fach zu heben – mich spricht das nicht sonderlich an.

Interessant finde ich den Anhang, fast besser als den eigentlichen Comic: Der komplette Text der Erzählung ist dort abgedruckt, dazu kommen verschiedene Skizzen. So kann man sich auf interessante Weise mit der Entstehung des ungewöhnlichen Comics vertraut machen.

Das hier ist eine Geschmackssache, und ich merke in solchen Fällen einfach, dass ich bei Comics die konventionellen Erzählweisen mag, wie es sie seit Jahrzehnten gibt. Wenn jemand wie Jurek Malottke zu künstlerisch auftritt, ist das nichts für mich. Aber wahrscheinlich wird der Comic dadurch für andere Leute erst richtig interessant.

Ich empfehle, die Leseprobe auf der Internet-Seite des Verlages anzuschauen und sich selbst einen Eindruck zu bilden. Für Kai-Meyer-Fans ist dieses Buch natürlich ein Muss; wer einen ungewöhnlichen Horror-Comic mag, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren.

10 Januar 2022

Mal wieder Familie Flöz

Ich war schon mehrfach im Theater, um mir Stücke der Familie Flöz anzuschauen. Gestern besuchten wir im Tollhaus in Karlsruhe die Veranstaltung »Feste«, die natürlich unter Corona-Schutzvorkehrungen stattzufinden hatte: gründliche Kontrollen am Eingang – wir hatten uns trotz Booster-Impfung daheim auch noch getestet –, FFP2-Maskenpflicht am Platz, und ich fand das richtig so.

Bei der Familie Flöz handelt es sich um eine spezielle Art von Theater: Alle Figuren werden von drei Schauspielern gespielt, die allesamt Masken tragen. Trotz der starren Masken, die ja eigentlich keinen Ausdruck wiedergeben können, schaffen es die Schauspieler, die Figuren spannend und glaubhaft darzustellen. Dabei wird kein Wort gesprochen, es gibt nur Tanz und Bewegung, Gestern und Musik.

Das kann man sich vielleicht schwer vorstellen; ich empfehle, den Trailer auf YouTube anzuschauen. Er gibt ein wenig den Eindruck wieder, den ich am gestrigen Abend hatte.

Bei »Feste« handelt es sich um ein Theaterstück, bei dem man zwischendurch zwar auch mal lachen konnte, das aber weitestgehend melancholisch traurig war: ein Hausmeister, der keine Lust auf seine Arbeit hat, eine Frau, die hochschwanger ist und trotzdem arbeiten muss, eine Braut, die noch einen Tanz lernen muss und auf den Stress bei ihrer Hochzeit keine Lust hat, eine Brautvater, der im Geld zu schwimmen scheint und herrisch erscheint, gestresste Kellner, ein genervter Koch, eine Hausmeisterin, die ihren Mann zu mehr Arbeit antreiben möchte … und so weiter … alles gespielt von drei Leuten.

Ich war verzaubert und verblüfft, ich lachte zwischendurch auch, und ich klatschte hinterher sehr lange Beifall. Vor allem war es halt eine Art von Normalität, die man sich ja eigentlich in diesen Tagen kaum traut. Ich bin sehr froh, dass wir diesen Abend genießen konnten.

Die Maladroits werden »Stabil«

Ich habe die Maladroits aus Freiburg im Verlauf der Jahre zweimal gesehen und fand die Band jeweils sehr ansprechend: treibender Punkrock mit einem Sänger, der durch seine Stimme und seinen Bühnenauftritt gleichermaßen auffällt. Auch die Platten der Band gefielen mir: Der Sound ist schrabbelig, und er orientiert sich eher an dem klassischen England-Punk als an neueren Stilrichtungen.

Bei der dritten Platte ist das anders. »Stabil« erschien im Dezember 2021, enthält zwölf Stücke und hat mit »Hass« beispielsweise einen echten Hit zu bieten. Es gibt mit »Ich hab Hass« auch noch die Anspielung auf einen Deutschpunk-Klassiker aus den gaaaaanz frühen 80er-Jahren, verzichtet ansonsten aber auf die Plattitüden jener Zeit.

Die Band ist gereift und hat sich weiterentwickelt, und das meine ich nicht negativ. Der Sound ist immer noch schrabbelig, aber es gibt wesentlich mehr Melodien, und man ist insgesamt abwechslungsreicher. Auch der Sänger ist nicht mehr so völlig überdreht, sondern singt in einer etwas tieferen Tonhöhe.

Bei den Stücken gibt es eine schöne Bandbreite, sowohl textlich als auch musikalisch. Die Texte sind in englischer und in deutscher Sprache, sie sind oft sarkastisch – wenn es etwa um die Kehrwoche geht oder um das Verliebtsein –, und sie zaubern einem beim Anhören auch mal ein Lächeln ins Gesicht.

Wie sich das Ganze mittlerweile live darstellt, würde mich interessieren. Bei der Platte gibt es den einen oder anderen Gastsänger, und das tut der Band ebenfalls gut. Aber live? Schauen wir mal.

Solange ich sie nicht live sehen kann, erfreue ich mich der dritten Platte der Maladroits.

09 Januar 2022

Das »Potter«-Marathon

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich die ersten Bände der damals noch neuen »Harry Potter«-Serie las, zwar damals schon ein wenig zu alt für diese Art von Jugend-Fantasy, aber durchaus angetan von den Abenteuern des jungen Zauberers. Und ich erinnere mich ebensogut daran, wie ich die Filme allesamt im Kino ansah, einen sogar in den USA, als ich in Los Angeles war.

Wir kauften uns irgendwann eine DVD-Box mit allen Filmen, die wir uns dann auch alle noch einmal anguckten. Mir gefielen sie beim zweiten Mal immer noch, und ich erfreute mich an Details, die ich in den Jahren dazwischen vergessen habe. Mittlerweile ist es ja zwanzig Jahre her, seit der erste »Harry Potter«-Film in die Kinos kam.

Und nun? Über die Feiertage brachten wir ein »Potter«-Marathon hinter uns: alle acht Filme, die man aus den sieben Büchern gemacht hatte, schön hintereinander. Faul auf dem Sofa, mit Knabberzeugs und ein bisschen Alkohol. Und was soll ich sagen? Es hat wieder funktioniert.

Die Ideen in den einzelnen Filmen sind nicht alle genial, aber sie sind schön umgesetzt. Wie die Hauptfiguren altern und dass einen das gewissermaßen mitaltern lässt, darüber schrieben schon genügend Journalisten; das ist also keine neue Seh-Erfahrung. Aber es macht trotzdem Freude, quasi live mitzuerleben, wie aus Kinderdarstellern erwachsene Schauspieler werden.

Um es klar zu sagen: Ich habe das »Potter«-Marathon nicht bereut. In zwei, drei Jahren werden wir das sicher wiederholen. Darauf ein Butterbier!

08 Januar 2022

Saga Egmont bringt Science Fiction

Ein neuer Verlag kommt mit Science Fiction in den Handel – dabei ist er gar nicht neu. Ich meine damit Saga Egmont, eine Tochtergesellschaft von Egmont und damit von Lindhardt og Ringhof, einem der großen Verlagshäuser in Nordeuropa. Auf dem deutschen Markt ist Saga Egmont bisher nur im Digitalgeschäft aufgefallen: mit E-Books und Hörbüchern.

Ab Februar will man auch Taschenbücher verlegen. Schwerpunkte sollen Science Fiction, Liebesromane und Krimis sein, vor allem Autorinnen und Autoren aus dem skandinavischen Raum. Zu den ersten Titeln gehört der Start der Science-Fiction-Serie »Expeditionary Force«, die der Autor Craig Alanson verfasst und von der ich bislang noch nichts gehört habe. Das hat aber erst einmal nichts zu sagen ... 

 Ich bin gespannt, was der neue Verlag bringt und inwiefern es hilft, zu einem vertriebsstarken Partner zu gehören. Als Science-Fiction-Fan freue ich mich auf jeden Fall ...

07 Januar 2022

Forschung im Magazin

Die Leibniz-Gemeinschaft ist eine deutsche Forschungseinrichtung, zu der insgesamt 96 Institute gehören, die sich den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Richtungen verschrieben haben. Ich lese seit einiger Zeit den Newsletter dieser Gemeinschaft, weil man hier immer wieder auf neue interessante Themen stößt. Abonniert habe ich auch die Zeitschrift »leibniz«, die es erfreulicherweise kostenlos gibt.

Die Ausgabe 3/2021, die ich dieser Tage endlich durchschmökerte, hat als Themenschwerpunkt »Räume«. Das wird entsprechend interdisziplinär aufgefasst: Welche Räume nimmt beispielsweise ein Wolf in Anspruch, wie breitet er sich aus, und auf welchen Wegen versucht man, mit dem Tier umzugehen? Dazu gibt es unterschiedliche Antworten, und alle sind auf ihre Art lesenswert und wichtig.

Andere Artikel in dem sehr gut gestalteten, 106 Seiten starken Magazin beschäftigen sich mit dem All: Wie haben etwa die Menschen in der Sowjetunion auf den Vorstoß in den Kosmos reagiert? Die Schule mit ihren unterschiedlichen Räumen wird in weiteren Beiträgen beleuchtet, das Internet mit seinen Bereichen, eine Bibliothek.

Damit bildet das Magazin nicht nur die Arbeit der Institute der Leibniz-Gesellschaft ab, sondern gibt auch einen spannenden Einblick in die Bereiche der Wissenschaft, an die unsereins nicht unbedingt immer denkt. Ganz nebenbei, so denke ich, wird bei der Lektüre mein Horizont erweitert. Das ist ja nicht das Schlechteste ...

Schlecker erneut?

Zu den Dingen, die mich an diesem Jahreswechsel echt verwirrten, zählt unter anderem, dass sich die Drogeriemarkt-Kette »Schlecker« wieder in der bundesrepublikanischen Wirklichkeit einfinden soll. Diverse Medien vermeldeten, dass sich ein Investor darum bemüht, die Marke neu zu starten; bald sollen wieder Filialen errichtet werden.

Ich erinnere mich noch gut an die »Schlecker«-Zeit: Vor allem in Gegenden, aus denen sich normale Supermärkte und Einzelhandelsgeschäfte zurückgezogen hatten, breitete sich »Schlecker« aus. Es gab Stadtviertel und Dörfer, in denen der »Schlecker«-Markt die einzige Möglichkeit für die Menschen war, etwas einzukaufen. Das fand ich durchaus positiv.

Erkauft wurde das Ganze bekannterweise durch eine brachiale Ausbeutung der Leute, die in den Märkten arbeiteten. Meist handelte es sich um Frauen, die mies bezahlt wurden und rund um die Uhr zu tun hatten; weil sie oft allein waren, konnten sie nicht aufs Klo gehen oder eine Pause einlegen. 

Dass die »Schlecker«-Kette vor gut zehn Jahren in die Pleite rauschte, war nur konsequent. Um die sogenannten Schlecker-Frauen – was für ein Ausdruck! – tat es mir leid; viele von ihnen wurden danach arbeitslos und ein Fall für die Hartz-IV-Industrie.

Und jetzt soll »Schlecker« wiederkommen. Braucht das wirklich jemand? Ist neben »DM« und »Rossmann« wirklich noch Platz für eine weitere Drogeriemarkt-Kette? Ich kann es mir kaum vorstellen. Seltsame Zeiten ...

06 Januar 2022

Für den Schülerausweis

Weil ich auf dem Gymnasium ein Foto für den Schülerausweis benötigte, ging ich in eine der damals neuen Fotokabinen und ließ einige Bilder anfertigen. Leider wurde das Bild, das ich hier zeige, abgelehnt; es sei unpassend. Dabei wollte ich besonders rebellisch sein.

Wir schrieben den Januar 1982, ich war gerade mal 18 Jahre alt geworden, und ich inszenierte mich gern ein wenig. Die Haare ließ ich wachsen, und ich machte praktisch nie etwas dafür, dass sie irgendwie »gut« aussahen. Entsprechend wirr wirkten sie. In dem Supermarkt, in dem ich jobbte, kam damals der Spruch auf, meine Nicht-Frisur sähe aus wie »ein aufgeplatztes Sofakissen«.

Um die Stirn trug ich eine Krawatte als Stirnband. Und ich trug gern eine Trainingsjacke, die mir meine Mutter geschenkt hatte; sie hatte sie aus dem Müll gefischt – aber das ist eine andere Geschichte ...

Leider ist der Schülerausweis verloren gegangen, weshalb ich nicht mehr weiß, welches Foto ich dafür dann wirklich nahm. Aber ein schöner Blick in eine Zeit, die sage und schreibe vierzig Jahre zurückliegt, ist es dennoch.

05 Januar 2022

Ein wunderbar illustrierter Klassiker

Es ist ein echter Klassiker des Kinderbuches, zugleich ein phantastisches Buch voller gelungener Charaktere: Ich habe dieser Tage die Lektüre der illustrierten Ausgabe von »Der Wind in den Weiden« abgeschlossen. Diese ist im Knesebeck-Verlag erschienen, als Hardcover mit Schutzumschlag, ein echter Prachtband, den man auch mehrfach in die Hand nehmen kann.

Wer die Geschichte nicht kennt: Es handelt sich eigentlich um eine Tier-Fantasy. Erzählt wird vom Maulwurf und seinen Freunden, der Ratte und dem Dachs und dem Kröterich. Sie erleben allerlei Abenteuer, vor allem deshalb, weil Kröterich ein fürchterlicher Aufschneider ist, ein Angeber vor dem Herrn, und sich durch sein großmäuliges Verhalten von einem Problem ins nächste schubst.

Die vier Tiere leben zwar in Höhlen, aber diese Höhlen haben mehr mit Tolkiens Hobbithäusern und englischen Privatwohnungen zu tun als mit den echten Behausungen von Tieren. Es gibt Treppen und Türen, Tische und Stühle, Gläser und Geschirr, sprich, in diesem Buch leben die Tiere eigentlich wie Menschen – die in diesem Buch aber ebenfalls vorkommen.

Die Geschichte stammt von dem britischen Schriftsteller Kenneth Grahame (1859 1932). Angeblich entwickelte er seinen großen Roman als Gutenachtgeschichte; sie wurde 1908 veröffentlicht und war von Anfang an ein Bestseller. Man kann davon ausgehen, dass Grahames phantastische Welten und Wesen den einen oder anderen Schriftsteller der späteren Fantasy-Zeit beeinflusst haben …

Die mir vorliegende Ausgabe gefällt vor allem wegen der wunderbaren Bilder. Robert Ingpen zaubert in den vierfarbigen Illustrationen die Welt der Tiere auf die Seiten: Manche Bilder sind doppelseitig, manche nur Vignetten. Sie alle zeigen die ausdrucksstarken Gesichter der Tiere, ihre englisch anmutenden Kleidungsstücke, ihre Aktionen und die fast schon kitschig anmutende Landschaft entlang eines sanft dahinfließenden Flusses.

Ein tolles Buch, das ich sicher nicht zum letzten Mal in der Hand gehalten habe. Auch ideal zum Vorlesen geeignet!

04 Januar 2022

Ein Schock mit Iggy

Ich kenne mich mit Küchenmöbeln und Küchenherstellern nicht aus. Seit wir vor einigen Jahren eine Küche eingebaut haben – die erste »echte« Küche in meinem Leben, nicht so etwas Zusammengestückeltes –, ist das Thema für mich erledigt. Ich muss da keine Neuigkeiten mehr lesen, um zu wissen, was ich brauche.

Doch manchmal verschlägt es mich doch in ein Möbelhaus, und wenn man ein wenig herumbummelt, stößt man auf Prospekte. Ich bin buchstabensüchtig, jeder Richter würde mich freisprechen, aber … Ich sah ein Heft, auf dem Iggy Pop zu sehen war, der angebliche Godfather of Punk, und er warb allen Ernstes für eine Firma, die Küchenmöbel herstellt. Es gibt zum gleichen Thema ja sogar YouTube-Videos.

Offensichtlich hat sich die Firma Schock mit dem Altrocker zusammengetan und wirbt nun mit ihm. Das Video wurde im Bayerischen Wald gedreht, und auf mich wirkt das alles eher … nun ja … ein wenig bemüht. Ich hoffe, dass sich Iggy Pop ein schönes Zubrot fürs Alter verdienen konnte.

Kurzgeschichten aus der Welt des Dunklen Ritters

Batman ist eine Figur, die ich vor allem dann mag, wenn sie in der Stadt Gotham ermittelt: wenn der Dunkle Ritter allein in den dunklen Straßen seiner Stadt unterwegs ist und wenn er dort versucht, die braven Bürger gegen die Verbrecher zu beschützen. Das mag in manchen Fällen zum Klischee werden, ist häufig aber sehr spannend.

Meist sind die »Batman«-Geschichten in großen Zyklen angeordnet, mehr als zehn Hefte bilden bisweilen einen großen Handlungsbogen. Da verliere ich gelegentlich den Überblick, weil man theoretisch ja auch noch die ganzen Parallelserien lesen sollte oder müsste.

Und deshalb bin ich froh, wenn es einen Sammelband wie »Batman – Im Zeichen der Fledermaus« gibt. Auf 172 Seiten werden hier allerlei Kurzgeschichten aus der Welt des Dunklen Ritters versammelt, allesamt in sich abgeschlossen.

Klar, es ist hilfreich, wenn man sich in Gotham City auskennt und weiß, wer der Riddler auf der einen oder Spoiler auf der anderen Seite ist. Für echte Einsteiger ist das nicht unbedingt geeignet. Aber Leute wie ich freuen sich über eine solche Sammlung kurzer Geschichten – sie entstammen der amerikanischen Reihe »Batman: Gotham Nights« –, die eine kurzweilige Unterhaltung garantieren.

Die Geschichten stammen von unterschiedlichen Autoren und Zeichnern, sowohl inhaltlich wie auch künstlerisch bieten sie eine große Bandbreite an Themen: klassische Krimi-Geschichten, eine Prise Science Fiction, nachdenkliche Geschichten, bewusst trashig erzählte Abenteuer. Schlecht fand ich keine der Geschichten, manche sind richtig gut, und rein künstlerisch entsprechen sie zumeist dem höheren Nivefau amerikanischer Superhelden-Comics.

Eine richtig schöne Sammlung, die im Oktober 2021 als schickes Paperback wie auch als Hardcover erschienen ist. Lohnenswert für Menschen, die schon ein wenig von der Welt Batmans wissen ...

03 Januar 2022

Heimweg im Nieselregen

Es war nicht kalt, als wir das »Fünf« verließen, zumindest nicht für eine Neujahrsnacht. Die Luft war feucht und kühl, aber die Temperatur lag deutlich über fünf Grad. Es roch frischer als zu früheren Jahren, nicht nach Rauch und Pulverdampf; es war in diesem zweiten Corona-Winter nicht viel geballert worden.

Mir ging es gut, ich hatte sehr lecker gegessen und auch einiges getrunken: Riesling aus der Pfalz, danach einen kräftigen Rotwein aus Italien, zuletzt noch einen Schnaps aus dem Badischen. Betrunken fühlte ich mich nicht, eher leicht angeheitert und in einer positiven Stimmung für das neue Jahr 2022.

»Schon klar«, sagten wir uns, »wenn einer in diesem Restaurant mit Omikron da war, haben wir es jetzt alle, trotz Boostern und so weiter.« Aber wir ergänzten: »Lieber mit einem sehr guten Essen und einem leichten Risiko das Jahr anfangen als frustriert daheim.«

Und so spazierten wir durch die kühle Dunkelheit nach Hause. Es war alles in allem eine wunderschöne Nacht, wenngleich die Temperaturen kaum winterlich waren.

Zwischen den Häusern der Mika – das soziokulturelle Projekt in der Nordstadt ist schon in die Jahre gekommen, aber es existiert immer noch – hatten einige Leute eine Box auf die Straße gestellt. HipHop und Raggamuffin liefen, gut drei Dutzend Leute feierten eine richtig schöne Party: einige junge Leute, einige Grauhaarige.

Wir passten gut dazu, ließen uns auf das Tanzen und die spontane Party ein. Es begann zu nieseln, wir tanzten in der Nordstadt durch den zweiten Corona-Winter – ich fand das angemessen.

Bald gingen wir weiter, es wurde ja auch immer später und feuchter, und wir hatten einen hübschen Fußweg vor uns. An einem Haus in einer Nebenstraße lehnten viele Fahrräder vor der Tür. Als wir am Haus vorbeigingen, hatten wir einen ungehinderten Blick auf ein Wohnzimmer.

Disco-Beleuchtung an der Decke, wummernde Musik in gedämpfter Lautstärke, tanzende Teenager: Ich gönnte es den jungen Leuten und war mir sicher, dass die Polizisten, die in einem Fahrzeug durch die Gegend fuhren, das nicht mitbekommen würden.

Als wir daheim ankamen, waren wir leicht durchnässt. Ein warmer Frühlingsregen, wenn man es genau nahm. Aber auch das passte zu einem Neujahrsmorgen, der hoffentlich zu einem besseren Jahr 2022 führen würde …

23 Dezember 2021

Frenetischer Abend

Ich würde nie wieder das Gasthaus in Schramberg finden, in das ich im Februar 1992 fuhr. Ich kam von Freudenstadt her, es war Winter, und ich musste nach rechts über den Bach hinüber. Dort kam das schon betagte Haus, in dem sich eine Musik-Kneipe befand. Und dort fanden immer mal wieder Punk-Konzerte statt, wie das in den späten 80er- und frühen 90er-Jahre oft der Fall war: Konzerte in abgelegenen Orten, die von vielleicht fünfzig Leuten besucht wurden.

An diesem Abend spielten die Lost Lyrics aus dem nördlichen Hessen und die amerikanische Band 9 Pound Hammer. Das Bild zeigt 9 Pound Hammer – und im Hintergrund das von Schwitzwasser bedeckte Fenster. Wie viele Leute auf dem Konzert waren, weiß ich nicht mehr. Viel mehr als einige Dutzend konnten es nicht sein, denn mehr Platz bot die Kneipe nicht. Einige Punks, einige Hardcore-Leute, einige örtliche Musikfreunde, einige Rocker, keine ungewöhnliche Mischung für jene Zeit.

Ich erinnere mich an eine frenetische Stimmung, an ein ausgelassenes und ausrastendes Publikum, an zwei Bands, die sich auf der Bühne ablösten und zuerst mit melodischem Deutschpunk und dann mit knalligem Rock'n'Roll – oder was auch immer das genau war – echt einheizten. Am Ende war ich klatschnass geschwitzt, mein Grinsen ging bis hinter die Ohren, und ich freute mich noch Tage danach über den Abend.

(In Zeiten der Pandemie erinnere ich mich wohl besonders gern an diese Tage vor dreißig Jahren, als buchstäblich an jedem Tag irgendwo in der badischen oder schwäbischen Provinz ein Punkrock- oder Hardcore-Konzert zu besuchen war, immer verbunden mit Fahrerei und allerlei skurrilen Abenteuern.)

Hit, verschwenderisch präsentiert

Das Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra kam aus Bayern, ich sah es nie live, und das ärgert mich schon. In den Nuller-Jahren brachte die mehrköpfige Band eine Reihe von Tonträgern heraus und spielte an verschiedenen Stellen der Republik auf – das hätte ich mir anschauen sollen. Immerhin habe ich diverse Tonträger der Band.

Dieser Tage hörte ich mir wieder einmal einige Male hintereinander die CD »They Hardly Touch The Ground« an, die streng genommen schon ein wenig verschwenderisch ist. Das Titelstück ist ein sehr cooles Stück, das sich einer klaren Zuordnung verweigert: Ist es einfach nur toll gemachte Popmusik mit vielen Bläsersätzen, oder geht das schon in die Ska-Richtung?

Einfacher zuzuordnen sind die zwei Coverversionen des Klassikers »The final countdown«, die von der Band in furiosem Ska-Sound dargeboten werden: schmissig und schnell mit treibenden Bläsersätzen und einem übersteuert klingenden Sänger. Da kann man nicht stillsitzen, da muss man einfach zappeln.

Die CD enthält echt nur drei Stücke – und ich finde sie trotzdem cool.

22 Dezember 2021

Kaffeediebe

Es war eines dieser Familientreffen, die ich als Kind schon langweilig fand. Noch war nicht der Zeitpunkt gekommen, an dem wir Kinder ins Zimmer meiner Cousine gehen konnten, wo wir miteinander spielen durften.

Wir saßen mit den Erwachsenen am Tisch, auf dem das »feine Geschirr« im künstlichen Licht glitzerte. Wir hatten uns zu benehmen, also verhielten wir uns still und sittsam, sprachen nur, wenn wir dazu aufgefordert wurden, und futterten ansonsten den Kuchen. Es gab Apfelkuchen mit Sahne, einige Himbeerschnitten, dazu Kaffee und Tee.

»Ein schöner Kaffee ist etwas Feines«, sagte mein Onkel und hob die Tasse an. In seinem Schnauzbart glitzerten die Kristalle, die der Puderzucker eines »süßen Stückles« hinterlassen hatte. Er hatte auch schon die ersten zwei »Schnäpsle« intus, was dazu führte, dass er allerlei Späße machte.

Ich wusste bereits, dass es kritisch wurde, wenn er weiter trank; dann wurde er irgendwann laut und prahlerisch, später noch lauter und streitsüchtiger. Aber seine Frau und meine Mutter, die rechts und links von ihm saßen, würden ihn rechtzeitig unter Kontrolle bringen; auch das kannte ich von anderen Gelegenheiten her. Als Kind lernte ich schnell, wie sich Erwachsene unter dem Einfluss von zu viel Alkohol verhielten.

Der andere Onkel am anderen Tischende hob ebenfalls seine Tasse. »Weißt du noch, wie wir damals den Franzosen immer den Kaffee gestohlen haben?« Er lachte.

Die beiden Männer amüsierten sich prächtig. Eine Tante am Tisch verzog das Gesicht, meine Mutter verdrehte die Augen. Und der neue Mann der jungen Tante, die sich immer kräftig schminkte, stellte die Frage, auf die wohl alle warteten: »Ihr habt den Franzosen den Kaffee gestohlen? Wie war denn das?« Er kam aus Norddeutschland, und ich mochte ihn nicht, weil er die Wörter alle so korrekt und damit hart aussprach.

Mein Onkel trank einen Schluck, dann lehnte er sich zurück. Er wies mit dem rechten Arm auf die Bahnstrecke, die unweit des Hauses vorbeiführte, und auf die Wiese dahinter. »Die Franzosen hatten da ihr Lager«, erzählte er. »Die Offiziere hatten sie in den wenigen Häusern einquartiert, die noch standen, und die einfachen Soldaten schliefen in ihren Zelten. Und bei denen gab es natürlich ständig Kaffee.« Genießerisch verzog er das Gesicht.

»Und dann sind wir los«, erzählte der andere Onkel weiter, »und haben uns abends, wenn es schon langsam dunkel wurde, in ihr Lager geschlichen.«

»Ihr seid da echt rein?«, fragte der norddeutsche Mann.

»Eigentlich nicht. Die Franzosen hatten so einen Graben an der einen Seite ihres Lagers. Dort haben sie ihren Müll reingeworfen. Darunter war Kaffee in diesem Kaffeefilterpapier. Und dann sind wir in den Graben gekrochen und haben die Papierfilter mit dem nassen Kaffee rausgefischt.« Er schüttelte sich. »Das war manchmal ganz schön gefährlich.«

»Wegen der Franzosen?«

»Eigentlich wegen der Ratten. Die haben sich zwar nicht für den Kaffee interessiert, aber für die anderen Dinge im Grabe.« Er lachte und biss in sein »süßes Stückle«. Mit seinem runden Gesicht und den roten Bäckchen wirkte er wie der Inbegriff der Gemütlichkeit. »Vor den Ratten hatten wir mehr Angst als vor den Franzosen.«

»Ihr wart ja auch kleine Buben«, wandte meine Mutter ein. »Und wir hatten alle Angst um euch.«

»Aber den Kaffee habt ihr dann alle getrunken, wenn wir den Satz aus den Filtern zusammengeschmissen und neu aufgekocht haben.«

»Na klar.«

Alle Erwachsenen aus unserer Familie, die am Tisch saßen, nahmen ihre Kaffeetassen hoch und tranken daraus. Es sah aus, als erinnerten sie sich gemeinsam an etwas. Danach wurde das Thema gewechselt und niemand sprach mehr über jugendliche Kaffeediebe.

Einer der besten Weihnachtsromane überhaupt

Es ist eine vergleichsweise einfache Geschichte, nicht gerade umfangreich, eher eine Erzählung oder eine Novelle, aber sie hat eine solche Qualität, dass man sie eigentlich jedes Jahr lesen kann: Ich meine »Weihnachten bei den Maigrets«, verfasst von Georges Simenon und seit einiger Zeit in einer schönen Neuauflage im Kampa-Verlag vorliegend.

Die Geschichte beginnt harmlos: Sie erzählt vom Ehepaar Maigret, das kinderlos zusammenlebt, das eigentlich glücklich ist, bei dem aber offensichtlich ein verschwiegener Kinderwunsch in der Luft hängt. Als im Haus gegenüber etwas Seltsames geschieht, in das ein Kind verwickelt ist, erweckt dies nicht nur die kriminalistischen Sinne des erfahrenen Ermittlers. Auch seine Frau interessiert sich mehr für den Fall, als sie das sonst tut.

Angeblich hat sich ein Weihnachtsmann im Zimmer des Kindes zu schaffen gemacht, ein unbekannter Mann, der danach aber verschwunden ist. Maigret wird von einer tratschenden Nachbarin überhaupt erst auf das Thema aufmerksam gemacht und kümmert sich darum, merkt schnell, dass einiges an der Geschichte nicht stimmt, und beginnt zu ermitteln – um dann festzustellen, dass er auf die Spur eines Kriminalfalls in direkter Nachbarschaft kommt.

Der kurze Roman wurde 1950 geschrieben und atmet den Duft dieser Zeit. Der Krieg ist vorüber, die starren Moralvorstellungen bestimmen immer noch das Leben der Menschen. Wer sich dagegen auflehnt, bekommt Probleme, und deshalb versuchen vor allem die Frauen, ihre Fehltritte so gut wie möglich zu tarnen. Gleichzeitig bestehen die kleinbürgerlichen Träume – man möchte halt gern ein Kind haben – fort wie ehedem.

Und so ist »Weihnachten bei den Maigrets« nicht nur eine schöne Weihnachtsgeschichte, sondern auch ein Krimi, in dem es um einen lange zurück liegenden Mord geht, und vor allem eine Geschichte über kleinbürgerliche Träume und Hoffnungen. In seinem Nachwort hebt der israelische Krimi-Schriftsteller Dror Mishani ebenfalls die sozialen Aspekte dieses Romans hervor. (Die Nachworte hat der Kampa-Verlag bei seiner Simenon-Gesamtausgabe eingeführt, und ich finde sie wirklich toll.)

Sehr lohnenswert, nicht nur an Weihnachten!

21 Dezember 2021

Weihnachtsgeschichte für junge Comic-Leser

Ich weiß, ich weiß, es ist eigentlich zu knapp vor den Feiertagen, um noch einen Weihnachts-Comic zu empfehlen. Aber ich habe »Scrooge« erst dieser Tage gelesen, und der Comic ist ja auch erst vor einigen Wochen erschienen. Das haben die Kolleginnen und Kollegen bei Toonfish zumindest für mich nicht optimal platziert. Aber gut – den Comic kann man im nächsten Jahr ja ebenfalls kaufen.

Also: »Scrooge« ist eine recht freie Interpreation von Charles Dickens' klassischer Weihnachtsgeschichte. Sie greift bekannte Elemente auf, variiert diese allerdings stark. Dabei entsteht ein Comic, der meiner Ansicht nach sowohl von der Geschichte als auch von den Bildern her kindgerecht rüberkommen dürfte.

Der Autor Rodolphe hat die klassische Dickens-Geschichte genommen und in der Vergangenheit gelassen, sie aber stark gerafft. Es ist ja lang her, seit ich sie gelesen habe, aber ich erinnere mich an die vier Geister, die dem geizigen Scrooge in der Weihnachtsnacht erscheinen – die sind hier auf einen Geist reduziert, der Scrooge aber an verschiedene Schauplätze führt. Die Läuterung findet also trotzdem statt, wenngleich in einer anderen Art als in der ursprünglichen Geschichte.

Damit wird sie komprimierter und vielleicht auch kindgerechter. Erschienen ist der Comic bei Toonfish, dem Kinderverlags-Imprint, das sich der Splitter-Verlag zugelegt hat. Da passt der Comic hin.

Von Estelle Meyrand stammen die Zeichnungen, die mehr an die gemalten Bilder eines Kinderbuches als an einen konventionellen Comic erinnern. Sie zeigen viel Schnee, in ihnen werden Scrooge und seine negative Weltsicht schön den feiernden Menschen gegenüber gestellt.

Alles in allem ist dieser »Scrooge«-Comic eine gelungene Geschichte für Kinder und Menschen, die gerne Kindern etwas schenken wollen. Wer sie als etwas zu konventionell empfindet, was die Bilder und die Erzählung angeht, dem kann ich nicht widersprechen. Aber unsereins ist wohl kaum die Zielgruppe ...

Die Känguru-Chroniken als Film

Nur eine kurze Erwähnung: »Die Känguru-Chroniken« habe ich schon live gesehen – in einem Studenten-Café in Heidelberg, lang, lang ist’s her – und vor allem sehr gern gelesen. Den Film verpasste ich, als er ins Kino kam, weil er mich nicht reizte.

Demnächst läuft er offiziell im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, also »für umme«. Und man kann ihn bereit in der Mediathek des ZDF angucken, was ich getan habe. Das war überraschend unterhaltsam, wenngleich die anarchistische Genialität des ersten Buches und seiner knappen Texte natürlich nicht übernommen werden kann.

Das Känguru ist erstaunlich lustig, viele Pointen sitzen, und vor allem die blöden Szenen haben mich zum Lachen gebracht. Intellektuell ist anders – aber wer mal eine nette Komödie sehen möchte, in der ein Kleinkünstler und ein Känguru sich nicht nur mit einer rechtsradikalen Schlägertruppe sondern auch mit einem Immobilienhau anlegen, ist hier ganz gut beraten.

20 Dezember 2021

Zahnarztgespräch

Seit Jahren gehe ich zur selben Zahnärztin, einmal im Jahr lasse ich mich kontrollieren und ein wenig belehren und fahre dann wieder heim. Weil sie kaum »echte« Arbeit hat, geraten wir immer ins Plaudern: Normalerweise reden wir über die Bücher, die wir gerade lesen, vielleicht auch einmal über einen Kinofilm, nie über Politik. Die Assistentin, die stets mit dabei ist, redet ebenfalls mit. Eine kleine Tratschrunde halt.

Diesmal war es anders. Corona stand im Raum und wurde unser Dauerthema. Wer in unserem sozialen Umfeld war krank geworden, wie hatten sich die Krankheiten entwickelt, wer hat seit wann mit den Folgen von Long Covid zu kämpfen? Wie geht man selbst mit den ständig neuartigen Bedingungen um, wie hat einen selbst die Pandemie eigentlich verändert?

Wir redeten über Impfkampagnen und Krankheiten, über Tod und Hoffnung, nicht über Impfgegner und Politik. Ich kam mir dennoch vor wie in einem psychologischen Gesprächskreis, bei dem sich Erwachsene über Sorgen und Nöte austauschen.

Als ich wieder auf die Straße trat, hallten die Gespräche in meinem Kopf nach. Schon seltsam, wie sich in Zeiten der Pandemie auch die harmlosesten Dinge verändern, dachte ich, während ich mein Fahrrad aufschloss. Und mir fiel auf, dass wir kein Wort über aktuelle Bücher oder sonstige Themen verloren hatten.

Perfekter Sommer-Sound aus Venezuela

Wahrscheinlich haben Experten für die Musik, die Desorden Publico machen, einen speziellen Fachausdruck, vielleicht läuft es unter »Mestizo«, möglicherweise unter »Latin-Ska«. Tatsache ist, das die Platte »Estrellas del Chaos«, die ich derzeit sehr oft höre, nicht nur an warmen Tagen, weit entfernt ist von dem Skapunk, den die Band vor allem in den 90er-Jahren zelebrierte.

Da erklingen mal Steeldrums, da laufen Rhythmen, die ich während meiner Karibik-Reise vor vielen Jahren oft gehört habe, da vernehme ich sogar Sequenzen, die für mich fernöstlich klingen. Alle möglichen südamerikanischen Rhythmen werden mit Ska und Reggae, Punk und einem Schuss Hardcore vermengt.

Es kann bei dieser Platte durchaus mal passieren, dass ein Stück ganz harmlos anfängt, irgendwelche Calypso-Rhythmen aus der Karibik plätschern so dahin, und dann bollert auf einmal – als käme es von unten hoch – ein Punkrock-Schlagzeuger dazwischen, die Gitarre sägt alles Gemütliche zusammen, und das Stück endet in einem furiosen Pogowirbel.

Meist aber bleiben die Stücke melodisch und ruhig; sie sind abwechslungsreich und machen Spaß. Die eintönige Art mancher Ska-Melodien, in denen sich manchmal Zirkusmusik mit Hochgeschwindigkeitsschlager mischen, vermeidet die Band. In diesem Sommer werde ich diese CD wohl öfter hören – dann werden auch hitzige Autofahrten weniger langweilig.

Veröffentlicht wurde die Platte als CD im Jahr 2006. Man kann sie nach wie vor kaufen, in Europa wurde sie von Leech Records lizenziert. Leider habe ich die Band nie live gesehen, und ich fürchte, das wird sich auch nicht mehr ändern. Also höre ich sie halt gern an ...

19 Dezember 2021

Die erste Staffel von Deadly Tropics

Ich mochte die englisch-französische Fernsehserie »Death In Paradise« und freute mich deshalb, als ich in der Mediathek des ZDF die Serie »Deadly Tropics« fand. Die erste Staffel wurde 2019 gedreht, lief 2020 bei SAT 1 und steht in diesem Winter dann auch im ZDF zur Verfügung. Die zweite Staffel kann man sich übrigens schon bei einem anderen Streamingsender in deutscher Sprache anschauen; derzeit wird bereits eine dritte Staffel gedreht. Ich warte in aller Ruhe darauf, bis das alles übersetzt zu sehen sein wird.

Im Prinzip ist es eine klassische Krimi-Geschichte, die auf das Prinzip setzt, dass sich die Helden eigentlich nicht leiden können. In diesem Fall handelt es sich um zwei Ermittlerinnen: Mélissa kommt aus Paris und wurde im Prinzip in die Provinz verbannt; sie versucht mit ihren Kindern ein vernünftiges Familienleben. Gaëlle wiederum kommt von Martinique, hat keine Lust auf feste Beziehungen und neigt dazu, Autoritäten grundsätzlich in Frage zu stellen.

Tatsächlich lebt die Serie vor allem von den Konflikten des ungleichen Duos. Im Zweifelsfall arbeiten die Frauen natürlich zusammen, die meiste Zeit streiten sie sich allerdings. Die Fälle, die sie zu leben haben, sind nicht besonders trickreich, allerdings geht es durchaus um heikle Themen: sexueller Missbrauch am Arbeitsplatz, Schwule in einer Macho-Gesellschaft, Gewalt in Beziehungen. Die Morde haben oft einen Hintergrund, der »mehr« ist als die übliche Eifersüchtelei oder Geldgier.

Die Landschaft der Insel Martinique und die Charaktere der zwei Hauptpersonen sind super, die eigentlichen Fälle verblassen etwas. Für eine Fernseh-Unterhaltung ist die Serie aber sehr gelungen – wer einen Krimi vor schöner Kulisse mag, sollte an dieser Serie seine Freude haben.

18 Dezember 2021

Über Punk in den 80er-Jahren

Derzeit lese ich mit wachsender Begeisterung das Sachbuch »High Energy«, das von Jens Balzer verfasst worden ist. Den Autor kenne ich seit den frühen 80er-Jahren, als wir beide Science-Fiction-Fanzines gemacht haben; sein Wissen über die Popkultur ist unfassbar groß.

Nachdem er in »Das entfesselte Jahrzehnt« über die 70er-Jahre geschrieben hat, geht es in »High Energy« um die 80er-Jahre. Ich fühle mich sehr geschmeichelt, dass ich darin auch zitiert werde. Der Autor hat eine Bemerkung von mir aufgegriffen, die ich in den 90er-Jahren einmal in einem Artikel für die »tageszeitung« aus Berlin formuliert habe – darin ging es um Punk und Chaostage und um eine gewisse Berechenbarkeit bei den jeweiligen Auseinandersetzungen.

(Das passt. Immerhin haben sich der Autor und ich auch schon auf einem Punk-Konzert getroffen, nicht nur auf Buchmessen oder früher bei Science-Fiction-Cons ...)

Im Verlauf der Jahrzehnte habe ich einiges über Punkrock und Comics, über Science Fiction und Fantasy, über Rollenspiele und Reisen geschrieben. Dass ich jetzt mit einem schönen Zitat in einem Buch über die 80er-Jahre verewigt werde, das ich jederzeit zur Lektüre empfehlen möchte – Rezension folgt noch –, finde ich großartig.