
Dabei lohnte sich Charlotte Brandi durchaus. Die junge Frau stand allein mit einem elektrischen Klavier auf der Bühne, spielte sensibel und zerbrechlich klingende Lieder und sang in ausdrucksstarker Stimme dazu. Ich fand die Musik gut, werde mir das auch noch einmal in aller Ruhe anhören, fand dann aber das flotte Stück, mit dem sie aufhörte, besser als die ruhigen Lieder.
Als dann Nouvelle Vague auf die Bühne kamen, war die Halle rappelvoll; keine Ahnung, wie viele Leute es waren. Die Musiker fingen an, die Sängerinnen kamen später hinzu, dann wurde der Sound echt intensiver. Die Musik blieb zurückhaltend, also eher Gitarre und Klavier, keine Elektronik. Dafür richtete sich die komplette Aufmerksamkeit auf die Sängerinnen, die beide tolle Stimmen hatten.
Damit interpretierten sie klassische Stücke aus der Punk- und Wave-Zeit in ihrer speziellen Art neu; ob das nun »echter« Bossanova ist oder nicht, bleibt mir da eher egal. Sie kriegten es auf jeden Fall hin, Stücke von den Buzzcocks und den Dead Kennedys so zu spielen, dass sie die Klassiker nicht verhunzen, sondern neu interpretieren. Dazu kamen amüsante Ansagen in englischer Sprache, unterbrochen von gelegentlichen Wörtern in Deutsch.
Für das deutschsprachige Publikum wurde in der Zugabe übrigens noch der »Eisbär« von Grauzone gespielt, was ich sehr gelungen fand. Insgesamt war's eine großartige Veranstaltung mit einer richtig guten Stimmung.
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