08 April 2014

Verlagsmethoden

Manchmal wundert man sich schon, dass sich anscheinend alles wiederholt. In der heutigen Ausgabe von »Spiegel Online« geht's um unseriöse Verlage; als Beispiel dient eine Frau, die offensichtlich betrogen worden ist. Dabei bleibt der Artikel recht seriös und klar, was man weder von »Spiegel Online« noch vom »Spiegel« selbst behaupten kann.

Ich erinnere mich an die 80er-Jahre, als das Thema immer wieder diskutiert wurde. In dem von einigen Freunden und mir publizierten Fanzine »Sagittarius« ging es schon früh um die Machenschaften der sogenannten Druckkostenzuschussverlage. Das ist jetzt dreißig Jahre her – es hat sich weder etwas an den Verlagen noch an den Kunden geändert. Schon seltsam ...

Knallige Sounds aus der Schweiz

In meiner Radiosendung am Sonntag, 6. April 2014, hatte ich nach langer Zeit mal wieder die Schweiz im Fokus. Auch wenn man es außerhalb des Landes kaum wahrnehmen möchte, hat die Alpenrepublik eine quirlige Musikszene, in der Punkrock und artverwandte Klänge schon seit den späten 70er-Jahren einen ordentlichen Stellenwert haben.

Ich spielte vor allem Platten, die in den Nuller-Jahren aufgenommen worden waren. Mit Überyou und Fondükotze hatte ich allerdings zwei Bands dabei, deren Tonträger ganz neu waren und die ich erst vor wenigen Monaten live gesehen hatte – das macht dann Spaß, so etwas zu spielen.

Ansonsten bollerte der melodische und zugleich kommerziell klingende Punk der Nuller-Jahre aus den Boxen. In jener Zeit waren Superspy mit ihrer Mixtur aus Punk und Ska und Glamrock oder A.F. mit ihrem Melodie-Sound oder auch Poison Ivy mit ihrer Punk- und Rock-Mischung recht erfolgreich. Ich stellte fest, dass ich die Bands echt mochte, trotz aller kommerzieller Attitüde; angehört hatte ich mir die Platten seit Jahren nicht mehr.

Ein wenig in die »Indie«-Richtung gingen zudem Keadaar, eine recht neue Band, und die guten alte Lombego Surfers, die es seit den 80er-Jahren gibt und die unverdrossen ihr Ding durchziehen. Ach ja, und es gab sogar Deutschpunk: Notausgang klingen, als seien sie aus den 80er-Jahren und Norddeutschland herübergeholt worden, spielten in Wirklichkeit aber in der Schweiz und in den 90er-Jahren.

Eine bunte Mischung also, die zumindest mir Spaß machte. Fragt sich nur, wie lange noch. Vielleicht mache ich bei meiner Radiosendung auch bald den Lanz ...

07 April 2014

Der FO mit 298

In seiner letzten Ausgabe, die er für das Fanzine »Fandom Observer« gestaltet hat, lässt es Florian Breitsameter als verantwortlicher Redakteur noch einmal krachen – er holt »alte« Mitarbeiter aus der Versenkung. Da darf Kurt S. Denkena als alter Fanzine-Rezensent ein letztes Mal über Fanzines schreiben und die PERRY RHODAN-Serie angreifen; Günther Freunek informiert über das Auto der Zukunft.

Der wichtigste Beitrag allerdings ist von Dirk van den Boom und trägt den schönen Titel »Mit Science Fiction reich und berühmt werden«. Der Autor erläutert, wie viel Fleiß man zum Erfolg benötigt, und erteilt der Kurzgeschichte eine kommerziell begründete Absage. »Zur Ökonomie eines Kleinverlagschriftstellers« ist sein Beitrag nicht ohne Ironie untertitelt – unterm Strich ein wichtiger und lesenswerter Artikel, der sich mit einem Thema beschäftigt, das viele Fans der phantastischen Literatur beschäftigen dürfte.

Wie immer bedauere ich es sehr, dass diese Ausgabe 298 eine der letzten überhaupt sein wird, die vom »Fandom Observer« erscheinen werden. Nach Nummer 300 ist Schluss – was ich verstehen kann, stimmt mich dennoch traurig. Deshalb empfehle ich: Ladet euch das Ding kostenfrei von der entsprechenden Internet-Seite herunter und feiert es noch ein wenig ab.

Wetten dass es langweilt

Es gibt allen Ernstes Leute, die erschüttert sind, weil jetzt die Schlussrunde für »Wetten, dass ...?« angekündigt wurde. Man spricht vom »Unterhaltungsdampfer«, beschwört noch einmal das »gemeinsame Lagerfeuer«, jammert über die früheren Erfolge oder beklagt, dass eine Sendung eingestellt wird, die noch über zwanzig Prozent Marktanteil erreicht.

Ich habe in meinem ganzen Leben nur ein einziges Mal versucht, eine »Wetten, dass ...«-Sendung anzuschauen. Das ist so lange her, dass noch Thomas Gottschalk als Moderator wirkte: irgendwann in den späten 90er- oder frühen Nuller-Jahren, als die Sendung von Karlsruhe aus produziert und ausgestrahlt wurde. Ich fand es doof und langweilig, nach einer halben Stunde oder knapp drüber gab ich auf.

Selbstverständlich fanden viele Leute die Sendung gut, zuletzt wurde sie immer noch von Millionen angeguckt. Aber offensichtlich sinkt das Interesse stückweise ins Bodenlose – also ist es okay, den Laden dichtzumachen. Alles stirbt irgendwann mal: wir Menschen sowieso, Atome zerbröseln irgendwann, also auch Fernsehsendungen.

Das »Gedöns« drumherum ist eher irritierend. Anscheinend ist diese Fernsehsendung über Jahre hinweg so wichtig geworden, dass man sich an ihr reibt, dass man über ihren Niedergang jahrelang schreiben und debattieren kann. Dabei bot »Wetten, dass ...« doch stets spießbürgerliche Unterhaltung, wenn ich's richtig kapiert habe, ein wenig gemütlich, ein wenig langweilig, selten aufregend und doch so gehalten, dass es Millionen mochten. Da gibt's echt schlimmeres ...

06 April 2014

Kotzreiz und Jungpunks

Punkrock wird seit etwa 1979 immer wieder aufs Neue für tot erklärt. Wenn man bedenkt, wie lange das her ist, hält sich die stinkende Leiche seit damals erstaunlich gut. Und dass all das Gerede vom toten Punk sowieso nur Geschwätz ist, davon konnte ich mich Freitag abend, 4. April 2014, in der »Alten Hackerei« überzeugen.

Als ich dort eintraf, fühlte ich mich wie in der Vergangenheit. Vor der Tür saßen Dutzende von Punks, viele davon sehr jung, die mitgebrachtes Bier leerten und Musik hörte, die aus irgendwelchen Rekordern dröhnte. Im Konzertraum selbst sah ich ebenfalls viele Punks, Nietenlederjacken und Irokesenfrisuren inklusive – wie in den frühen 80er-Jahren also.

Da ich spät gekommen war und viel Zeit mit Labern vor der Tür verbracht hatte, kam ich erst zur eigentlichen Hauptgruppe in die Punkrock-Kneipe hinein. Auf der Bühne standen Kotzreiz aus Berlin, drei junge Männer, die es ordentlich krachen ließen.

Geboten wurde Deutschpunk mit lustigen bis schlichten Texten: Arbeit ist doof, Saufen ist klasse, Pogo ist noch besser – so in etwa ließ sich die Botschaft der Band zusammenfassen. Und mit einem Stück wie »Arbeit bleibt Scheiße, Punk bleibt Punk« trifft man auf jeden Fall den Nagel auf dem Kopf.

Das Publikum ging enthusiastisch mit: Es wurde eifrig gepogt, die Punks sangen die Stücke sehr textsicher mit – okay, das war angesichts manch sehr griffiger Texte nicht sooo schwierig. Bier spritzte, gelegentlich ging etwas zu Bruch, aber der Pogo blieb sehr friedlich und bei aller Knalligkeit sehr fair.

Insgesamt herrschte eine großartige Stimmung, die sich ruckzuck auf mich übertrug. Ich bekam ein fröhliches Grinsen nicht aus dem Gesicht und amüsierte mich bis lange nach Mitternacht königlich. Bei solchen Bands und bei einem solchen Publikum mache ich mir über die Zukunft von Punkrock erst mal keine Sorgen.

05 April 2014

Kurt zum zwanzigsten

Heute vor zwanzig Jahren starb Kurt Cobain, der Sänger der Grunge-Rock-Band Nirvana. Es gibt Leute, die sind darüber fürchterlich betroffen, und in der Tat ist es stets traurig, wenn sich jemand in so jungen Jahren selbst tötet. Mich trifft es nicht sonderlich, aber ... im Nachhinein muss selbst ich anerkennen, dass Nirvana eine gute Band war.

Anfangs erkannte ich das nicht. Als man mir zum ersten Mal Musik dieser Band vorspielte – im Musik-Café im Jugendzentrum »Murgtäler Hof« in Freudenstadt, wie es sich gehört, von einer Kassette –, fand ich das nicht ansprechend. Für mich war das eher Hardrock, und das fand ich langweilig.

Grunge war anfangs vor allem von Musik-Fanzines propagiert worden, die ich auch las. Im »Trust«, damals noch aus Augsburg, heute aus Bremen, wurden oft Grunge-Bands abgefeiert; im Prinzip las sich das so, als hätten sich Hardcore-Leute die Haare wachsen lassen und sich Gitarrensoli angewöhnt. Für mich war das nichts. Als der musikalische Durchbruch kam, nervte es mich eher.

Und so hatte ich stets mit Nirvana meine Probleme. Ich kaufte einige Singles der Band, die ich seitdem wohl kaum noch angehört habe – das sollte ich ändern –, aber die großen und wichtigen Platten besitze ich nicht. Dabei schrieb Cobain mit »Smells Like Teen Spirit« ein Stück, das für viele Leute vor zwanzig Jahren wohl ähnlich wichtig war wie für mich irgendwann mal »No Future« von den Sex Pistols.

Das ist jetzt alles zwanzig Jahre her, und Nirvana sind Geschichte. Kurt Cobain ist zu früh gestorben, und es wäre spannend, sich vorzustellen, wie es mit ihm und der Band weitergegangen wäre. Ich kann diejenigen verstehen, die heute um einen charismatischen und für seine Zeit sehr wichtigen Musiker trauern.

04 April 2014

Weinkontor an neuem Ort

In den vergangenen Jahren war das »Weinkontor« immer wieder eine hervorragende Adresse für uns: Man fuhr auf die andere Rheinseite, steuerte die kleine Landgemeinde Mörzheim an, die zu der Kreisstadt Landau gehört, um dort in einem alten Gewölbekeller sehr lecker zu essen und zu trinken. Für den Autofahrer – meist war ich das – nicht unbedingt immer optimal war die schöne Wein-Auswahl; auch angesichts der kurvenreichen Straßen heißt es da ja, nüchtern zu bleiben.

Jetzt aber ist das Restaurant umgezogen: raus aus dem Dorf, rein in die Stadt. Im Süden von Landau wird derzeit ein riesiges Kasernenareal umgebaut. Ehemalige Panzerhallen, ehemalige Güterbahnhofsgebäude und riesige Offiziershäuser werden in Wohnungen und dergleichen ungestaltet, dazu wird ein Teil des Geländes für eine Landesgartenschau genutzt. In diesem Areal hat sich jetzt das »Weinkontor« angesiedelt, und wir waren kürzlich da.

Das Gebäude, in dem das Restaurant untergebracht ist, nennt »Null 41« und ist derzeit noch eine Baustelle; wenn das alles mal fertig ist, wird es super aussehen. Das Restaurant selbst wurde stark ins Moderne aufgehübscht: kein Keller mehr, sondern alles licht und hell und modern. Von der Glasfront zur schicken Bar, vom Holzboden zu den Lampen – das passt alles gut zusammen.

Glücklicherweise hat die Qualität des Essens nicht gelitten. Nicht immer sind Modernisierungen erfolgreich, hier aber scheint man es wirklich hingekriegt zu haben, die guten Dinge zu erhalten und die neuen Dinge erfolgreich zu integrieren. Unsere Essen schmeckten gut, und wir waren uns sicher, bald wieder nach Landau zu fahren.

Dann übrigens vielleicht mal mit der Bahn – dem Autofahrer zuliebe. Der Bahnhof ist keinen Kilometer entfernt ...

03 April 2014

Sexistische Werbung?

Ich weiß: Sexistische Werbung ist uncool, und welchen Charakter jetzt Sexismus annimmt, ist diskussionswürdig. Aber die aktuelle Werbung der Unterwäschemarke Hoodies, den die Agentur Awesome aus Tel Aviv für den israelischen Fernsehmarkt gedreht hat, ist echt cool.

Die blonde Dame in dem Strip ist Bar Refaeli, eine gebürtige Israelin, der Schnauzbartträger trägt den hübschen Namen Red Orbach und hat selbst eine eigene Fernsehshow. Und zumindest ist diese Werbung, die in Israel übrigen erst nach 22 Uhr gezeigt werden darf, auch noch höchst amüsant und ironisch. Na also.

Mystery Press im März

Ob man bei der »MysteryPress« noch von einem Fanzine sprechen kann, bezweifle ich ja – aber ich finde das »exklusive Magazin für Zaubermond-Fans« echt gut und lese es meist komplett durch. Dabei bin ich nicht gerade ein Fan von Serien wie »Tony Ballard« – aber diese olle Gruselserie wird jetzt auch in der Hardcover-Form  eingestellt (und dann bedauere ich es doch).

Die aktuelle »MysteryPress«-Ausgabe vom März 2014 ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Ausgabe.Auf zwölf Seiten im A4-Format, schön illustriert und farbig gedruckt, gibt's allerlei News, aber vor allem lesenswerte Berichte. So finde ich die Hintergründe zu den Sprecheraufnahmen der von mir geliebten »Dorian Hunter«-Hörspiele höchst interessant, dazu kommen Interviews mit dem Fantasy-Autor Kai Meyer und den Machern des aktuellen Edgar-Wallace-Theaterhörspiels.

Ich liebe es, das Magazin in gedruckter Form zu lesen, finde aber sehr gut, dass man es auch kostenlos herunterladen kann. Die PDF-Version gibt's auf der Internet-Seite des Zaubermond-Verlages ... und den Besuch empfehle ich denjenigen, die phantastische Literatur und Hörspiele mögen.

02 April 2014

Zwischen Größenwahn und Selbstmordsucht

DBC Pierre gilt seit einigen Jahren als neuer und interessanter Autor der englischsprachigen Literaturszene – das machte mich neugierig. Zuletzt las ich seinen Roman »Das Buch Gabriel«, nach dessen Lektüre ich mir vornahm, mir auch die anderen Bücher des Schriftstellers zu besorgen. Der Mann kann verdammt gut schreiben, er hat eine ziemlich kranke Phantasie, und sein Roman frisst sich einem wirklich ins Hirn.

Held des Romans ist ein gewisser Gabriel Brockwell – deshalb auch der seltsam klingende Titel der deutschen Ausgabe. Gabriel möchte eigentlich Selbstmord begehen, doch auf dem Weg zu dieser Tat muss er eine Reihe von bizarren Aufgaben erledigen, die ihn am Ende zum stillgelegten Fluggelände von Berlin-Tempelhof bringen.

Eigentlich will sich Gabriel bereits in Tokio umbringen, doch dummerweise vergiftet sein Freund Smut einen japanischen Gangster und steckt nun in massiven Nöten. Gabriel bricht zu einer wahnwitzigen Reise nach Berlin auf, in deren Verlauf er versucht, die perfekte Orgie zu organisieren – ausgerechnet in den uralten Hallen von Tempelhof.

Was sich nach einem klar definierten Plot anhört, wird in »Das Buch Gabriel« zu einer Abfolge von irrwitzigen Szenen und unglaublichen Abschweifungen. Die Handlung springt hin und her, mal in die Vergangenheit, dann in die Theorie der Ausschweifung, dann in eine mögliche Zukunft.

Ganz nebenbei entsteht ein ziemlich geniales Berlin-Porträt, das mich überrascht: Offensichtlich muss man in Australien geboren und in Mexiko aufgewachsen sein, um Deutschlands einzige Metropole vernünftig – also recht schräg – zu charakterisieren.

Ich habe DBC Pierre noch nie im Original gelesen, werde es wohl auch nie tun. Nach Lektüre von »Das Buch Gabriel« habe ich größtmöglichen Respekt vor der Übersetzerin, die den komplexen Stil mit all seinen Nebensätzen und schwierigen Satzkaskaden in ein krasses Deutsch übertragen hat.

Der Roman ist cool, er dürfte nicht jedermanns Geschmack sein, und ich las ihn nicht gerade im Hauruck-Tempo durch. Mal wirkt er wie eine Krimi-Klamotte, dann wieder wie ein hochliterarisches Experiment – immer aber ist er an der Grenze zwischen genial und durchgedreht.

Völlig bescheuert an diesem Buch ist allerdings die Tatsache, dass die Hardcover-Ausgabe, die ich gelesen habe und die man noch gut im Secondhand-Geschäft finden kann, eigentlich verlagsvergriffen ist – klar, Eichborn ist pleitegegangen und wurde an Lübbe verkauft –, es keine Taschenbuchversion gibt und das E-Book derart teuer ist, dass es einem die Sprache verschlägt.

01 April 2014

Rubbermaids glamten aus Hamburg

1990/91 war von der neuen Deutschpunk-Welle noch wenig zu sehen, in den Jugendzentren und besetzten Häusern Westdeutschlands herrschte vor allem Hardcore-Punk vor. In dieser Zeit kamen die Rubbermaids aus Hamburg und lieferten einen hochmelodischen Punkrock, der mir manchmal ein wenig zuviel Rock-Anteile enthielt. Live überzeugte die Band; mir ist vor allem ein Konzert in Herrenberg in sehr guter Erinnerung.

Ihre Platte »Twisted Chords« kam 1991 heraus, klang überhaupt nicht nach Hardcore und anderen angesagten Stilrichtungen, sondern lieferte Melodien, die man heute in die Glampunk-Richtung stecken würde, ausuferndes Gitarrenspiel, gelegentlich kurze Pogo-Kracher, aber ansonsten eher gemütlichen Sound im mittleren Tempo.

Mit »Rubberskin« und »Rosie's Bar« – eine Ode an die Stammkneipe der Band – lieferten die Rubbermaids auf dieser Platte ihre zwei Hits ab, die sie bei allen Konzerten gern spielten und die sich auch bei weiteren Aufnahmen der Band finden lassen. Schau ich heute auf die Band und die Platte zurück, bleiben eigentlich auch nur diese zwei Stücke hängen; es ist weder eine Band noch eine Platte, die man kennen muss.

31 März 2014

Ich war beim Hundertjährigen

Zeitweise hatte ich im vergangenen Jahr den Eindruck, der einzige Mensch in Deutschland zu sein, der sich über den Roman »Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand« nicht köstlich amüsiert hatte. Das Buch, mit dem Jonas Jonasson einen echten Bestseller landen konnte, ging komplett an mir vorüber – und je mehr Menschen mir sagten, das müsse ich unbedingt lesen, desto weniger interessierte es mich.

Doch jetzt kam der Film ins Kino, die Vorschau war amüsant, und so schaute ich ihn mir an. Der Kinosaal, nur zur Hälfte besetzt, zeigte ein seltsames Sammelsurium aus alt und jung, männlich und weiblich, in dem Menschen die Mehrheit zu bilden schienen, die sonst nie ins Kino gehen.

»Wenn man das Buch nicht kennt, ist es echt schwer, der Handlung zu folgen«, sagte eine Frau nach dem Film zu einer anderen. Schräg hinter mir saßen zudem Leute, die sich gegenseitig die arg komplizierten Geschichten und Entwicklungen erklärten – das war streckenweise echt witziger als der Film selbst.

Die Gangstergeschichte, die übrigens nicht komplizierter als ein durchschnittlicher Stallone-Streifen war, erwies sich als unterhaltsam und witzig. Keine Schenkelklopfer-Komik, aber immer wieder für einen Lacher gut: Wenn der alte Mann, der an seinem hundertsten Geburtstag aus dem Altersheim verschwindet, durch sein Verhalten eine kleine Katastrophe nach dem anderen auslöst, ist das wirklich sehr komisch.

Seine Rückblicke auf sein abwechslungsreiches Leben waren ebenfalls komisch, wenngleich nicht ohne Tragik: als Jugendlicher »entmannt«, als Erwachsener im Gulag, zwischendurch sowie danach am Bau der Atombombe ebenso beteiligt wie an der Doppelspionage der 70er- und dem Mauerfall der 80er-Jahre.

Seien wir fair und ehrlich: Niemand muss diesen Film im Kino angucken; es reicht, die Fernsehausstrahlung abzuwarten, mit der ja bald zu rechnen ist. Wer sich aber gut amüsieren mag, auch über ein borniertes »Literaturpublikum« (unfassbar, diese Arroganz mancher Leute über Triviales ...), der kann diesen Film getrost und mit Genuss angucken.

29 März 2014

Unter dem durchsichtigen Baldachin

Die Kurzgeschichte »Unter dem durchsichtigen Baldachin« schrieb ich am 5. Oktober 1981, zumindest steht dieses Datum über dem Text. Veröffentlicht wurde die Geschichte nie, wenn ich mich recht erinnere – was bislang auch besser war. Der Text liest sich nämlich streckenweise echt anstrengend.

Der Ich-Erzähler, mit dem die Geschichte beginnt, ist selbstverständlich nicht mit dem Autor identisch, und es wird erst im letzten Drittel klar, dass er seine Geschichte einem Mann erzählt, der im Krankenhaus liegt. Die erzählerische Klammer schließt sich erst am Ende.

Was vielleicht ein wenig künstlerisch wirkt, war damals aber reiner Zufall. Ich verband den realen Motorradunfall eines Schulfreundes, der sich so wie in der Geschichte beschrieben, nie abgespielt hatte, mit erfundenen Begegnungen und Abenteuern, um am Ende doch eine eigenständige Geschichte zu haben.

Gedacht war der Text für die Kurzgeschichtensammlung »Wolf im Schafsstall«, die ich 1981/82 zusammenstellte. Sie erschien nie, und gut die Hälfte der Texte ist verschollen. Bei manchen bin ich traurig, bei den meisten ist es egal.

»Unter dem durchsichtigen Baldachin« fiel mir dieser Tage wieder in die Hände, als ich nach alten Texten von mir fahndete. Wegwerfen werde ich den Text auf keinen Fall, einen Literaturpreis werde ich damit aber ebensowenig gewinnen ...

28 März 2014

Vernissage von Inge Jungberg

Von Kunst verstehe ich nicht viel, und ich gehe vergleichsweise selten in Ausstellungen. Die Einladung zur Vernissage »Bildbearbeitung« der Künstlerin Inge Jungberg nahm ich aber gern an – und so fuhr ich am Abend des Donnerstags, 27. März 2014, quer durch Karlsruhe. Im Technologiepark befindet sich die Firma CAS Software AG, in deren großzügigen Räumlichkeiten die Bilder zu sehen sind.

Die CAS ist eine von vielen erfolgreichen Firmen in Karlsruhe, die ich bislang nicht kannte; allein deshalb fand ich meinen Besuch dort schon einmal spannend. Ich traf einige Bekannte, ich trank ein Bier und aß Butterbrezeln; dann ging es los.

Martin Hubschneider, der Vorstandsvorsitzende der Firma, sprach einleitende Worte. Die Software-Firma veranstaltet drei- bis viermal solche Ausstellungen; das weite Treppenhaus und die hellen Wände in den Fluren und Besprechungsräumen bieten dafür ein schönes Ambiente.

Die Laudatio auf die Künstlerin und ihre Werke hielt Eckhard Schwettmann, ihr Ehemann. Der Laudator ist mir seit Mitte der 90er-Jahre bekannt, wir arbeiteten bei PERRY RHODAN zusammen und sind seither immer wieder bei Projekten »zusammengestoßen«. Er erläuterte die Art und Weise, wie die Künstlerin technische Elemente mit ihrer gegenstandslosen Kunst verbindet, wie sie aus Granulat, Sand, Computerchips und Farbe originelle Bilder schafft.

Danach schaute ich mir die Ausstellung an, die übrigens noch bis zum 4. Juli angeguckt werden kann. Dutzende von Bildern in unterschiedlichen Größen waren zu sehen, wobei ich die großen Bilder besonders eindrucksvoll fand: Sie waren teilweise echt wuchtig, wirkten dynamisch und luden sogar mich zu Assoziationen ein.

Die Verbindung von technischen Elementen, die so aussahen, als hätte man sie aus einem Computer herausgebrochen, allerlei Sand und Granulat sowie viel Farbe ergab spannende Bilder, die ich mir gern betrachtete. Fürs Wohnzimmer daheim wären sie nichts, weil sie meiner Ansicht nach nur in lichten Räumlichkeiten wirkten – aber sie sind definitiv einen zweiten Blick wert. Und das gilt auch für die empfehlenswerte Ausstellung.

27 März 2014

Adolescents im Jahr 2011

Bei vielen Bands, die früher einmal so richtig gut waren, wäre es besser gewesen, sie hätten sich nie wieder zu einer Tour zusammengetan oder eine neue Platte aufgenommen. Eine der wichtigen Ausnahmen von dieser Regel sind die Adolescents; die Band gründete sich tatsächlich schon 1980; die Burschen aus dem Orange Country waren damals gerade 14 bis 16 Jahre alt.

Nach unglaublichen Konzerten und großartigen Hits löste man sich irgendwann auf, seit den Nullerjahren ist die Band wieder da. Ich sah sie seitdem zweimal, fand sie jedes Mal gut, beim ersten Mal sogar phantastisch. Und jetzt hörte ich mir endlich die Langspielplatte »The Fastest Kid Alive« an, die im Sommer 2011 herauskam.

Was soll ich sagen? Die Platte erinnert an die alten Zeiten, das aber positiv: ein treibender Sound, haufenweise Melodien zwischen Punkrock und Surfsound, zu denen man manchmal nur mit dem Kopf wackeln kann, ansonsten aber gerne hüpfen würde. Textlich ist die Band auf der richtigen Seite, kritisiert die amerikanische Politik und beschwört den Frieden – das ganze klingt ein wenig erwachsen, aber nicht langweilig.

Machen wir uns nichts vor: Die großen Hits schrieb die Band anfangs der 80er-Jahre, und wer von den Kaliforniern noch nichts kennt, sollte erst einmal alle Scheiben aus den Jahren 1981 bis 1983 holen. Klasse ist »The Fastest Kid Alive« trotzdem!

26 März 2014

Ein Vortrag zur Jugend

Den Titel der Veranstaltung fand ich schon einmal gut: »Über die Jugend und andere Krankheiten«. Klaus Farin war am Dienstag, 25. März 2014, zu Gast im »Jubez« in Karlsruhe, und da ich meinen Namensvetter jetzt schon über ein Vierteljahrhundert lang kenne, war es selbstverständlich, dass ich dort auftauchte.

Schätzungsweise dreißig Besucher hatten sich eingefunden, das Café des »Jubez« war damit nur zur Hälfte gefüllt. Die Veranstaltung lief im Rahmen der »Karlsruher Wochen gegen Rassismus«, womit Farin einen Teil seines Vortrags gleich selbst festlegen konnte.

Der Journalist, Buchautor und Jugendforscher sprach ohne Manuskript, komplett frei, also auch ohne Notizen, stand locker am Mikrofon und ließ sich selbst durch penetrante Frage nicht aus der Ruhe bringen. Zuerst stellte er das von ihm gegründete Archiv der Jugendkulturen vor, dann erläuterte er seine Sicht auf rechtsextreme Jugendliche.

Nach Farins Darstellung sind rechtsextreme Einstellungen bei der »Jugend von heute« nur eine »minoritäre Erscheinung«; es sei eher uncool, Nazi zu sein, vor allem im Vergleich zu den 90er-Jahren, als ganze Schulklassen in Thüringen und Sachsen es toll fanden, kleine Nazis zu sein. Er verwies auf das Bild von Jugendkulturen, das vor allem von Medien geprägt werde; es sei für diese nun einmal spannender, kritische Berichte über Komasaufen zu bringen, als zu schreiben, wie harmlos die meisten Jugendlichen seien.

Der Vortrag, der anfangs auf eine Stunde angelegt war, dauerte mit allen Fragen über zwei Stunden und war während dieser Zeit kein einziges Mal langweilig. Da ich selbst Mitglied im Archiv der Jugendkulturen bin, waren mir viele seiner Aussagen bekannt – in seiner ruhigen Art brachte Klaus Farin aber zahlreicheh Informationen unter, die auch mir neu waren.

25 März 2014

Menschenrechte für Muslime

In Ägypten verhängt ein offensichtlich größenwahnsinniger Richter mal eben über 500 Todesurteile wegen Terrorismus und anderen Dingen. Die Urteile werden über sogenannte Muslimbrüder gefällt, sie betreffen also mehr oder weniger fanatische Islamisten. Diese Leute sind mir im Allgemeinen herzlich unsympathisch, und ich mag weder sie noch ihre politisch-gesellschaftlichen Ansichten.

Nur: Ein solches Massen-Urteil geht nicht, das ist nicht diskutabel. Nachdem im vergangenen Jahr die – im übrigen demokratisch gewählte! – Regierung in Ägypten weggeputscht wurde, hielt sich die Kritik des ach so demokratischen Westens sehr in Grenzen. Offensichtlich ist es für »uns« in Ordnung, Regierungen mithilfe des Militärs von der Macht zu verdrängen, wenn sie einem nicht passen.

Es gab immerhin die Hoffnung, dass nach dem Ende der Muslimbrüder-Regierung vielleicht doch so etwas wie eine Demokratie kommen würde, dass die Leute, deren friedlichen Proteste im Rahmen der »Arabellion« die Mubarak-Regierung von der Macht gedrängt hatten, wieder mehr an Einfluss gewinnen und das Militär in seine Schranken weisen würden. Offensichtlich war die Hoffnung umsonst, hat sich letztlich die alte Mubarak-Elite durchgesetzt.

Zu erwarten ist leider, dass das rabiate Vorgehen von Militär und Justiz gegen die Muslimbrüder hierzulande auf große Begeisterung oder zumindest klammheimliche Unterstützung stoßen wird, nicht aber auf starke Kritik. Wenn's gegen Muslime geht, sind »wir« immer schnell dabei, allerlei Regeln außer Kraft zu setzen. Und dann wundern wir uns, wenn diese Leute glauben, der »Westen« bekämpfe sie mit allen Mitteln.

Menschenrechte gelten auch für Muslime, da kann man ihre Ansichten noch so bescheuert finden. Man darf nicht mit zweierlei Maß messen. Wenn »wir« fordern, dass die Rechte der christlichen Minderheit in Ägypten geschützt werden, schließt das ein, dass auch die muslimische Mehrheit ihre demokratischen Rechte hat. Dazu zählen auch Prozesse ohne Folter, ohne Todesurteile und vor allem ohne Ausschluss der Öffentlichkeit oder jeglicher vernünftiger Verteidigung.

Ganz ehrlich: Wie sehr unsere Politik und unsere Medien mit unterschiedlichen Blicken die Welt ins Auge fassen, das macht mich in diesen Tagen echt fassungslos. Ob das nun die Ukraine ist oder – heute ganz aktuell – die Justiz in Ägypten ...

24 März 2014

Noch ein Fanzine?

Man kann sich ja darüber streiten, wo die Grenzen für ein Fanzine anfangen und wo sie enden. Nach all meinen Definitionen sind die »Hornsignale« aber ein Fanzine: Fantasy-Fans schreiben über die Fantasy-Welt Magira und dort vor allem über das phantastische Land Clanthon, zeichnen Figuren, erfinden Geschichten, machen also lauter Dinge, die in der »normalen Welt« nicht gerade kapiert werden.

Schaue ich mir die Ausgabe 310 der »Hornsignale« an, die dieser Tage erschienen ist, wird das Schräge einer Fanzine-Produktion auf die Spitze getrieben. Das Heft umfasst 60 Seiten, die etwa das Format eines Vokabelheftes haben, aber quer geheftet sind. Es enthält Lieder – der Untertitel lautet auch konsequenterweise »Liederbuch zu Helborn«.

Tatsächlich: Lieder!

Wer sich das nicht vorstellen kann, der möge sich klarmachen, dass es hier um eine Fantasy-Welt geht. Und in einer solchen Welt wird logischerweise auch gesungen. In diesem Fall handelt es sich um das Land Clanthon, dessen Kultur im Prinzip der des frühen Mittelalters entspricht, also die heute deutschen Ländereien um das Jahr 1000 herum.

Also gibt es Sauflieder wie »Roter Wein im Becher« oder die pathetische »Clanthonische Hymne«, staatstragendes wie »Einhorn auf der Brust« oder »Nackt und gefesselt«, das man kaum erklären kann ... Es handelt sich um eine bunte Mischung, die ich zumindest witzig finde.

Das Beste an dem Fanzine ist aber der Umschlag: Das Ding ist echt in Leder gebunden, dickes Leder sogar, und eingeprägt ist das Wappen des Einhorns. Ich habe noch nie in den vergangenen Jahrzehnten ein Fanzine gesehen, das dieser »Hornsignale«-Ausgabe in punkto Optik nahekam: meine respektvolle Gratulation an die Macher dieses ungewöhnlichen Fanzines!

23 März 2014

Positive Punk Power

Die Spaltung in Punk und Hardcore hat der Szene hierzulande in den späten 80er-Jahren geschadet – auch wenn es damals nachvollziehbar war. Ab den 90er-Jahren veränderte sich das: Bands, die musikalisch eindeutig Hardcore spielten, wurden eher im Punk-Kontext verortet und andersrum.

Eine Hardcore-Band, die eindeutig zu ihren Punk-Wurzeln stand, kam aus Langenfeld und anderen Kleinstädten in Nordrhein-Westfalen. Die vier normal aussehenden Typen gründeten 1997 die Band Landscape, die schnellen Hardcore spielten. Auf eine Bekenner-Attitüde verzichteten sie, obwohl sie im wirklichen Leben als Veganer unterwegs waren.

Die Texte waren in englischer und deutscher Sprache, sprachen durchaus politische Themen an, verzichteten aber auf Parolen. Wer es genauer haben wollte, bekam in der Langspielplatte »Positive Punk Power« – die 2000 aufgenommen und dann bei Scene Police in Bonn veröffentlicht wurde – ein Textheft in englischer und deutscher Sprache, das über Anarchismus, Medien und andere Themen informierte, vor allem über die Sicht der Bandmitglieder.

Und musikalisch? Große Klasse: Die Band lieferte knalligen Hardcore-Punk, immer auf den Punkt gebracht, energisch und mit einem tüchtigen Schuss Melodie. Zehn Jahre zuvor hätte man das wahrscheinlich als »youth crew sound« bezeichnet; ich fand's klasse. Das kann man auch locker zehn oder zwanzig Jahre danach noch anhören – ein zeitloser Sound!

22 März 2014

Die Schneiderin live

Ich hatte von der Kabarettistin – oder auch Clownin – Gardi Hutter noch nie zuvor gehört. Das ist wahrscheinlich eine echte Bildungslücke, weil die Frau seit vielen Jahren »im Geschäft« ist, aber ich bin kein Experte für Theater und andere Bühnendarstellungen. Am Sonntag, 16. März 2014, trat sie mit dem Stück »Die Schneiderin« im Theaterhaus in Stuttgart auf, und ich habe es gesehen.

Schon die Bühne ist ungewöhnlich eingerichtet: ein Podest, auf dem die Schneiderin sitzt, darunter allerlei Stoffbahnen, über ihr ein drehbares Gestell, an dem diverse Kleidungsstücke hängen, mit denen sie arbeitet; rechts von ihr ein großer Spiegel, links von ihr eine Art Schrank, in dem sie allerlei Utenslien hat, die sie Stück für Stück hervorholt, in ihren Auftritt einbaut und wieder verschwinden lässt.

Das Stück kommt ohne Worte aus. Die in altmodisch aussehende Kleider gehüllte Frau sitzt im Prinzip nur herum, agiert mit »Ui« und »Oho«, macht viel mit dem Gesicht und der Gestik und schafft es so, nicht nur ihre Geschichte zu erzählen – die einer Frau, nach der bereits der Tod greift –, sondern auch die Liebesgeschichte zwischen zwei Fadenrollen und andere sehr skurrile Dinge.

Stark wird das Stück dann, wenn der Dialog mit dem Spiegel beginnt. In diesem taucht eine andere Version der Schneiderin auf – von der Regie gut gelöst: Filme werden eingeblendet –, auf die die Frau auf der Bühne reagiert. Die Frau im Spiegel und die Frau auf der Bühne agieren miteinander, sie führen gewissermaßen ein Duell auf.

Letztlich geht es um den Tod, der die Schneiderin holen möchte. Und wenn man das als Zuschauer kapiert hat, ist das vorher so witzige Stück auf einmal gar nicht mehr so lustig. Ich fand's toll, die eineinhalb Stunden gingen ruckzuck herunter, und wir hatten hinterher beim Essen noch viel Stoff zum Diskutieren, Rätseln und Lachen.