12 Oktober 2026

Den Weltenbau im Blick

Während des BuchmesseCons in Dreieich, den ich am Samstag, 10. Oktober 2026, im Bürgerhaus der Stadt besuchte, fühlte ich mich zeitweise ein wenig unter Druck: so viele Leute, mit denen ich sprechen wollte, so viele Leute, die mit mir sprechen wollten … es ging natürlich nicht alles. Aber ich nutzte die Chancen, die sich mir boten, und unterhielt mich mit einigen Selfpublisherinnen an ihren Ständen, also mit eher jüngeren Autorinnen, die vor allem Fantasy schrieben.

Ich frage beispielsweise: »Worum geht es denn in deinem Buch?« Und mehrmals begann die Antwort in etwa so: »Meine Welt ist …« Oder auch: »Bei meiner Welt kann man …« Es kam mir vor, als wollten mir die Autorinnen zuerst den komplexen Weltenbau vorstellen, bevor es zur eigentlichen Geschichte ging.

Das finde ich ja gar nicht so interessant. Ich will eher wissen, was die Leute erleben, von denen die Geschichte handelt. Was macht Figur X, wie verhält sich Figur Y, welche Dramen durchlebt Figur Z? 

Ich bin sicher, dass die Autorinnen, mit denen ich redete, das auch auf dem Schirm hatten. Sie äußerten es im Gespräch aber nicht an erster Stelle – und das wirft möglicherweise einen Blick auf ihre Prioritäten. (Ohne das jetzt bewerten zu wollen.)

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