18 September 2020

Der Reigen der Sandteufel

Seit einigen Tagen ist die Anthologie »Wie künstlich ist Intelligenz?« im Handel. Das habe ich an dieser Stelle und auch anderswo nicht nur einmal bekannt gegeben. Über meine eigene Geschichte habe ich allerdings noch gar nichts erzählt. Das will ich heute nachholen.

Sie trägt den Titel »Der Reigen der Sandteufel« und spielt auf dem Mars. Es wird nicht klar, in welcher Zeit die Geschichte angesiedelt ist – weil es der Hauptfigur egal ist –, aber es dürften mehrere hundert Jahre in der Zukunft sein. Die Hauptfigur ist ein Junge, für den das Leben in einer riesigen Kuppelstadt völlig normal ist.

Er ist an Dinge wie die Kuppel oder eine alles kontrollierende Zentrale – also eine Künstliche Intelligenz – gewöhnt und wundert sich über viele Dinge nicht, die unsereins stören würden. Aber er hat das Träumen nicht verlernt und glaubt, dass es außerhalb der riesigen Kuppel sogenannte Sandteufel gäbe, Lebewesen auf dem Mars also, die ihren eigenen Plänen folgen.

Es ist keine Jugendgeschichte, auch wenn ein Jugendlicher die Hauptrolle spielt. Und wer beinharte Science Fiction erwartet, wird hier enttäuscht sein. Aber ich hoffe, dass sie trotzdem ihre Leser finden wird.

Heftromane aus dem Elsass?

Beruflich beschäftige ich mich seit Jahrzehnten mit Heftromanen, gelesen hatte ich sie davor schon länger. Dass es eigenständige Heftromanserien für das deutschsprachige Elsass nach dem Zweiten Weltkrieg gegeben hatte, war mir allerdings völlig neu (dabei liegt es eigentlich auf der Hand). Ich erfuhr dies durch die Lektüre der Ausgabe 1/2020 der »Blätter für Volksliteratur«.

Die kleine Zeitschrift, zu der ich ungern »Fanzine« sagen würde, erscheint im Verein der Freunde der Volksliteratur und versteht sich als »Informationsschrift über Volks- und Massenliteratur der Vor- und Nachkriegszeit«. Mit 48 Seiten ist die Ausgabe 1/2020 umfangreicher, als ich es sonst gewöhnt bin.

Kein Wunder bei dem Inhalt: Das amerikanische Pulp-Magazin »Adventure« wird ausführlich vorgestellt, mit allen Höhepunkten und Tiefschlägen seiner Geschichte. Dazu geht es um Heftromane aus Portugal – wovon ich nichts wusste – oder die größtenteils vergessene Autorin Ethel Lina White (die man wohl mit Agatha Christie vergleichen könnte). Der Künstler Karel Thole, der nicht nur »seriöse« Taschenbücher für den Heyne-Verlag gestaltete, sondern auch haufenweise Grusel-Titelbilder für Heftromane lieferte, wird porträtiert.

Faszinierend war für mich der Artikel über Heftromane aus dem Elsass, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Heute spricht man im Elsass größtenteils französisch; bis in die 80er-Jahre hinein nutzten die meisten Leute aber den Dialekt, der mit dem Badischen und Schwäbischen meiner Heimat eng verwandt ist. Es liegt eigentlich nahe, dass die Leute in den 50er-Jahren auch gerne deutschsprachige Unterhaltungsliteratur konsumierten. Zu diesem spannenden Thema erhoffe ich mir weitere Beiträge.

Die »Blätter für Volksliteratur« bieten immer ein Sammelsurium an Beiträgen aller Art. Nicht alles finde ich lesenswert, die Zusammenstellung lohnt sich aber immer. (Wer sich für das Heft interessiert, sollte sich direkt mit dem Herausgeber in Verbindung setzen: peter.soukop@aon.at).

17 September 2020

Mal schleppend, mal melodisch

Drei Musiker ziehen von Tel Aviv nach Berlin, wo sie ihre zweite Platte aufnehmen. Die Band nennt sich Häxxan – was man wohl »Hassan« ausspricht –, tauft die Platte auf den schönen Namen »The Magnificent Planet of Alien Vampiro II«, womit man mein Science-Fiction-Herz erfreut, und macht eine Musik, die abwechslungsreich und auch ganz schön gewöhnungsbedürftig ist.

Keine Ahnung, wie man das dann nennt. Progressive Rock hätte man in den späten 70er-Jahren dazu gesagt. Der Bass ist sehr tief gestimmt, die Gitarre jault teilweise sehr, das Schlagzeug wummert. Manche Stücke brodeln zäh vor sich hin, sind schleppend und für meine Begriffe langatmig; sie können dann wie »Hunter« auch mal neun Minuten lang sein und mit schrecklichem Gitarrengewichse verbunden werden.

Dann aber haut die Band ein Stück wie »Jeff Casanova« dazwischen, das man genausogut in eine poppige Punkrock-Ecke stecken könnte, locker gespielt, melodiös und mi unverkennbarer Spielfreude. Gerade mal acht Stücke sind auf der Platte enthalten, und die sind allesamt abwechslungsreich und überraschen immer wieder.

Meine Empfindungen wechselten beim mehrfachen Anhören stets zwischen »ah, das ist cool« und »weia, ist das schrecklich«. Wer für abwechslungsreiche Musik ist, sollte die Band durchaus mal antesten; für mich ist leider nur ein Drittel der Stücke gut. Aber das ist schlichtweg Geschmackssache, es liegt nicht an einer mangelnden Qualität der Band.

Als die SFT hundert wurde

Im September 1969 konnte die deutschsprachige »Science Fiction Times« ihr großes Jubiläum feiern. In seinem Vorwort freute sich Hans-Joachim Alpers, der die Redaktion leitete, darüber, dass das Heft nach dem »Munich Round Up« das zweite Fanzine war, das die Nummer hundert erreichte. (Dazu muss man sich vergegenwärtigen, dass es die Fan-Szene in Deutschland 1969 gerade einmal seit 15 Jahren gab.)

Die Ausgabe hundert diente unter anderem einer Statusbestimmung der Redaktion. Die meisten Redaktionsmitglieder wurden auf dem Titelbild abgebildet, dazu kamen schriftliche Porträts auf den Innenseiten. Und natürlich durfte auch ein Rückblick auf die Zeitschrift nicht fehlen, die im Januar 1958 als Übersetzung der amerikanischen »Science Fiction Times« gestartet worden war – der erste Herausgeber war damals Rainer Eisfeld.

Das Heft enthielt eine Reihe von ausführlichen Rezensionen. Unter anderem wurde der Kurd-Laßwitz-Klassiker »Auf zwei Planeten« ausführlich vorgestellt, aber auch der deutsche Liedermacher Franz-Josef Degenhardt – damit war man 1969 an der Spitze der Popkultur. Schön war auch ein Artikel über »engagierte Kritik«, in dem es um die Abgrenzung zwischen anspruchsvoller Literatur und Trivialliteratur ging.

Erstaunlich ist, dass das 38 Seiten umfassende Heft damals nicht per Umdruckverfahren hergestellt, sondern im Offsetdruck produziert wurde. Deshalb sind die einzelnen Seiten auch mehr als fünfzig Jahre danach noch richtig gut zu lesen – und diese Lektüre ist durchaus interessant. (Spannend, was aus manchen der damaligen Mitstreiter geworden ist …)

16 September 2020

Die mutigen Demonstranten

In Weißrussland – oder Belarus – gehen die Menschen zu Zigtausenden auf die Straße, um gegen ihren Präsidenten zu demonstrieren. Sie trotzen brutaler Polizei und Sondereinsatzkommandos, bleiben dabei friedlich. Im Iran flackern immer wieder Proteste gegen die Regierung auf, die brutal niedergeschlagen werden – bei den Demonstrationen im Herbst 2019 gab es bis zu 1500 Tote.

Das sind mutige Leute, die da auf die Straße gehen. Ich bin beeindruckt von der Sturheit, mit der sie der Gewalt entgegentreten, von ihrem Mut, von ihrem Kampfgeist, auch davon, dass sie friedlich bleiben. (Ich könnte das nicht, fürchte ich.) Diese Menschen sind die Vorkämpfer für Freiheit und Demokratie, und ich hoffe, dass ihr friedlicher Widerstand am Ende erfolgreich sein wird.

In Deutschland gehen auch Menschen auf die Straße und demonstrieren gegen die Regierung, für Frieden und Demokratie. Ihr Feind sind aber die sogenannten Corona-Maßnahmen, sie ärgern sich darüber, dass sie eine Maske tragen müssen, und faseln davon, dass die Regierung Merkel von finsteren Mächten unterwandert ist oder gar schon längst beherrscht wird.

Das sind keine mutigen Leute. Das ist eine Mixtur aus ängstlichen Menschen und knallharten Nazis, bei der ich nicht weiß, ob ich über sie lachen, sie generell bedauern oder wütend hassen soll. Aber sie belegen aufs Trefflichste, dass Demonstration eben nicht gleich Demonstration ist.

Klassische Geschichten, schlechte Neuauflage

Die Figur des Pater Brown war mir schon seit vielen Jahren ein Begriff; ich hatte aber in all der Zeit nie auch nur eine einzige der klassischen Geschichten gelesen. Das wollte ich nachholen, also griff ich nach einem sehr preiswerten Sammelband, den ich in einer Buchhandlung stehen sah: Die »Pater Brown Geschichten« von Gilbert Keith Chesterton enthalten sieben Erzählungen, die allesamt recht unterhaltsam waren.

Der Ablauf ist meist ähnlich: Es geschieht ein Verbrechen – etwa der Diebstahl eines wertvollen Schmuckstückes –, und der Pater findet den Täter. Dabei wird er immer unterschätzt. Kein Wunder: Er ist unscheinbar, wirkt ein bisschen dümmlich und hat Ermittlungsmethoden, die manchmal skurril sind, die aber letztlich immer zum Ziel führen. Er spricht mit allen möglichen Leuten, er schaut sich die Sachlage genau an, er stolpert auch einmal bewusst durch die Gegend.

Das ist manchmal schlicht erzählt, manchmal mit einem sehr feinen Humor, unterm Strich allerdings eher unspektakulär – heute kennt man andere Krimis und wird mit anderen »Fällen« konfrontiert. Aber es wurde mir klar, warum Chesterton zu seiner Zeit, also anfangs des 20. Jahrhunderts, mit seinen Geschichten so erfolgreich sein konnte. Wer altmodische Krimis mag, was ich nicht negativ meine, wird an dem Pater Brown seine Freude haben.

Allerdings nicht unbedingt bei dem Buch, das ich gelesen habe. Zu einem absoluten Ärgernis wurden mir bei der Lektüre die irrsinnig vielen Fehler: Auf manchen Seiten stolperte ich über ein Dutzend Setzerei- und Kommafehler.

Es kam mir so vor, als hätte man den »alten« Text genommen, einfach nur eingescannt – weil das ja am wenigsten kostet – und dann nicht einmal ein vernünftiges Korrekturprogramm darüberlaufen lassen. In einem Absatz gab es gleich vier Fehler: falsche Kommas, falsche Groß-Kleinschreibung, fehlende Buchstaben.

Das verdarb mir die Lektüre. Klar – das Buch erschien in einem »Billigverlag«, und es kostete nicht viel Geld. Aber trotzdem ärgerte ich mich. Und packte das Buch nach erfolgter Lektüre deshalb auch nicht ins Bücherregal, sondern beförderte es direkt in das Altpapier.

15 September 2020

Ein Fantasy-Klassiker in starker Hardcover-Ausgabe

Wann ich »Die große Macht des kleinen Schninkel« zum letzten Mal gelesen habe, weiß ich nicht mehr. Ich kaufte mir den Comic in der schwarzweiß gedruckten Carlsen-Ausgabe in den späten 80er-Jahren und las ihn im Verlauf der Jahrzehnte einige Male.

Übers Wochenende nahm ich mir endlich die schicke Hardcover-Ausgabe vor, die der Splitter-Verlag vor einigen Jahren veröffentlicht hat – und ich war von der Geschichte erneut fasziniert. Um es klar zu sagen: »Die große Macht des kleinen Schninkel« ist ein Comic-Klassiker, den man kennen sollte.

Dabei handelt es sich um eine »große Geschichte«, die manchmal lustig, meist aber sehr düster und traurig ist, eine Geschichte, die mit religiösen Motiven spielt und mit einem ungewöhnlichen Helden aufwartet. Seit ihrer Erstveröffentlichung hat sie nichts von ihrem Reiz verloren.

In einer Welt, in der praktisch ununterbrochen Krieg herrscht, zählen die kleinen Schninkel zu den Kreaturen, die bei allen Schlachten als Kanonenfutter dienen. Sie bluten und sterben für die drei Unsterblichen, die ihre grauenhaften Feldzüge führen. Doch dann beschließt der Schöpfer aller Welten, einen Schninkel zu erwählen: Der kleine Mann bekommt eine große Macht, mit ihr soll er den Frieden in eine Welt bringen, die seit Ewigkeiten nur den Krieg kennt.

Jean van Hamme erzählt eine bittere Geschichte voller Tragik, die zwischendurch sogar witzig und sarkastisch sein kann, die religiöse Züge aufweist und die man nicht so schnell vergisst. Die außergewöhnlichen Bilder von Grzegorz Rosinski – die beiden zeichnen auch für die »Thorgal«-Serie verantwortlich – sind eher realistisch; auch die phantastischen Wesen wirken stets glaubhaft.

Ich finde es stark, dass der Splitter-Verlag die Neuveröffentlichung dieses Fantasy-Klassikers so schön umgesetzt hat!

Erschienen ist »Die große Macht des kleinen Schninkel« als Hardcover-Band mit einem Umfang von 192 Seiten. Wer sich für Fantasy und Comics interessiert, sollte diesen Comic nicht verschmähen!

Auf zur Darmstädter Hütte

An einem schönen Tag im August – also während meines grandiosen Sommerurlaubs – beschlossen wir, einen Tag im Schwarzwald zu verbringen. »Wir fahren dahin, wo ich als Kind mit meinen Eltern war«, versprach ich frohgemut. »Da ist es still und angenehm, da kann man frische Luft atmen, das wird uns gut tun.«

Wir fuhren über Baden-Baden auf die Schwarzwaldhochstraße und rollten mit dem Auto in Richtung Mummelsee. Dort wollte ich ohnehin nicht anhalten, aber es wäre sowieso keine gute Idee gewesen. Die Parkplätze waren überfüllt, Unmengen von Menschen waren entlang der Straße, am Hotel und bei den gastronomischen Einrichtungen unterwegs. »Als gäb’s kein Corona« entfuhr es mir.

Das Auto stellten wir am Seibelseckle ab, wo ich mit meinen Eltern oft angehalten hatte. Von dort aus hatten wir Spaziergänge unternommen, das wollten wir nun auch. Nach kurzer Überlegung wandten wir uns in Richtung der Darmstädter Hütte, die Strecke war einige Kilometer lang und auch von Städter wie uns gut zu bewältigen.

Die Strecke erwies sich als ein schön ausgebauter Waldweg, auf dem uns auch immer wieder Radfahrer oder Fußgänger entgegenkamen. Recht lang führte die Strecke praktisch entlang der Bundesstraße B 500. Wir stiegen zwar immer höher, aber zu unserer Rechten war immer die Straße. Das hörte man auch.

Autos fuhren vorbei, eins nach dem anderen. Weil Wochenende war, rollten keine Lastwagen über die Straße. Dafür aber Motorräder, mal einzeln, mal zu zweit, mal in ganzen Gruppen. Die Motoren heulten, wenn die Fahrer in die Kurven gingen, immer wieder wurde bewusst aufgedreht. Ein Heulen und Brausen drang von der Straße zu uns hoch.

Ich genoss die kleine Wanderung trotzdem. Tiere sahen wir keine – die hatten sich bei dem dauernden Lärm sicher verzogen –, aber es gab auch so genügend Pflanzen zu entdecken. Die Luft war gut, die Sonne brannte vom Himmel, ein leichter Wind blies aus der Rheinebene zu uns hoch. Links von uns stachen Reste von zerborstenen Bäumen in die Luft; das sah aus wie die Kulisse eines Gruselfilms.

Irgendwann hielten wir an und genossen einen wunderbaren Ausblick über die Höhen und Täler. Der Mummelsee lag gewissermaßen schon unter uns; wir sahen den überfüllten Parkplatz und die Menschenmassen. In diesem Moment waren wir froh, allein am Berg zu sein: auf einem breiten Weg. Nur die röhrenden Motorräder erinnerten uns im Minutentakt daran, dass wir nicht wirklich in der Natur waren.

An der Darmstädter Hütte hielten wir an, tranken vom mitgebrachten Wasser und genossen die Pause. Hier trafen sich Wanderer aus verschiedenen Richtungen. Kurz überlegten wir uns, ob wir zum Wildsee weitergehen sollten – das war eines der Ziele gewesen, die mein Vater gern angesteuert hatte. Aber dann entschlossen wir uns zum Heimweg.

Zurück ging es auf einer anderen Strecke und damit am Altsteigerskopf und am Geißkopf vorbei; wir waren auf über tausend Metern und bewegten uns auf einem sehr steinigen Pfad, der manchmal nicht breiter als dreißig oder vierzig Zentimeter war. Rings um uns standen Reste des Lothar-Sturms, der 1999 größere Stellen des Nordschwarzwalds zu Kleinholz verarbeitet hatte.

Der Weg führte manchmal unter querliegenden Bäumen hindurch oder über sie hinweg. Man musste sich ducken oder zeitweise klettern, das war aber sehr gut zu machen – auch für Leute mit Converse-Tretern wie mich. Ohne Wanderschuhe ging es aber trotzdem gut.

Wir hörten auf dieser Höhe keinen Lärm. Rechts von uns erhob sich der Gipfel des jeweiligen Kopfes, dahinter kam irgendwo das Murgtal. Links von uns kam das Rheintal, weit unter uns verlief die Straße, von der wir aber nichts wahrnahmen, weder optisch noch akustisch. Gelegentlich hatten wir grandiose Fernblicke auf die Rheinebene und die Vogesen, hinüber zur Hornisgrinde und dem Mummelsee, hin zu Bergen im Mittleren Schwarzwald. Ich kam mir vor wie der kleine Junge, der damals mit seinem Vater durch diese Gegenden spaziert war, und atmete tief durch.

Als wir langsam wieder den Berg hinunter kamen und die Wege breiter wurden, hörten wir die Motorräder wieder. Am Parkplatz tranken wir Wasser und machten noch einmal eine Rast. Im Minutentakt ließ ein Motorradfahrer seinen Motor auf der Straße aufheulen; es war immer wieder ein infernalischer Lärm.

Und ich sagte etwas, von dem ich nie geglaubt hätte, dass ich es jemals sagen würde: »Ich bin der Meinung, dass der gesamte Naturpark Nordschwarzwald und seine Umgebung für den Motorradverkehr gesperrt werden.«

14 September 2020

Es ist ein tolles Buch geworden!

Heute kamen die Belegexemplare bei mir an: Im Verlag PLAN9 erschien die Science-Fiction-Anthologie »Wie künstlich ist die Intelligenz?«, das von mir herausgegeben wurde. 

 Fairerweise muss man sagen, dass die eigentliche Arbeit zu einem großen Teil von Sandra Thoms geleistet worden ist, die bei PLAN9 als Verlegerin tätig ist. Aber ein wenig war ich doch auch beteiligt, und deshalb bin ich stolz auf das Buch.

Es ist ein sehr schöner Hardcover-Band geworden, der 214 Seiten umfasst und mit einer Reihe von bekannten Autorinnen und Autoren aufwarten kann. Natürlich gilt hier das, was bei jeder anderen Anthologie auch gilt: Nicht jedem Leser und jeder Leserin kann jeder Text gefallen. Aber es gibt lesenswerte Geschichten zu entdecken, und ich mag jeden Text, den wir in diesem Buch versammelt haben.

Jetzt hoffe ich natürlich, dass sich das Buch auch gut verkaufen wird. Angeblich sind Anthologien nichts, das »gut läuft« – aber vielleicht können wir diese Theorie endlich einmal wiederlegen …

Meanbirds rocken sympathisch

Mit der aktuellen Ausgabe des OX-Fanzines kam im August 2020 eine Promo-CD, auf der sich die Band The Meanbirds präsentierte – insgesamt vier Stücke mit sehr klassisch klingendem Punkrock. Bei solchen Promo-CDs bin ich ja immer ein wenig misstrauisch, bei dieser Platte kann ich aber schon recht zufrieden sein.

Bei den Musikern handelt es sich um Leute, die aus Nürnberg und Umgebung stammen und früher bei diversen anderen Bands gespielt haben. Das hört man nicht – eigentlich könnte man meinen, die Band sei aus den USA und vor allem aus der Mitte der 90er-Jahre, als der stark produzierte, moderne Punkrock von Bands wie den US Bombs und The Forgotten gespielt wurde.

Die raue Stimme des Sängers und der Midtempo-Sound gehen gut ins Ohr; das ist kein Sound für schnellen Pogo, sondern eher einer zum Zuhören und Kopfwackeln. In Corona-Zeiten vielleicht nicht einmal das Schlechteste …

Das gefällt mir, wenngleich es mich noch nicht zu »Hurra«-Rufen anregt. Punkrock für Erwachsene halt, nicht für die Rotzlöffel-Fraktion. So richtig vom Hocker reißt es mich dann doch nicht; vielleicht deshalb, weil ich diese Art von Punkrock seit den 90er-Jahren doch sehr viel und sehr oft gehört habe.

13 September 2020

Ein Horror-Hotel in England

Ein kleines Dorf in England, ein Hotel mit seltsamen Angestellten: Bei der Handlung von »Witchcraft« greifen die Autoren ganz schön in die Kiste des altmodischen Gruselheftromans. Kein Wunder: Das Hörspiel mit dem genannten Titel ist Folge 32 der Serie »Dorian Hunter«, und die wiederum basiert auf der bereits klassischen Heftromanserie »Dämonenkiller«.

In »Witchcraft« gibt es all die Dinge, die solche Gruselromane auszeichnen: ein Geheimnis, das offenbar Jahrhunderte in die Vergangenheit zurückreicht; finstere Magie, die man mit Eisen bündeln kann; grausige Morde durch tumbe Menschenfresser; ein verzweifeltes Paar, das um sein Überleben kämpfen muss; ein eiskalter Ermittler, der gegen die Finsternis antritt; allerlei Täuschungen und Verwirrspiele …

Das Hörspiel ist sehr spannend gemacht: Verfolgungsjagden mit spannenden Geräuschen, überraschende Begegnungen in einer angeblichen Garage, schnelle Wechsel der Handlungsebene, pointierte Dialoge, zeitweise ein zynischer und krasser Humor, der mir persönlich manchmal zu zynisch war, der aber sicher bei anderen Hörern sehr gut ankommen wird.

Klar, »Witchcraft« kann man nur verstehen, wenn man die Serie kennt. Wenn man sich »einfach so« auf das Hörspiel einlässt, könnte es streckenweise unverständlich sein. Dass es spannend erzählt wird, dürfte man aber auch als »Neuling« bemerken. Starkes Hörspiel!

Der geheime Roman des Monsieur Pick

Im Jahr 2019 kam ein französischer Spielfilm in die Kinos, den ich damals komplett verpasste. Mittlerweile sah ich ihn auf einem Streaming-Kanal an und möchte ihn vor allem den Leuten empfehlen, die sich privat oder auch beruflich mit Literatur beschäftigen.

Er trägt den schönen Titel »Der geheime Roman des Monsieur Pick«, was im Deutschen offenbar an den Erfolg von Filmen wie »Die wunderbare Welt der Amélie« anknüpfen soll. Im Französischen klingt der Originaltitel mit »Le mystère Henri Pick« vergleichsweise nüchtern.

In einer Bücherei in der Bretagne gibt es eine »Bibliothek der (von den Verlagen) abgelehnten Bücher«. Als eine junge Lektorin, die mit einem jungen Schriftsteller zusammenlebt, der eher erfolglos ist, diese Bibliothek durchstöbert, findet sie ein Manuskript, das sie fasziniert und in der Folge auch veröffentlicht.

Der Roman entwickelt sich zu einem Bestseller, und alle sind begeistert. Doch ein bekannter Literaturkritiker zweifelt öffentlich daran, dass ein bereits verstorbener Pizzabäcker ein solches Meisterwerk veröffentlicht haben soll. Er beginnt nachzuforschen …

Bei dem Film handelt es sich um eine Mischung aus Beziehungsdrama, Detektivspiel und Literaturverfilmung. Die Innensichten in das Verlagswesen sind ein wenig überzogen, aber nicht völlig falsch; die Landschaftsaufnahmen von der Bretagne könnten von einem Touristenbüro sein.

Letztlich aber ist es ein sehr unterhaltsamer Film, der in leichter Weise ein faszinierendes Thema vermittelt. Anspruchsvoll ist er nicht – wer das erwartet, ist an dieser Stelle falsch. Wer aber französische Filme schätzt und sich auch für Literatur interessiert, ist sicher nicht falsch beraten, diesen Streifen auf seine Wunschliste zu setzen …

12 September 2020

Immer den Berg hoch

Aus der Serie »Ein Bild und seine Geschichte«

Gelegentlich werde ich gefragt, warum ich mit dem Rad so gern den Berg hochfahre, zumindest ein wenig. Ich behaupte dann immer, das liege in den Genen. Ich sei nun mal im Schwarzwald großgeworden, und deshalb müsse ich ich immer einen Berg ansteuern, wenn ich einen sehe.

Das ist, so ganz im Vertrauen gesagt, ein wenig übertrieben und stimmt nicht. Der Grund ist ganz einfach: Wenn man einen Berg mit dem Rad hochstrampelt, hat man, wenn man einige Höhenmeter überwunden hat, das Gefühl, etwas geleistet zu haben. 

Zudem sind weniger Menschen unterwegs, man ist recht schnell allein unterwegs (bis man weiter oben auf die Radler stößt, die mit dem Auto hochgefahren sind und dann ganz locker und ohne jeglichen Schweiß ihre 10.000-Euro-Räder sowie ihre tollen Radsportler-Klamotten bewegen ...).

Und man hat immer wieder einen tollen Blick. Wie schon oft gesagt: »Romantik liegt im Auge des Betrachters.« Aber wenn ich von einem Hügel oberhalb von Ettlingen oder Malsch in die Ferne blicke, sehe ich nicht nur hässliche Industriegebiete, sondern auch die weite Rheinebene, die Vogesen im Hintergrund und oft einen sensationellen Himmel. Das belohnt einen dann ...

11 September 2020

Detektive zwischen Phantastik und Historie

Aus der Serie »Gratis Comic Tag 2020«

Eine echte Perle aus dem Splitter-Verlag gab es beim diesjährigen Gratis-Comic-Tag: Mit dem ersten Band von »Pik-As« brachte der Verlag ein 48 Seiten starkes Comic-Album als kostenloses Heft in die Verkaufsstellen, das hoffentlich viele Freunde finden wird. Ich mag die Serie mittlerweile sehr, weil sie in amüsanter Weise verschiedene Elemente des Krimis, der Historie und der Phantastik verbindet.

»Pik-As« spielt im Frankreich des 19. Jahrhunderts, was sich in vielen historischen Details zeigt. Zwei Detektive – ein junger, eher kleiner Mann und eine coole, viel größere Frau – ermitteln in allerlei Fällen: Meist geht es um echte oder angebliche Geister und deren Gefahren. Häufig tricksen die beiden Detektive, ebenso oft werden sie aber in ernsthafte Fälle vermittelt.

Thierry Gloris als Autor entwickelt die originellen Fälle, die gelegentlich an Sherlock Holmes erinnern und sich durch witzige Dialoge auszeichnen. Bei den Bildern des ersten Bandes hält Jacques Lamontagne die Balance zwischen Komik und Ernst; das ist nicht albern, sondern nimmt die Leser ernst, macht damit gleich doppelt Spaß.

Im ersten Band der Reihe werden die Figuren und die Hintergründe dargestellt, auch der erste Fall wird gleich gelöst. Das ist ein wenig gruselig, aber mit viel Freude inszeniert, ein phantastischer Comic, der mir sehr gut gefällt. Wer mag, kann das Ganze in die Kiste der Urban Fantasy stecken – dieses Gratis-Heft ist auf jeden Fall ein Höhepunkt der diesjährigen Aktion im Comic-Fachhandel.

Blick auf den Drachenmond

Ich weiß nicht mehr genau, wann mir der Drachenmond-Verlag zum ersten Mal auffiel: bei einer Buchmesse in Leipzig auf jeden Fall. Der Verlag prunkte mit einem großen Stand, an dem sich auffallend viele Frauen tummelten, viele davon eher jünger. Ich betrachtete die Auslagen und stellte fest, dass ich es hier mit einem Anbieter von romantischer Fantasy zu tun hatte – in meiner Wahrnehmung – und es deshalb für mich kaum interessant sein würde.

Das hat sich grundsätzlich nicht geändert. Mit dem Programm des Drachenmond-Verlages kann ich wenig anfangen. Romantische Fantasy oder gar Science Fiction ist nicht »mein Ding«, ich finde solche Themen zumeist langweilig. Aber da nicht jeder alles mögen muss, dürfte das nicht weiter stören.

Ich finde respektabel, wie sich der Verlag weiter entwickelt hat. Mittlerweile schaltet man – ganz gegen den Trend in einer immer kleinteiligeren SF- und Fantasy-Branche – ganzseitige Anzeigen oder mehr in Fachzeitschriften wie dem »Börsenblatt«. Damit macht der Verlag ganz klar auch neben Buchmessen und Genre-Veranstaltungen auf sich aufmerksam.

Das ist positiv: Der Verlag sorgt so dafür, dass Science Fiction und Fantasy für die Öffentlichkeit als interessante Genres wahrnehmbar sind. Das muss dann nicht unbedingt mir gefallen, rein inhaltlich, aber ein breiteres Angebot im Handel finde ich sowohl als Genre-Liebhaber wie auch als Redakteur einer Science-Fiction-Serie gut.

10 September 2020

Deutschsprachiger Pop mit cooler Haltung

Wenn man in diesen Tagen sein Radio anmacht, weil man vielleicht auf den Verkehrsbericht, aktuelle Nachrichten oder einen sinnvollen »Wortbeitrag« hofft, wird häufig mit deutschsprachiger Popmusik bestraft. Gejammer und Geheule dringt aus den Boxen, schlechte Reime in Verbindung mit Plattitüden, bei denen einem schlecht werden kann – auf einmal finde ich Udo Lindenberg gar nicht mehr uncool.

Umso erstaunlicher, dass es eine Band wie Die Aeronauten gibt, die richtig gute Musik machen, die dazu originelle Texte kombinieren, die im weitesten Sinne Popmusik abliefern und die ich nie im Radio höre kann. Ich habe zuletzt ihre Platte »Heinz« gehört, der ichweißnichtwievielte Tonträger dieser famosen Band aus der Schweiz. Veröffentlicht wurde sie bereits 2015, ich habe mir natürlich die Vinylscheibe gekauft.

Wie die Band es schafft, originelle Melodien zu vermengen, mal einige bizarre Funk-Riffs dazwischen zu hauen oder eine Metal-Gitarre einzusetzen, das ist schon richtig klasse. Die sechs Herren kriegen es hin, so gegensätzliche Dinge zu verbinden, die ich meist nicht mag, dass ich es trotzdem toll finde. Das finde ich ungewöhnlich.

Aber wie kriegen sie das hin? Meiner Ansicht nach aus einem einzigen Grund: Die Stücke sind lässig und cool, ohne dass das übertrieben wirkt. Sie swingen und rocken, sie bringen einen nach einiger Zeit unweigerlich dazu, mit dem Kopf zu wackeln und die Füße zu bewegen. Das ist meilenweit weg von dem Punkrock, den ich meist höre, und dabei so eigenständig und abwechslungsreich, dass ich meinen könnte, man hätte mehrere Bands auf einer Platte vereinigt.

(Seien wir ehrlich: Der Sänger hat eine so charakteristische Stimme, dass ein solcher Gedanke nicht zu lange im Hirn bleibt. Und für alternde Punks gibt's mit »Otto's kleine Hardcore-Band« einen großartigen Titel über Nietenjacken, Nagelhalsbänder, brennende Himmel und ein zu fickendes System.)

Auf die Bestsellerliste abonniert?

Mir haben 2010 bereits die Auszüge gereicht. Ich musste »Deutschland schafft sich ab« von Thilo Sarrazin nicht komplett lesen, um mir ein Urteil zu bilden. Über meine Haltung kann man sicher diskutieren – aber ich muss wirklich nicht alles ausprobieren, um herauszufinden, dass es mir gegen den Strich geht.

Sarrazin wurde mit diesem Buch zum Bestsellerautor. Das Werk gilt erstaunlicherweise als »Debattenbuch« und hat sicher dazu beigetragen, dass die AfD und andere Gruppierungen am rechten Rand der Republik so sehr gewachsen sind. Es wurde vor allem salonfähig, sich auch in gehobenen und »bürgerlichen« Kreisen und vor allem öffentlich abschätzig über Migranten zu äußern.

Mit seinen folgenden Büchern wurde Sarrazin ebenfalls hervorragend auf der Bestsellerliste platziert. Sogar sein Wechsel von DVA zur Münchener Verlagsgruppe schadete ihm und seinen Verkäufen nicht. Offensichtlich hat er sich einen Fan-Kreis erschrieben.

Vor einiger Zeit – ich bekam es gar nicht mit – erschien sein neuestes Werk, wieder in einem neuen Verlag. Diesmal hat sich Langen Müller dazu bereit erklärt, Sarrazin zu veröffentlichen. Klar, damit ist schnelles Geld verdient, weil es offensichtlich eine klar fixierte Zielgruppe gibt. »Der Staat an seinen Grenzen« ist seit Ende August da und landet gleich in ersten Woche auf dem ersten Platz der Sachbuch-Bestsellerliste.

Inhaltliche Kommentare erspare ich mir, ich habe das Buch nicht gelesen. Ich habe das auch nicht vor, ganz sicher nicht.  Dem Autor kann meine Ignoranz egal sein: Er dürfte eine ordentliche Pension bekommen und hat genügend Fans, die seine Bücher offensichtlich begeistert kaufen. Tja ...

09 September 2020

Die Klingen der Wächter

Aus der Serie »Gratis Comic Tag 2020«

Mit Comics aus Fernost tue ich mich immer noch schwer, das muss ich vorausschicken. Deshalb sah ich mir »Die Klingen der Wächter« besonders genau an – ich meine damit natürlich das Heft, das ich beim Gratis-Comic-Tag 2020 erhielt. Veröffentlicht wurde es vom Schweizer Verlag Chinabooks.

Erzählt wird von einem geheimnisvollen Mann namens Daoma, der offenbar durch die Gegend streift – wie in einem Western –, sich mit diversen Leuten anlegt und ein seltsames Kind mit sich führt. Er trifft auf Männer, die ihn angreifen, und wird am Ende auch noch mit unheimlichen Erscheinungen konfrontiert.

Dieser Comic stammt von dem Zeichner und Autor Xu Xianzhe, Jahrgang 1984, der erst seit einigen Jahre in der Comic-Branche unterwegs ist, sich aber mittlerweile in Japan und China großer Beliebtheit erfreut. Seine Geschichte – sofern ich sie nach dem Gratis-Heft beurteilen kann – erzählt er schnell und mit wenigen Worten, es gibt viel Action und eine Reihe von echt knalligen Szenen.

Die Zeichnungen sind schwarzweiß, sie wirken vor allem bei der Action oft sehr schroff, gleichzeitig aber voller Energie. Mir gefallen sie nicht sonderlich, ich finde sie oft schlampig – aber das ist wohl Geschmackssache. Der Manhua-Stil des chinesischen Künstlers erinnert mich an action-geladene Mangas für Erwachsene aus Japan; und wer so etwas mag, sollte auch an »Die Klingen der Wächter« seine Freude haben.

Ich fremdle damit weiterhin. Das liegt sicher daran, dass ich mit Abenteuer-Comics der frankobelgischen Tradition aufgewachsen bin und mir Mangas oder Manhuas wohl immer ein wenig fremd bleiben werden …

08 September 2020

Die Campbells

Aus der Serie »Gratis Comic Tag 2020«

Der Comic-Künstler José Munuera ist mir seit einiger Zeit ein Begriff; ich mochte seine »Spirou«-Comics sehr, weil sie den Geist der »guten alten Zeit« aufgriffen und in gelungener Weise modernisierten. Der Mann hat einen eigenwilligen Stil, und den zeigt er auch bei »Die Campbells«. Dabei handelt es sich um eine Piratengeschichte, von der es nun auch einen Band als Gratis-Comic gab.

Der alte Campbell war ein erfahrener Pirat. Weil er aber zwei Töchter hat und somit als alleinerziehender Vater durchs Leben zieht, hat er sich entschlossen, Verantwortung zu übernehmen. Die Mädchen gehen auf die Schule, er will kein Pirat sein. Doch dummerweise gibt es alte Bekannte, die beispielsweise auf seine Schätze scharf sind oder für halb vergessene Taten noch ihre Rache suchen …

In dem Gratis-Comic-Heft sind mehrere Kurzgeschichten enthalten, die aus dieser Grundidee gleich mehrfach schöpfen. Das ist witzig erzählt, bringt immer schöne Pointen mit sich und ist sowohl für Erwachsene wie auch für Kinder sehr unterhaltsam. Der Spruch »für die ganze Familie« stimmt hier echt.

Munuera hat einen Stil, der sich vom klassischen Knollennasen-Funny weit entfernt hat. Seine Zeichnungen sind dynamisch und rasant, sie erinnern gelegentlich an rasante Mangas – und das meine ich hier positiv. »Die Campbells« machen Laune, und dieses Gratis-Comic-Heft ist eine gelungene Gelegenheit, die Kleinfamilie kennenzulernen. Sehr nett!

07 September 2020

Auf zur Eden-Bar!

Aus der Serie »Dorfgeschichten«

Bäumler stellte seinen Wagen in einiger Entfernung von dem Hotel ab. »Es muss ja nicht gleich jeder sehen, mit welcher Karre ich ankomme.« Er benutzte das Auto seines Vaters, einem wohlhabenden Rechtsanwalt in unserer Kleinstadt. Gelegentlich war ihm das peinlich, meist aber war er mit dem Geld sehr zufrieden, das er von seinem »Alten« erhielt.

Ich fand Bäumler manchmal ein wenig großkotzig. Er trug vergleichsweise schicke Klamotten, hatte immer genügend Geld in der Tasche und gehörte zur Jungen Union. Warum er sich mit mir abgab, verstand ich nicht. Aber wir waren eine lockere Clique von Schülern, die gern die Schule schwänzten, zu einem Bier in die nahegelegene Kneipe verschwanden oder auch mal in der Pause sehr verschwörerisch gemeinsam eine Flasche Rotwein leerten. Ein Wirtschaftsgymnasium zog eher Leute wie Bäumler an, seltener Leute wie mich.

Wir stiegen aus. Bäumler und ich und zwei andere Typen, die ebenfalls aus dem Umfeld der Jungen Union kamen. Vielleicht fanden sie mich als »linke Zecke« unterhaltsam, ich wusste es nicht. Die meisten linksstehenden Jugendlichen fand ich für Freitagabends-Unternehmungen in unserer Kleinstadt wiederum zu langweilig. Ich saß immer zwischen allen Stühlen.

»Und jetzt?« Ich sah zu der Fassade des Hotels hinüber, die vor uns aufragte. Das »Kurhotel Eden« kannte ich nur von außen, solche Örtlichkeiten betrat ich normalerweise nicht.

»Wir gehen da rein«, sagte Bäumler locker. »Was denn sonst? Wir wollten doch alle noch etwas trinken, und um diese Zeit hat halt fast alles andere zu.«

Er hatte recht. Die einschlägigen Kneipen in unserer Stadt schlossen gegen Mitternacht oder kurz darauf, danach hatten nur noch die Kurhaus-Bar, die Diskothek »Martinique« und irgendwelche Hotel-Bars offen. Bäumler hatte die Idee gehabt, mal ins »Eden« zu gehen. Dort sei die Bar »eigentlich ganz gut« und man konnte dort allerlei Cocktails trinken.

»Okay«, murmelte ich. In Gedanken zählte ich das spärliche Geld, das ich bei mir trug. Für einen Cocktail und ein Bier reichte es, wenngleich knapp. Danach wurde es eh Zeit, dass ich heimging – am nächsten Morgen musste ich an der Tankstelle arbeiten und sollte deshalb früh aufstehen.

Die Tür zur Bar war an der Seite des Hotels; wir betraten das Gebäude also nicht am Haupteingang. Im Foyer des Hotels sah ich zwei Männer im Anzug, die sich angeregt unterhielten, und fühlte mich mit meinen zerschlissenen Klamotten auf einmal völlig »underdressed«. Aber ich hatte Lust auf einen Cocktail und neue Erfahrungen, also gab es keinen Grund, an der Tür umzudrehen.

Wir waren gerade in dem Flur, der zur Bar führte, als uns ein Paar entgegen kam. Der große Mann trug einen Anzug, aber keine Krawatte, seine Haare waren glatt und sauber gescheitelt. Die Frau an seiner Seite war kleiner, trug ein tief ausgeschnittenes Abendkleid und rotgefärbte Locken; beide waren schon weit über dreißig Jahre alt.

»Das ist ja der Klaus!«, rief sie überrascht aus.

Ich erstarrte. Die rothaarige Frau war meine Tante, die jüngste Schwester meiner Mutter. Ich fand sie dumm, sie hielt mich für einen Besserwisser. Bei Familienfeiern redeten wir nur das Notwendigste miteinander.

»Ähm«, sagte ich. »Ja, der bin ich. Guten Abend.«

»Wenn schon so junge Pisser hier reinkommen, ist die Bar wohl bald nichts mehr für uns«, sagte sie. Gemeinsam mit ihrem Begleiter, der mich verwundert musterte und den ich noch nie gesehen hatte, rauschte sie an mir vorüber. Der Geruch nach Zigaretten und Parfüm zog wie eine Schleppe hinter ihr her.

Ich starrte ihr nach. Was sollte das jetzt?

Bäumler stieß mich an. »Was war das denn für eine Schnecke?«

»Meine Tante.«

Er lachte. »Hat sich aber gut gehalten für ihr Alter.«

Ich ging nicht weiter darauf ein, und danach wurde über meine Tante nicht mehr gesprochen. Und zwischen mir und meiner Tante war das unverhoffte Zusammentreffen in der Hotel-Bar auch nie ein Thema.

Bäumler, ich und die anderen tranken in der »Eden-Bar« unsere Cocktails, wir fielen nicht negativ auf, aber es war schnell klar, dass wir nicht in diese Bar passten. Zu viele Frauen in knappen Kleidern, zu viele Männer zwischen Ende dreißig und Anfang sechzig. Da fühlten sich sogar Jungunionisten fehl am Platz.

Aber so war die »Eden-Bar« in meiner Erinnerung immer mit meiner Tante verknüpft.

Die Kawenzmänner auf CD

Man kann schon sagen, dass wir einen schlechten Start hatten, die Kawenzmänner und ich. Die Band aus dem Pfinztal sah ich irgendwann mal in den späten 90er-Jahren bei einem Konzert in einem Keller in Karlsruhe. Ich fand die Band furchtbar und erzählte es jedem.

Das ist mehr als zwanzig Jahre her. In der Zwischenzeit sah ich die Band bei anderen Gelegenheiten live und war von den skurrilen Auftritten sehr angetan: Punk mit sehr viel Eigenironie, mit Spott und sehr lockerer Attitüde. Fan bin ich keiner, aber ich mag die Band seitdem.

Mit »Dambedei« liegt seit 2019 auch eine CD vor, die ich mittlerweile einige Male angehört habe und die zur Live-Präsenz der Band passt: Rein musikalisch ist das knalliger Deutschpunk, der gelegentlich von Breaks und Hardcore-Geboller unterbrochen wird; man merkt, dass die Musiker in allen möglichen anderen Bands ihre Erfahrungen gesammelt haben. Sonst aber ist das alles gut kompatibel mit dem 1982er-Sound, der zu Bierdosen- und Nietenlederjacken-Pogo einlädt.

Textlich macht die Band häufig Funpunk, voller Eigenironie. Man singt über den eigenen Bauchansatz und die Liebe zum örtlichen Fußballverein. Besungen wird das örtliche Naturfreundehaus, in dem sehr oft dem zügellosen Alkoholgenuss gefrönt wurde, aber ebenso die örtliche »Trauerhilfe Stier« (die Firma gibt es wirklich).

Ganz klar: Das ist ein spezieller Humor, getränkt durch die persönlichen Erfahrungen von Leuten aus dem Pfinztal und aus Karlsruhe. Das ist nicht massenkompatibel und will es nicht sein. Im Prinzip spielen die Kawenzmänner also echt »Punk aus Baden«.

Die macht Spaß, die CD!

04 September 2020

Ein Superhelden-Haiku

Bei einer Aufgabenstellung am Wochenende wollte ich nicht zurückstehen. Ich wollte nicht die Autorinnen und Autoren beim Seminar an der Bundesakademie für kulturelle Bildung völlig allein lassen. Also schrieb ich auch einen Haiku, als es darum ging, Haikus zu veröffentlichen.

Mein offizieller Beitrag war ein Haiku, der sich – wie die Aufgabe nun einmal hieß – mit alternativer Geschichtsschreibung beschäftigte. Weil ich aber so im Schreibfluss war, folgten gleich noch mehrere Haikus.

Einer beschäftigte sich mit Superhelden, und diesen möchte ich der Welt nicht vorenthalten ... Hier ist er: »Superhelden-Kraft. / Weil der Äther zu sehr schwingt. / Seliges Schweben.«

03 September 2020

LWS und die einzige LP

Die Band Leberwohlstand, die sich später nur als LWS abkürzte, sah ich in den späten 80er-Jahren zwei- oder dreimal in irgendwelchen schwäbischen Kleinstädten. Der Pogo war heftig, die Band sorgte für den entsprechenden Sound, und man hatte das Gefühl, Teil einer wütenden und gefährlichen Masse zu sein.

Diese Energie lässt sich auf der Platte kaum wiedergeben. Trotzdem höre ich die »Just Confused ...« von LWS, die im Januar 1988 aufgenommen wurde, immer wieder gern an. Sie ist schnell, sie ist aggressiv, und sie ist – wenn man es genau nimmt – musikalisch eigentlich gar kein richtiger Deutschpunk.

Wenn die Gitarre so richtig loslegt, haut's einen Metal-Riff nach dem anderen raus. Denkt man sich die Texte und die Stimme weg, hört man sich nur einzelne Bestandteile der Stücke an, klingt das ganz eindeutig wie der schrabbelige Metal-Sound, der ab der Mitte der 80er-Jahre gern gehört wurde. Aber das gilt für viele Punk- oder Hardcore-Bands dieser Zeit: Der Metal-Einfluss ist unverkennbar, und wer seine Gitarre beherrschte, rutschte offenbar unweigerlich in diese Richtung.

Aber bei LWS und der »Just Confused ...« ignorierte ich damals komplett, und auch heute fällt es mir leicht, gewisse Stellen auszublenden. Die wütende Energie ist nämlich eindeutig Punk, die rotzige Stimme des Sängers sowieso. Und wenn man sich die Gitarrenläufe, das knatternde Schlagzeug und den rasenden Bass anhört, klingt es manchmal sowieso, als würden Scheiben zerbersten und Steine auf dem Asphalt zerplatzen. 

Keine Ahnung, wie ich die Platte betrachten würde, könnte ich sie in diesem Jahr zum ersten Mal hören. Damals blies sie mich geradezu weg, und diesen Eindruck habe ich im Ohr und im Hirn, wenn ich sie heute wieder höre. Für mich ist sie eine prägende Platte der 80er-Jahre, und für mich ist das Deutschpunk von der Sorte, den ich immer noch mag. Trotz der Metal-Gitarre ...

02 September 2020

Eine Osteria in Herrenberg

Es war einer dieser unglaublich warmen Tage im August. Wir saßen im Außenbereich einer Osteria, also eines italienischen Restaurants, in Herrenberg, nur wenige Meter vom Marktplatz entfernt. Die Luft war warm, es ging ein leichter Wind, und ich ließ mir den Wein und die Speisen schmecken.

Herrenberg kannte ich seit meiner Jugendzeit. Mit meiner Familie war ich einige Male in dieser Stadt. Später besuchte ich Herrenberg oft, um dort Punk-Konzerte zu besuchen. Bands wie SFA aus den Vereinigten Staaten, SNFU aus Kanada und EA 80 aus Deutschland spielten dort auf; das hatte ich alles in bester Erinnerung. Kulinarisch waren die 90er-Jahre für mich kein Höhepunkt, auch nicht in Herrenberg.

Doch jetzt war alles wunderbar: Wir saßen an einem Tisch, es schmeckte alles gut, und im Freien ließen sich die Corona-Regeln gut einhalten. Die Häuser ringsum wirkten alt, Fachwerk war überall zu sehen, die Stadt sah aus wie ein historisches Kunstwerk, aber nicht aufgeblasen, sondern irgendwie natürlich. Menschen spazierten durch die Fußgängerzone, Radfahrer rollten vorüber.

Es war wie im Urlaub. Nein, es war im Urlaub. In diesem Sommer unternahm ich – wegen Corona – zum ersten Mal seit vielen Jahren keine Reise ins Ausland, sondern sah mir einige Örtlichkeiten in der Region an. Und so hatte ich an einem warmen Hochsommerabend ein wunderbares Abendessen im beschaulichen Herrenberg.

Metropolis-Konvoi

Die Welt des Jahres 2135 sieht düster und grau aus. Die Erde ist nach einer Katastrophe von Staub eingehüllt, weltweit sind die Ernten vernichtet, weltweit hungern die Menschen. Am Schlimmsten betroffen ist die Stadt Metropolis, eine künstliche Insel im Atlantik, auf der fünfzig Millionen Menschen wohnen – man besitzt kein eigenes Ackerland und ist deshalb auf die Versorgung durch die Kontinente Amerika, Afrika und Europa angewiesen.

Weil die Bewohner der Kontinente damit genug zu tun haben, sich selbst zu ernähren, bleibt nichts für Metropolis übrig. Den fünfzig Millionen Menschen droht der Hungertod. Mark Brandis und eine Handvoll wagemutiger Raumfahrer schmieden in dieser Situation einen riskanten Plan: Sie wollen zum Merkur fliegen – angeblich lagern dort riesige Mengen an Nahrungskonzentraten, die im Bürgerkriegt angelegt worden sind ...

Seien wir ehrlich: Die Prämisse des Hörspiels »Metropolis-Konvoi« ist nicht gerade glaubhaft. Warum sollte man Nahrungsmittel-Depots auf dem Merkur anlegen, der auch mit schnellen Raumschiffen nicht »einfach mal so« besucht werden kann? Allerdings kümmert sich das Hörspiel nicht sonderlich um Details der Himmelsmechanik – man erfährt nicht, wie genau der Flug zum Merkur erfolgt oder in welchem Verhältnis der Planet zur Erde steht.

Letztlich ist das auch nicht so wichtig. Die Geschichte im siebenundzwanzigsten Hörspiel der »Mark Brandis«Reihe wird erneut spannend erzählt. Das Team von Interplanar-Produktion hat es auch in diesem Fall geschafft, einen der klassischen Jugendbücher von Nikolai von Michalewsky in ein spannendes Hörspiel umzusetzen.

Die Dialoge sind pointiert, die Geräusche überzeugen. Der Rückflug zur Erde wirkt zwar – nachdem man recht lang gebraucht hat, um alle Hintergründe darzulegen – arg schnell und überhastet, viele Themen werden nur angerissen. Ich fühlte mich trotzdem gut unterhalten.

Seien wir erneut ehrlich: »Metrpolis-Konvoi« ist in der »Mark Brandis«-Serie sicher nicht eines der richtig guten Hörspiele. Aber wer die Serie kennt, wird auch diese Folge mögen; allen anderen empfehle ich ohnehin, mit den ersten Hörspielen der Serie anzufangen.

01 September 2020

Thomas R. P. Mielke ist gestorben

Am Montag, 31. August 2020, verstarb der Science-Fiction-Autor Thomas R. P. Mielke. Er wurde 80 Jahre alt. Im Frühjahr diesen Jahres war im Verlag p.machinery noch ein Buch erschienen, in dem er und sein Werk vorgestellt wurden. Umso betroffener macht mich sein plötzlicher Tod.

Ich hatte in den frühen 80er-Jahren sehr gern seine Romane gelesen, nicht nur seine Arbeit für »Die Terranauten« fand ich spannend. Romane wie »Grand Orientale 3301«, »Der Pflanzen Heiland« oder »Das Sakriversum« waren für meine Begriffe spannend erzählt und glänzten durch gute Ideen. Das mochte ich. Auch historische Romane wie sein »Karl der Große, der Roman seines Lebens« waren eine »saftige« Lektüre.

In den späten 80er-Jahren führte ich ein Interview mit Mielke, damals siezten wir uns noch. Später wechselten wir zum »Du«. Wir trafen uns selten, wir schrieben uns selten, aber wir blieben in einem Kontakt. Er kam sogar einmal auf ein Seminar nach Wolfenbüttel.

Ich hätte mir gewünscht, dass er einmal wieder einen großen Science-Fiction-Roman hätte schreiben können. An Ideen mangelte es ihm nicht, eloquent und selbstbewusst war er stets. Sein Tod kam viel zu früh, und meine Gedanken sind jetzt bei seiner Familie.

Die Rückkehr aufs Land – als Heft

Ich bin in einem Dorf aufgewachsen und irgendwann bewusst in eine kleine Großstadt gezogen. Die Helden in dem famosen Comic »Die Rückkehr aufs Land« haben sich andersrum entschieden: Ein junges Paar zieht mit seiner Katze aus der Metropole hinaus aufs französische Land. Weg von lauten Konzerten und interessanten Bars, hin zu verschlossenen Nachbarn und sehr ruhigen Nächten.

Den Comic gibt's im Rahmen des Gratis-Comic-Tages, der in diesem Jahr erst im September stattfindet. Ich fand das Heft großartig – es ist eine starke Werbung für die bisherigen drei Bücher, die der Reprodukt-Verlag im deutschsprachigen Raum veröffentlicht hat. Es handelt sich um eine Abfolge von Kurz-Comics, immer zwei Zeilen lang, die ich teilweise zum Brüllen komisch fand.

Verantwortlich dafür ist ein Kreativgespannt, von dem ich schon einiges gelesen habe. Jean-Yves Ferri ist durch seine neuen »Asterix«-Geschichten bekannt geworden, die ich sehr mag. Bei »Die Rückkehr aufs Land« liefert er kleine Geschichten, die oft überraschen, die mich meist zum Schmunzeln bringen, die einen leichten Fortsetzungscharakter aufweisen, aber jede für sich stehen können.

Manu Larcenet kenne ich von seiner wunderbaren »Valerian«-Hommage her. Seine Zeichnungen sind »niedlich«, anders kann ich es nicht bezeichnen – sie wirken anders als die typischen Funny-Zeichnungen, es gibt also keine Knollennasen und dergleichen. Ein guter Vergleich mag mir nicht einfallen; das ist sehr eigenständig und sehr witzig.

»Die Rückkehr aufs Land« ist ein Beispiel dafür, dass gute Funny-Comics nicht nur für Kinder sein müssen. Bei diesem Comic dürften sich Land- wie Stadtmenschen wieder erkennen … ein tolles Heft!

31 August 2020

Mein Phantastik-Haiku

Warum wir in Wolfenbüttel auf einmal den Gedanken hatten, unbedingt Haikus zu phantastischen Themen schreiben zu wollen, weiß ich gar nicht. Ich schrieb tatsächlich mehrere davon, weil ich die Übung sehr witzig fand.

Damit das nicht komplett untergeht, möchte ich hier und heute meinen Phantastik-Haiku präsentieren: Wie beschreibe ich meine Gedanken an Phantastik in fünf, sieben und fünf Silben?

Ich mag diesen kurzen Text sehr, kein Witz! Und hoffe, dass man mein Gekrakel lesen kann ...