Wenn Scott Snyder sich daran macht, einen Comic zu entwickeln, kann man davon ausgehen, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann. Das gilt auch für »Dudley Datson«: Die einzelnen Episoden erschienen in den USA als einzelne Hefte und wurden hierzulande vom Splitter-Verlag als schicker Hardcover-Band veröffentlicht.
Die Hauptfigur ist ein 15 Jahre alter Junge namens Dudley Datson. Sein großer Traum ist, als Erfinder berühmt zu werden. Der Hintergrund hierfür ist aber, dass er seinem schwerkranken Vater mit all seinen Erfindungen helfen will – es geht ihm also nicht um persönliche Bereicherung oder ähnliche eigensinnige Gedankengänge.
Doch Dudley ist alles andere als cool, sondern eher einer von der Sorte, die bei der falschen Gelegenheit stolpern und alles verschütten. Deshalb ist er auch sehr verwundert, als er auf einmal ein mächtiges Gerät besitzt und mit einem sprechenden Hund zu tun hat. Dudley kapiert, dass er in eine Intrige verwickelt ist, die seit Jahrtausenden andauert und in die Erfinder aus allen Jahrhunderten eingebunden sind …
Die Geschichte ist flott erzählt, hat ziemlich viel Action, die sich selbst nicht ernstnimmt, und bringt eine Reihe von coolen Dialogen. Dudley und der sprechende Hund sind ein Team, das erst langsam zusammenwachsen muss; sein Vater und ein schräger Freund spielen im weiteren Geschehen ebenfalls eine Rolle. Die Gegenspieler haben finstere Pläne – wie man das auch von Superhelden-Comics her kennt –, die man aber nicht sooo ernstnehmen kann.
Genial ist das alles nicht: Scott Snyder weiß, wie man eine Geschichte unterhaltsam erzählt, da gibt es nichts zu meckern. Der Weltenbau ist halt ein bisschen schlicht – aber man langweilt sich auf keiner Seite. Die Grafik von Jamal Igle ordnet sich der Geschichte unter: Die Bilder sind gut, berauschen aber nicht.
So entsteht unterm Strich der Eindruck einer gelungenen Science-Fiction-Geschichte, die man mit Vergnügen lesen kann. Für Begeisterung reicht »Dudley Datson« bei mir dann doch nicht ganz aus.






























