In den klassischen Geschichten um Sherlock Holmes, den englischen Meisterdetektiv, griff Arthur Conan Doyle auf ungewöhnliche Schauplätze zurück, um seinen Helden ermitteln zu lassen. Autorinnen und Autoren, die heute neue Geschichten zu dieser klassischen Figur entwerfen, nehmen ebenfalls gern originelle Schauplätze – und so wird in dem Hörspiel »Die drei Spiegel« ein Theater zum Schauplatz eines Falls.
Dort zerspringen drei große Spiegel, die man nach exakten Angaben auf der Bühne platziert hat, aber es gibt keine Toten und keine Verletzten. Während die Theaterleitung neue Spiegel in Auftrag gibt, interessiert sich Holmes für diesen Vorgang. Er befürchtet, dass ein Mordanschlag droht, der mit den Spiegeln in Verbindung steht. Seine Ermittlungen gestalten sich als kompliziert: Wie können solche Gerätschaften eigentlich zu einer Mordwaffe werden, und wer ist das potenzielle Opfer?
Das Hörspiel »Die drei Spiegel« wurde von Antares Bottlinger geschrieben und von Dennis Ehrhardt in Szene gesetzt. Ich finde die Umsetzung richtig spannend, auch deshalb, weil ich nicht weiß, was geschehen wird und wie die Geschichte wirklich ausgeht. Als Zuhörer bin dann von den Enthüllungen wirklich überrascht; beim Umsetzen einer originalen »Sherlock Holmes«-Geschichte passiert das eher selten.
Wie es sich für eine Produktion von Zaubermond Audio gehört, sind die Sprecher richtig gut; die Dialoge sind glaubhaft, die Geräusche ergänzen die Szenen. Die Aufnahmen sind ein wenig sparsamer als bei »Dorian Hunter«, die Umsetzung des neuen »Sherlock Holmes«-Stoffes ist dennoch mitreißendgeworden.
Die Reihe »Sherlock Holmes Baker Street« kann ich nur empfehlen- Ich freue mich auf die kommenden Hörspiele!

1 Kommentar:
Informationen zu »Die drei Spiegel« gibt es auf der Internet-Seite der Produzenten; dort gibt es auch Hörproben.
Hier:
https://www.holmesbakerstreet.de/shbs-folgen/folge-03
Kommentar veröffentlichen