Mit dem Schriftsteller Christian Montillon arbeite ich seit vielen Jahren zusammen; ich schätze ihn als Autor und als Mensch, der seine Meinungen klar und deutlich, aber immer höflich vertritt. Das zeigt sich auch bei dem Buch, dass er in diesem Jahr veröffentlicht hat und das seine persönliche Ansicht präsentiert: »KI? Kein Interesse!« ist das, was der Untertitel auch aussagt: ein »Persönlicher Zwischenruf eines Autors«. Und die Inhaltsangabe liefert Montillon auch gleich auf der Titelseite mit: »Warum ich für meine Romane keine KI nutze«.
Im eigentlichen Text des Buches, das vor allem als E-Book verkauf wird, macht Montillon klar, warum er gegen KI ist und worin sich die Arbeit eines Schriftstellers von dem unterscheidet, was die KI alles ausspuckt. Ein Schriftsteller kämpft und arbeitet, er macht sicher auch Fehler und hat seine schwachen Tage – aber sein Text kommt aus seinem Innern und wird von seiner täglichen Form extrem stark beeinflusst.
Montillon ist ein Autor, der unterhaltsam schreiben kann. Das belegt er eindrucksvoll mit diesem Büchlein: Auf den 110 Seiten – ich habe die gedruckte Ausgabe durchgeschmökert –, die großzügig gesetzt sind, liefert er eine Reihe von Anekdoten, die seine Ansichten untermauern. Man erfährt also ganz nebenbei auch, wie ein Schriftsteller denkt und arbeitet.
Christian Montillons »KI? Kein Interesse!« will einen Standpunkt vermitteln. Das macht der Autor sehr klar und sehr eindeutig. Man muss ihm nicht bei jeder Aussage beipflichten, liest sie aber mit großer Faszination. Empfehlenswert!
(Zu beziehen ist das Buch in gedruckter Form sowie als E-Book bei diversen Plattformen. Mir sind unter anderem Amazon und Thalia bekannt.)
Es passiert einiges um mich herum, und nicht alles gefällt mir. Vieles fasziniert mich, vieles interessiert mich – und das soll Thema dieses Blogs sein.
13 Mai 2026
12 Mai 2026
Eine Geschichte um Fliegen und Lieben
Der Comic-Autor Scott Snyder ist mir allem durch seine Mitarbeit bei amerikanischen Superhelden bekannt; er verantwortete über viele Jahre hinweg die wesentlichen Helden und ihre Serien. Dass er auch ganz andere Stoffe in packende Comics übertragen kann, beweist »Barnstorms«. Der Comic wurde in den USA mit einem Eisner Award ausgezeichnet, einem echt renommierten Preis also, und liegt bei uns als schöner Hardcover-Band im typisch amerikanschen Format vor.
Die Geschichte spielt nach dem Ersten Weltkrieg und in den USA. Bei einem Barnstormer handelt es sich um einen Piloten, der mit seinem Flugzeug zu einem Akrobaten der Lüfte wird. Ein solcher Barnstormer verhilft einer jungen Frau zur Flucht aus einer Ehe, die sie nicht will. In der Folge setzen sich allerlei Leute auf ihre Spur. Die Flüchtigen schlagen sich gemeinsam als Barnstormers durch, während ihre Probleme immer größer werden …
In seiner Story fängt Snyder die Zeit nach dem Krieg ein; seine Figuren sind keine strahlenden Helden, sondern Leute mit Problemen, die sie nicht verarbeitet haben. Die Geschichte erzählt der Autor voller Drama und Emotion: Natürlich gibt es eine Liebesgeschichte, natürlich wird das Drama immer größer – das ist so filmisch erzählt, dass man bei der Lektüre schon den großen Hollywood-Streifen vor sich sieht.
Von Tula Lotay kannte ich bislang noch nichts; die Bilder sind teilweise wild, die Seitengestaltung ist dynamisch. In den Bildern wird der Rausch des Fliegens eingefangen, ebenso gibt es Action und Hetzjagen sowie große Gefühle. Auch hier gilt: Das schreit nach einem großen Hollywood-Film.
»Barnstormers« ist ein Comic, der zu Recht mit einem Preis bedacht wurde. Packend und mitreißend – toll.
Die Geschichte spielt nach dem Ersten Weltkrieg und in den USA. Bei einem Barnstormer handelt es sich um einen Piloten, der mit seinem Flugzeug zu einem Akrobaten der Lüfte wird. Ein solcher Barnstormer verhilft einer jungen Frau zur Flucht aus einer Ehe, die sie nicht will. In der Folge setzen sich allerlei Leute auf ihre Spur. Die Flüchtigen schlagen sich gemeinsam als Barnstormers durch, während ihre Probleme immer größer werden …
In seiner Story fängt Snyder die Zeit nach dem Krieg ein; seine Figuren sind keine strahlenden Helden, sondern Leute mit Problemen, die sie nicht verarbeitet haben. Die Geschichte erzählt der Autor voller Drama und Emotion: Natürlich gibt es eine Liebesgeschichte, natürlich wird das Drama immer größer – das ist so filmisch erzählt, dass man bei der Lektüre schon den großen Hollywood-Streifen vor sich sieht.
Von Tula Lotay kannte ich bislang noch nichts; die Bilder sind teilweise wild, die Seitengestaltung ist dynamisch. In den Bildern wird der Rausch des Fliegens eingefangen, ebenso gibt es Action und Hetzjagen sowie große Gefühle. Auch hier gilt: Das schreit nach einem großen Hollywood-Film.
»Barnstormers« ist ein Comic, der zu Recht mit einem Preis bedacht wurde. Packend und mitreißend – toll.
11 Mai 2026
Neuer Ort für den Traditions-Con
Seit den frühen 80er-Jahren fahre ich nach Köln, um den ColoniaCon zu besuchen. Früher erledigte ich das per Anhalter, später fuhr ich mit der Bahn oder mit dem eigenen Auto. Es ist also eine Tradition für mich und den ColoniaCon, und zwar eine der positiven Art.
Die meiste Zeit fand der Con im Jugendpark am Rheinufer statt: ein Jugendzentrum in fast schon idyllischer Umgebung, das auf zwei Stockwerken genügend Platz für Fans und Freunde der Science Fiction bot. Einmal wurde der Con in die Innenstadt verlagert, das war in den späten 90er-Jahren, und ich erinnere mich vor allem an das schlechte Wetter und das Ambiente einer leerstehenden Fabrikhalle. Aber das ist lange her.
In diesem Jahr war‘s also ein ehemaliger Wehrmachtsbunker in Köln-Mühlheim, der sich als ausgesprochen gelungenes Ambiente erwies. Es gab eine sehr nette Gastronomie, wo man gutes Essen bekam und alle möglichen Getränke zu sich nehmen konnte. Wem das zu teuer war, der konnte zu einer der Buden in der Nachbarschaft oder zum »Penny«-Markt gehen – allein die Gastronomie war also schon eine immense Verbesserung.
Und das Programm? Seien wir ehrlich: Ich bekam nur die zwei Programmpunkte mit, bei denen ich selbst auf der Bühne saß. Die klappten, und sie finden auch ausreichend Interesse im Publikum. Mehr kann ich nicht beurteilen, aber ich hörte während des ganzen Tages kein Gemaule.
Anscheinend waren 200 Leute vor Ort, was ich gern glaubte. Man sah halt nie mehr als fünfzig, sechzig Leute auf einem Haufen, weil sich alles auf drei Stockwerke mit Räumlichkeiten sowie gleich mehrere Außenbereiche verteilte. Aber der neue Ort für die traditionsreiche Veranstaltung kam sehr gut an, nicht nur bei mir!
Die meiste Zeit fand der Con im Jugendpark am Rheinufer statt: ein Jugendzentrum in fast schon idyllischer Umgebung, das auf zwei Stockwerken genügend Platz für Fans und Freunde der Science Fiction bot. Einmal wurde der Con in die Innenstadt verlagert, das war in den späten 90er-Jahren, und ich erinnere mich vor allem an das schlechte Wetter und das Ambiente einer leerstehenden Fabrikhalle. Aber das ist lange her.
In diesem Jahr war‘s also ein ehemaliger Wehrmachtsbunker in Köln-Mühlheim, der sich als ausgesprochen gelungenes Ambiente erwies. Es gab eine sehr nette Gastronomie, wo man gutes Essen bekam und alle möglichen Getränke zu sich nehmen konnte. Wem das zu teuer war, der konnte zu einer der Buden in der Nachbarschaft oder zum »Penny«-Markt gehen – allein die Gastronomie war also schon eine immense Verbesserung.
Und das Programm? Seien wir ehrlich: Ich bekam nur die zwei Programmpunkte mit, bei denen ich selbst auf der Bühne saß. Die klappten, und sie finden auch ausreichend Interesse im Publikum. Mehr kann ich nicht beurteilen, aber ich hörte während des ganzen Tages kein Gemaule.
Anscheinend waren 200 Leute vor Ort, was ich gern glaubte. Man sah halt nie mehr als fünfzig, sechzig Leute auf einem Haufen, weil sich alles auf drei Stockwerke mit Räumlichkeiten sowie gleich mehrere Außenbereiche verteilte. Aber der neue Ort für die traditionsreiche Veranstaltung kam sehr gut an, nicht nur bei mir!
08 Mai 2026
Ein Sonderheft über Reichsbürger
Immer mal wieder bestelle ich bei der Bundeszentrale für politische Bildung gedruckte Publikationen; manchmal sind darunter Ausgaben der Zeitschrift »Aus Politik und Zeitgeschichte«, für die es die wunderbare Abkürzung »APuZ« gibt. Die »APuZ«-Ausgabe 47-48/2025, die bereits im November 2025 veröffentlicht wurde, ist ein 48 Seiten starkes Heft, das sich mit den sogenannten Reichsbürgern beschäftigt.
Die nahm ich selbst bis vor zehn Jahren ebensowenig ernst, wie das die Sicherheitsbehörden taten. Für mich war das ein Haufen von Bekloppten, die den Kaiser wiederhaben wollten. Mittlerweile ist sicher, dass die angeblich Bekloppten auch im Besitz von Waffen sind und teilweise einen Umsturz planten. Diese »APuZ«-Ausgabe fasst die unterschiedlichen Strömungen der Reichsbürger sehr gut zusammen.
Ein Artikel in diesem Heft beschäftigt sich mit dieser Gruppe Reuß, die den Umsturz plante. Weitere Beiträge gehen auf die Geschichte und die Strömungen der Bewegung ein. Auch die Zusammenhänge zur Esoterik werden klar benannt.
Besonders lesenswert fand ich ein Interview mit einem Mann, der zeitweise in der Verwaltung von Magdeburg beschäftigt war und viel mit Reichsbürgern zu tun hatte. Er erlebte aus seiner Perspektive, wie abgedreht und auch gefährlich diese Leute sein können.
Eine lohnenswerte Lektüre!
Die nahm ich selbst bis vor zehn Jahren ebensowenig ernst, wie das die Sicherheitsbehörden taten. Für mich war das ein Haufen von Bekloppten, die den Kaiser wiederhaben wollten. Mittlerweile ist sicher, dass die angeblich Bekloppten auch im Besitz von Waffen sind und teilweise einen Umsturz planten. Diese »APuZ«-Ausgabe fasst die unterschiedlichen Strömungen der Reichsbürger sehr gut zusammen.
Ein Artikel in diesem Heft beschäftigt sich mit dieser Gruppe Reuß, die den Umsturz plante. Weitere Beiträge gehen auf die Geschichte und die Strömungen der Bewegung ein. Auch die Zusammenhänge zur Esoterik werden klar benannt.
Besonders lesenswert fand ich ein Interview mit einem Mann, der zeitweise in der Verwaltung von Magdeburg beschäftigt war und viel mit Reichsbürgern zu tun hatte. Er erlebte aus seiner Perspektive, wie abgedreht und auch gefährlich diese Leute sein können.
Eine lohnenswerte Lektüre!
07 Mai 2026
Eine Rechnung vom Nirwana
Im Februar 2007 verbrachte ich einige Tage auf der Insel Bintan, die zu Indonesien gehört und südlich von Singapur liegt. Ich war in den Nirwana Gardens untergebracht, allerdings nicht im eigentlichen Hotel, sondern in einer Strandhütte. Von dort aus sah ich direkt zum Meer, von dort aus konnte ich in wenigen Sekunden den Strand erreichen und ins Wasser hüpfen.
Ich las viel in diesen Tagen, ich ging viel spazieren. Ich war allein, und ich hatte kein Handy und so gut wie keinen Internet-Zugang. Man musste in ein »Business Center« gehen und sich dort an ein Terminal setzen, was natürlich Geld kostete.
Die Kommunikation mit den Angestellten beschränkte sich auf das Nötigste, man ließ mich weitestgehend in Ruhe. Und andere Touristen gab es so gut wie keine. Ich fand diesen Aufenthalt herrlich.
Schaue ich mir heute die Rechnung an, wird mir noch einmal klar, wie preiswert das alles war. Weder die Übernachtungen noch das Essen oder die Getränke kosteten sonderlich viel.
Allerdings schien ich die Angestellten mit meiner Adresse überfordert zu haben: Als »Mr Norbert, Frick Klaus« war ich in meinem Leben bislang nirgends registriert worden ...
Ich las viel in diesen Tagen, ich ging viel spazieren. Ich war allein, und ich hatte kein Handy und so gut wie keinen Internet-Zugang. Man musste in ein »Business Center« gehen und sich dort an ein Terminal setzen, was natürlich Geld kostete.
Die Kommunikation mit den Angestellten beschränkte sich auf das Nötigste, man ließ mich weitestgehend in Ruhe. Und andere Touristen gab es so gut wie keine. Ich fand diesen Aufenthalt herrlich.
Schaue ich mir heute die Rechnung an, wird mir noch einmal klar, wie preiswert das alles war. Weder die Übernachtungen noch das Essen oder die Getränke kosteten sonderlich viel.
Allerdings schien ich die Angestellten mit meiner Adresse überfordert zu haben: Als »Mr Norbert, Frick Klaus« war ich in meinem Leben bislang nirgends registriert worden ...
06 Mai 2026
Briefe, die ein Mörder schreibt
Im Verlauf der Jahre las ich immer wieder Romane des viel zu früh verstorbenen Schriftstellers Jakob Arjouni (1964 bis 2012); ich mochte sie stets, egal welchem Genre man sie letztlich zuordnen konnte. Zuletzt fand ich das schmale Buch »Cherryman jagt Mr. White«, das man leider nur noch gebraucht kaufen kann, richtig gut.
Der Roman besteht im Prinzip aus Briefen, die ein Jugendlicher an einen psychologischen Gutachter und Arzt schreibt. Der Jugendliche, der offensichtlich einen schreckliche Mord oder mehr begangen hat, erzählt in diesen Briefen dem Arzt von seinem Leben und der Vorgeschichte seiner Taten. Dabei wird immer klarer, dass der Jugendliche nicht nur ein Täter ist, sondern ebenso ein Opfer.
Der Jugendliche lebt in einer fiktiven Kleinstadt in der Nähe von Berlin. Eine Gruppe von herumlungernden Jungmännern schikaniert und misshandelt ihn regelmäßig. Dann aber kommt er in Kontakt zu einem Mann, der ihm eine Lehrstelle in Berlin vermittelt und dafür eine Gegenleistung fordert: Der Junge soll im Auftrag des »Heimatschutzes« – offensichtlich eine rechtsradikale Organisation – mehr über einen jüdischen Kindergarten herausfinden …
Tatsächlich führt der Roman, der 2011 veröffentlicht wurde, in die Zeit der Baseballschlägerjahre, in denen in Brandenburg und anderen Regionen ganze Städte und Landkreise von Nazis terrorisiert wurden. Der Autor behält dabei immer die Perspektive eines Jugendlichen bei, der von einer positiven Zukunft träumt und sich verliebt, gleichzeitig aber zu einer gefährlichen Aufgabe gedrängt wird.
Das Mittel eines Briefromans ist ungewöhnlich, vor allem bei so einer Geschichte. Gleichzeitig passt sie auch: Durch die Briefe des Jugendlichen und seine einfache Sprache entblättert sich die Handlung anders, als wenn sie »normal« erzählt würde. Spannend ist das allemal, aber daran hätte ich bei Arjouni eh nie gezweifelt.
Sicher ist »Cherryman jagt Mr. White« kein Roman, den man kennen muss. Wer ihn aber mal sieht, sollte ihn sich schnappen: So spannend und gut geschrieben kann deutschsprachige Gegenwartsliteratur halt auch sein …
05 Mai 2026
Erotik und Literatur aus dem alten Rom
Zu den literarischen Klassikern, die ich endlich einmal lesen sollte, gehört »Der Goldene Esel«, der daheim im Stapel der ungelesenen Bücher liegt. Verfasst wurde er von einem römischen Schriftsteller namens Apuleius, der in diesem Werk allerlei erotische und sonstwie auffallende Szenen unterbrachte. Mittlerweile gibt es diesen Roman auch in einer Comic-Version, für die Milo Manara zuständig ist, und diese wurde im Splitter-Verlag veröffentlicht.
Man muss klar sagen: Die Geschichte ist schon ziemlich haarsträubend und eigentlich nur vor dem Hintergrund des römischen Reiches so richtig verständlich. Es geht um Sex und Verführung, aber auch um Macht und Geld. Der Mann, der in einen Esel verwandelt und daraufhin ständig gequält wird, ist sicher eine Figur, die einen inhaltlichen Bezug zur römischen Geschichte und Gesellschaft hat und diese quasi spiegelt.
Davon bleibt bei Manaras Comic-Version wenig übrig. Wenig überraschend: Der Autor und Künstler konzentriert sich auf die Erotik, die im Originaltext steckt, und macht streckenweise einen Porno aus der Geschichte. All diese Elemente sind im Original enthalten, keine Frage, werden bei Manara aber deutlicher in den Vordergrund geschoben.
Gut gezeichnet und gestaltet ist das allemal, was auch nicht überrascht. Manara steht als Comic-Künstler außer Frage, und sein Talent, nackte Frauen zu zeichnen, hat er nicht verloren. Die Geschichte wird unterhaltsam präsentiert, und sie ist gut gemacht.
Aber faktisch handelt es sich halt eher um geballte Erotik und weniger um literarisches Nacherzählen – wer das mag, kommt bei dieser Version des »Goldenen Esels« sicher auf seine Kosten.
Man muss klar sagen: Die Geschichte ist schon ziemlich haarsträubend und eigentlich nur vor dem Hintergrund des römischen Reiches so richtig verständlich. Es geht um Sex und Verführung, aber auch um Macht und Geld. Der Mann, der in einen Esel verwandelt und daraufhin ständig gequält wird, ist sicher eine Figur, die einen inhaltlichen Bezug zur römischen Geschichte und Gesellschaft hat und diese quasi spiegelt.
Davon bleibt bei Manaras Comic-Version wenig übrig. Wenig überraschend: Der Autor und Künstler konzentriert sich auf die Erotik, die im Originaltext steckt, und macht streckenweise einen Porno aus der Geschichte. All diese Elemente sind im Original enthalten, keine Frage, werden bei Manara aber deutlicher in den Vordergrund geschoben.
Gut gezeichnet und gestaltet ist das allemal, was auch nicht überrascht. Manara steht als Comic-Künstler außer Frage, und sein Talent, nackte Frauen zu zeichnen, hat er nicht verloren. Die Geschichte wird unterhaltsam präsentiert, und sie ist gut gemacht.
Aber faktisch handelt es sich halt eher um geballte Erotik und weniger um literarisches Nacherzählen – wer das mag, kommt bei dieser Version des »Goldenen Esels« sicher auf seine Kosten.
04 Mai 2026
Mit der Sozialwissenschaft und der Science Fiction
Am 4. April 1941 wurde Rainer Eisfeld geboren, in einer Zeit, die wir »Nachgeborenen« uns heute nicht mehr vorstellen können. Sein Leben führte ihn zuerst zur Science Fiction, die ihn nie wieder loslassen sollte, und dann zur Politikwissenschaft, die sein Beruf wurde; er war in diesem Fall als Professor tätig.
Zu seinem 85. Geburtstag erschien ein Buch, das die beiden Seiten seines Lebens präsentiert. Es trägt den Titel »Sozialwissenschaft und Science Fiction« und den netten Untertitel »Dokumente eines ›Doppellebens‹«. Auf den über 300 Seiten des Buches, das ich noch nicht gelesen habe, finde sich haufenweise Artikel und Fotos zu Rainer Eisfeld, seinem Leben und Schaffen.
Ich bin stolz darauf, ebenfalls in diesem Buch vertreten zu sein: mit einem Interview, das ich mit Rainer Eisfeld zu Clark Darlton geführt habe – wobei man fairerweise anmerken muss, dass sein Anteil bei etwa 98 Prozent lag –, und einem Beitrag, den ich über ihn geschrieben habe. Die »Umgebung«, die meine Beiträge erhalten, finde ich höchst interessant und auch beeindruckend.
85 Jahre ist ein stolzes Alter. Ich hoffe, dass sich Rainer Eisfeld auch weiterhin meinungsstark zu Wort melden wird – zu politischen Themen ebenso wie zur Science Fiction.
Zu seinem 85. Geburtstag erschien ein Buch, das die beiden Seiten seines Lebens präsentiert. Es trägt den Titel »Sozialwissenschaft und Science Fiction« und den netten Untertitel »Dokumente eines ›Doppellebens‹«. Auf den über 300 Seiten des Buches, das ich noch nicht gelesen habe, finde sich haufenweise Artikel und Fotos zu Rainer Eisfeld, seinem Leben und Schaffen.
Ich bin stolz darauf, ebenfalls in diesem Buch vertreten zu sein: mit einem Interview, das ich mit Rainer Eisfeld zu Clark Darlton geführt habe – wobei man fairerweise anmerken muss, dass sein Anteil bei etwa 98 Prozent lag –, und einem Beitrag, den ich über ihn geschrieben habe. Die »Umgebung«, die meine Beiträge erhalten, finde ich höchst interessant und auch beeindruckend.
85 Jahre ist ein stolzes Alter. Ich hoffe, dass sich Rainer Eisfeld auch weiterhin meinungsstark zu Wort melden wird – zu politischen Themen ebenso wie zur Science Fiction.
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