04 August 2026

Weltraum-Abenteuer in drei Comic-Bänden

In den vergangenen Jahren hat sich Ingo Römling zu einem der bekanntesten Comic-Künstler des deutschsprachigen Raums entwickelt. Er war für »Star Wars«-Comics tätig und arbeitet immer wieder mit Comic-Autoren an unterschiedlichen Projekten.

Zusammen mit dem französischen Autor Richard Marazano entwickelte er »Die Chroniken des Universums«, einen dreibändigen Comic, der in einer fernen Zukunft spielt. Die drei Bände wurden in den vergangenen Jahren im Splitter-Verlag veröffentlicht, der dritte Band kam im Frühjahr 2025 heraus – eine lohnenswerte Entdeckung für Science-Fiction-Fans.

Die Geschichte beginnt mit einem Raumflug, den eine Gruppe von Studierenden zusammen mit ihrem Dekan unternimmt. Dabei werden die jungen Leute von einer Art Zeitstrudel erfasst und in die Zukunft geschleudert, weit weg von der Erde und allen bekannten Systemen. Sie müssen versuchen, irgendwie den Rückweg durch Zeit und Raum zu finden, erkennen dann aber, dass sie nebenbei ein großes kosmisches Rätsel lösen müssen.

Dabei ist die Gruppe in sich ziemlich zerstritten. Die Studierenden haben andere Ansichten als der Dekan, der sich tatsächlich als ein Kopf in einer Glasvitrine entpuppt, oder ein kleinwüchsiger Humanoider, der sich anscheinend von den Gefühlen anderer Lebewesen »ernährt«. Weiß der Dekan mehr über die Zukunft, in der die jungen Leute gestrandet sind, und kann sich die Gruppe wirklich zusammenraufen, um gemeinsam überleben zu können?

Richard Marazano entwickelt seine Geschichte über die drei Bände hinweg, die eng zusammenhängen. Bei der Lektüre bekam ich allerdings das Gefühl nicht los, dass er – als er die Trilogie anfing – einen anderen Ausgang plante als der nun am Ende entstanden ist. Letztlich dürfte das aber gleichgültig sein, weil die Geschichte an sich ja spannend genug ist.

Der Autor widmet sich immer wieder dem Innenleben der Gruppe. Er zeigt die Spannungen zwischen den einzelnen Menschen und eine sich entwickelnde Liebesgeschichte. Er stellt aber auch die Begegnung mit Aliens dar und bringt die Geheimnisse des Kosmos – um die es letztlich geht – vor allem im zweiten und dritten Band stärker ein.

Bis ins Detail klärt er sie aber nicht auf und gibt auch keine Antworten auf die Fragen, die sich wohl manch eine Leserin oder ein Leser stellen wird. Da bleibt einiges an der eigenen Phantasie hängen, oder es gibt irgendwann doch eine Fortsetzung. Nachdem die Trilogie ihr Ende erreicht hat, könnte problemlos eine weitere Trilogie anschließen …

Ingo Römlings Illustrationen stellen die Figuren und ihr Umfeld gut dar. Sie sind eigenständig, man erkennt immer, wer welche Rolle einnimmt. Das Raumschiff wird technisch glaubhaft gezeigt, die Außerirdischen und die fremden Planeten stellt Römling ebenfalls gut dar. Damit illustriert er die mal actiongeladene, mal abgedrehte Geschichte stets wirkungsvoll.

»Die Chroniken des Universums« ist eine gelungene Comic-Trilogie. Wer Science Fiction mit Raumschiffen und Sense of Wonder mag, sollte sich die Leseprobe auf der Internet-Seite des Splitter-Verlags anschauen – danach kann man ja entscheiden, ob und wie es gefällt. Ich habe mich bei der Lektüre der drei Bände sehr gut unterhalten.

Die drei Bände wurden als Hardcover im Album-Format veröffentlicht; sie umfassen 56 Seiten und kosten 16,00 oder 17,00 Euro. Bestellen und kaufen kann man sie überall im Buch- und Comicfachhandel. 

(Die Rezension wurde im Juni bereits auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht. Hier bringe ich sie aus dokumentarischen Gründen.) 

03 August 2026

Wunderbares Aquarium

Ich habe mir anscheinend ein kindliches Gemüt bewahrt: Nach wie vor staune ich gern. Ich bin völlig baff, wenn ich beispielsweise die Wunder sehen kann, die die Natur bietet. Das kann auf der Erde sein, im Meer oder in der Ferne des Alls.

Und so war es sicher einer der Höhepunkte des ansonsten faulen und sehr gemütlichen Urlaubs, den ich über die Pfingstferien auf der Urlaubsinsel Gran Canaria verbrachte: Ich besuchte das »Poema del Mar«, angeblich eines der größten Meeresaquarien weltwelt. Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen; darum geht es aber auch nicht.

Auf Gran Canaria bietet es sich auf jeden Fall an, dieses Aquarium zu besuchen. Es gibt viele »kleine Dinge«, die man sich anschauen kann, und ich machte weidlich davon Gebrauch. Wenn ich beispielsweise einem Chamäleon zuschauen kann, das sich keine zwanzig Zentimeter von meiner Nasenspitze entfernt durch das Geäst eines Baums bewegt, staune ich eben wie ein kleines Kind.

Phantastisch waren die Anblicke in dem riesigen Aquarium, das das Zentrum der Anlage bildet. Dort schwimmen Haie und Mantas, aber auch eine Schildkröte, dazu kommen zahlreiche Fische. Eine Art Gang aus Glas führt das Aquarium, vor allem aber gibt es eine Frontscheibe, vor der man sitzen und staunen kann. Natürlich haben manche Leute da lieber ihr Smartphone in der Hand und schauen sich dort irgendwelche Dinge an – aber das muss jeder selbst wissen.

Wobei ich mich ebenso für Quallen begeistern kann, für Seepferdchen und Seedrachen, für allerlei Eidechsen und anderes Getier, das in verschiedenen Habitaten präsentiert wird. Ich war mehrere Stunden in diesem »Poema del Mar«, und ich weiß nicht, wie viele Besuchergruppen an mir vorbeiströmten.

Schnell, schnell musste ein Foto vom Chamäleon gemacht werden, dann ging es weiter.  Klar, manche Leute haben Zeitdruck. Aber hatte ich ja nicht, und so genoss ich die Zeit. 

Ich habe eben ein kindliches Gemüt und staune gern.