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18 November 2025

Zombies und andere Monster

Im »Kohi« in der Südstadt von Karlsruhe besuche ich gelegentlich Konzerte; ich wusste, dass dort auch Kunstausstellungen ablaufen und Lesungen veranstaltet werden. Einen Besuch bei einer Lesung dort schob ich aber immer vor mir her – bis zum Freitag, 14. November 2025, an dem es mich dann doch in die Südstadt verschlug.

Es lasen eine Autorin und zwei Autorin; das Thema war die phantastische Literatur im weitesten Sinn. Die Veranstaltung war nicht supergut besucht, was ich schade fand; einige Leute tummelten sich auf den Bierbänken, die man im Konzertraum aufgestellt hatte.

Den ersten Text las Simona Turini, die ich immerhin schon persönlich kannte. Ihre Zombie-Szenerie, die in Deutschland spielte, war voller schräger Dialoge und grober Anspielungen; man stelle sich eine Mixtur aus Horrorgeschichte und Popliteratur vor, die oftmals an den Grenzen des guten Geschmacks rüttelt.

M. H. Steinmetz war eher in Cyberpunk-Gefilden unterwegs. Bei seinem Text ging es um ein Ritual, in dem magische und Cyber-Elemente gleichermaßen eingesetzt werden; auch dieser Text war eher grob und sicher nicht für sensible Gemüter gedacht.

Den Abschluss bildete Torsten Scheib, der eine SF-Erzählung brachte, die in Ludwigshafen angesiedelt war, in einer nahen Zukunft zwar, aber doch fremdartig genug. Sogar das BASF-Werk spielte eine Rolle, was ich witzig fand.

Nachdem ich die Lesung erfolgreich hinter mich gebracht hatte, stand ich noch recht lang herum, trank Bier mit den Anwesenden und amüsierte mich bei wenig intellektuellen Gesprächen. Und irgendwann radelte ich durch die Nacht in die Innenstadt zurück – ein Abend mit Horror, Science Fiction und Bier also …

15 April 2024

Ein Abend in Weisenheim

Wer zum ersten Mal in den beschaulichen Ort Weisenheim in der Pfalz kommt, fährt mit hoher Wahrscheinlichkeit am Gasthaus Adler vorbei, das sich an einer der Hauptstraßen des Ortes befindet. Am Freitagabend, 12. April 2024, steuerte ich dieses Gasthaus an: ein etwas in die Jahre gekommener Gastraum mit einer kleinen Bühne, in dem rund dreißig Besucher schon als »ausreichend viel« Publikum gelten konnten.

Immerhin wartete ein Kulturereignis auf uns: eine Mischung aus Lesung und Musik, Gespräch und Bier. Ich war gespannt und wurde mit einer unterhaltsamen Veranstaltung belohnt.

Auf der kleinen Bühne hielten sich der Autor Michael Marcus Thurner, mit dem ich seit vielen Jahren zusammenarbeite, sowie der Autor und Musiker Andreas Prodehl auf, zeitweise unterstützt durch einen Gitarristen. Die beiden lasen aus ihren Werken vor, sie blödelten sich durch ein unterhaltsames Gespräch, und sie erzählten von ihren Reisen.

Michael Marcus Thurner lebt davon, dass er Romane schreibt, unter anderem für die Serie, bei der ich als Redakteur tätig bin. Die meiste Zeit des Jahres ist er mit seinem Motorrad in Europa unterwegs – darüber schrieb er bereits zwei Bücher, und das zweite präsentierte er an diesem Abend. Er erzählte von seinen Begegnungen in Skandinavien, Schottland oder der Türkei, las einen witzigen Text aus einem der Bücher vor und stellte dar, wie er es schafft, Schriftstellerei und Reisen zu verbinden.

Andreas Prodehl, der sein Geld unter anderem als Tour-Guide in Schottland verdient, ergänzte durch eigene Berichte und las am Ende den Anfang eines Romans vor. Zwischendurch zeigte er auch, dass er eine wuchtige Blues-Stimme besitzt, und schmetterte Lieder in den Raum – das fand ich dann richtig stark.

Alles in allem ein munterer Abend, an dessen Ende mir nur der Hintern wehtat: So ein Barhocker aus hartem Holz ist dann doch nicht so bequem, wie ich dachte. Aber das wiederum ist echt ein Wohlstandsjammern ...

17 November 2023

Vorlesetag mit dem Sams

Es war nicht das erste Mal, dass ich einer Schulklasse aus einem Buch vorlesen durfte. Für die Jungs und Mädchen in einer ersten Klasse in Ettlingen kam allerdings zum ersten Mal ein Unbekannter ins Klassenzimmer. Entsprechend gespannt waren die Kinder.

Ich erzählte ganz kurz von mir: dass ich gerne lese, dass ich deshalb als Beruf viel lesen und schreiben müsse. Das fanden sie schon mal interessant. Ich zeigte einige Beispiele meiner Arbeit; das war nichts für Erstklässler, schon klar, aber sie fanden die Titelbilder mit den Raumschiffen und den Außerirdischen toll.

Die Begeisterung war allerdings größer, als ich »Das Sams und der blaue Drache« präsentierte. Die Serie von Paul Maar feierte in diesem Jahr ihren fünfzigsten Geburtstag, und ich erinnerte mich daran, wie ich das erste »Sams«-Buch gelesen hatte. Das Buch mit dem blauen Drachen ist aktuell, das kannten also auch die Kinder noch nicht, die daheim vorgelesen bekommen.

Ich hatte das Gefühl, dass ihnen die Geschichte gefiel. Ich zeigte zwischendurch einige Bilder aus dem Buch, und am Ende bedankten sich die Kinder allesamt artig bei mir. Unterm Strich war’s wieder einmal ein schöner Ausflug für mich – zu einem Publikum, das sich für Geschichten begeistern kann.

28 April 2023

Lesung in der Reichenstraße

Der Dachverein Reichenstraße in Quedlinburg ist eine Art Jugendhaus, in dem es aber auch Bereiche für Kinder gibt und eine Bar, der eher Punkrock läuft und Erwachsene verkehren. Dort las ich am Donnerstag, 27. April 2023, am Abend aus meinen Punkrock-Büchern. Anwesend waren vielleicht dreißig Personen – der Saal wirkte ordentlich gefüllt, und wegen des Lichts auf der Bühne sah ich nicht so recht, wie viele Leute es wirklich waren.

Es war meine erste Lesung seit Jahren; zuletzt war ich »vor Corona« auf einer Bühne gesessen. Ich las vor allem Texte aus »Für immer Punk?« vor, bei denen ich selbst merkte, dass ich die nicht mehr so gut intus hatte – ich verlas mich einige Male und hoffte, dass das nicht so sehr auffiel.

Darüber hinaus griff ich zu einigen anderen Texten: die Parkuhr-Geschichte aus den 90er-Jahren, Szenen aus »Vielen Dank Peter Pank« oder auch aus »Chaos en France«. So entstand eine bunte Mixtur aus völlig erfundenen Geschichten und einigen Szenen mit biografischem Hintergrund.

Im Abschluss wurde noch viel geredet, und noch später stand ich an der Theke der Bar, wo ich mir das Bier schmecken ließ und wir in Fachsimpeleien über irgendwelche Bands fast schon versackten. Immerhin wurde es nicht zu spät: Es mussten ja alle am nächsten Morgen früh aufstehen und zur Arbeit ...

24 April 2023

Peter Pank fährt nach Quedlinburg

Ich war noch nie in Quedlinburg, die Stadt ist mir natürlich ein Begriff. Diese Woche werde ich sie mir genauer ansehen können. Der Grund: Ich halte am Donnerstag, 27. April 2023, im Kulturzentrum Reichenstraße eine Lesung in Sachen Punkrock. Die Veranstaltung findet im Rahmen des sogenannten Bücherfrühlings in Quedlinburg statt.

Tatsächlich bin ich einigermaßen nervös. Es ist meine erste Lesung nach der Pandemie; davor hatte ich auch nicht mehr so viele Veranstaltungen bestritten. Und ich weiß nach wie vor nicht, welches Publikum mich erwartet. Aber das macht die Sache ja auch spannend.

Wer in der Nähe wohnt, kann sich den Termin ja anstreichen und vorbeikommen. Für mich ist es ein willkommener Zwischenstopp auf dem Weg zur Leipziger Buchmesse ...


21 November 2022

Die Künstliche Intelligenz im Zentrum

Es ist schon eine Weile her, seit die Anthologie mit dem schönen Titel »Wie künstlich ist Intelligenz?« erschienen ist. Zusammengestellt wurde sie von mir, veröffentlicht – und die Hauptarbeit dabei erledigt – hat sie der Verlag Plan 9. Für die Kurzgeschichte »Wagners Stimme«, die in dieser Anthologie enthalten war, bekam Carsten Schmitt den Deutschen Science Fiction Preis. 

Aus diesem Grund waren wir beide zu einer Veranstaltung nach Reutlingen eingeladen. Sie fand am Freitag, 18. November 2022, in den Räumen des »Innoport« statt, eines Veranstaltungszentrums, das mit einer Rakete als Logo schon optimal für Science-Fiction-Leute wie uns gedacht war. 

Ich brauchte eine Weile, bis ich das Gelände fand. Ein »Navi« im Auto ist wenig hilfreich, wenn man sich durch ein Gewirr von Baustellen bewegt. Letztlich folgte ich nicht mehr dem Pfeil, den mir die Navigation vorgab, sondern nutzte die Straßenkarte, die im »Navi« zu sehen war. Und nachdem ich ein »Durchfahrt verboten«-Schild ignoriert hatte, um dann erst zu sehen, dass darunter auch »Innoport« stand, fand ich auch schon das Gelände. 

Bevor die Veranstaltung losging, verlaberte ich mich ziemlich gründlich. Die Leute vor Ort waren alle nett und kompetent, und so hatten wir einen Teil der Argumente schon ausgetauscht, als die Veranstaltung losging. Sie war leider schlecht besucht, mit den Veranstaltern war es gerade mal ein Dutzend Leute. Aber gut … 

Prof. Dr. Jochen Orso von der Hochschule übernahm die Moderation und führte in das Thema ein, dann stellten sich Carsten Schmitt und ich kurz vor, bevor der Autor mit seiner Lesung begann. Er hatte extra für diesen Auftritt »Wagners Stimme« eingekürzt, was der starken Geschichte nichts von ihrer erzählerischen Wirkung nahm. 

Danach begann ein munteres Gespräch, in dem es um Künstliche Intelligenzen im Allgemeinen ging, um den Segen und den Fluch der modernen Welt, eine positive oder negative Sicht auf die Zukunft oder – ganz allgemein – um die Schwäche der deutschsprachigen Science Fiction. Nach Ende der Veranstaltung wurde am Büchertisch noch weiter diskutiert, so dass ich erst gegen 22 Uhr loskam und kurz vor Mitternacht wieder daheim war.

18 November 2022

Ein Geheimagent und eine Schulklasse

Erwartungsvoll sahen mich die Kinder an, während ich das Klassenzimmer betrat. Nach kurzen einleitenden Worten der Lehrerin wurde ich auch prompt mit »Guten Morgen, Herr Klaus« begrüßt. Ich setzte mich auf meinen Stuhl, packte die Dinge aus, die ich mitgebracht hatte, und die zweite Klasse einer Grundschule in der Region gruppierte sich vor mir.

Heute war der bundesweite Vorlesetag, und ich nahm wieder daran teil. In den vergangenen zwei Jahren hatte die Corona-Pandemie dafür gesorgt, dass ich Veranstaltungen dieser Art mied oder sie sogar untersagt waren. Heute trauten wir uns das alles wieder einmal.

Ich hatte einige Bücher und Heftromane mitgebracht, um den Kindern von meiner Arbeit zu erzählen. Es wurden Fragen gestellt, die sich auf das Weltall und Astronauten bezogen. Ein Mädchen, das als Berufswunsch angab, selbst einmal Astronautin zu werden, kannte sich sehr gut aus, ebenso ein Junge, der Wörter wie »Atmosphäre« oder »Internationale Raumstation« völlig selbstverständlich über die Lippen brachte.

Bei den Fragen konzentrierten sich die Kinder schnell auf die Dinge, die sie offenbar am meisten interessierten: Wie geht denn so ein Astronaut aufs Klo? Was ist denn, wenn er oder sie im All pupsen müssen? Und wie verständigt man sich denn mit Außerirdischen?

Danach konnte ich mit dem eigentlichen Vorlesen beginnen. Ich las aus »Fonk«, einem Kinderbuch von Tobias Goldfarb, in dem es um einen Jungen und einen kleinen Außerirdischen geht, die sich langsam anfreunden. Mein Publikum fand das alles klasse, lachte an den richtigen Stellen und war insgesamt sehr begeistert.

Eine schöne Lesung, ja! Und beim nächsten Mal habe ich dann hoffentlich etwas aus dem Umfeld meiner Arbeit daran, das ich den Kindern »verkaufen« kann …

17 September 2019

Andrang beim Totengräber

Als wir mit der Planung für unsere Buchvorstellung anfingen, sagte ich: »Na ja, da werden vielleicht zwanzig, dreißig Leute kommen. Es ist ja ein Sonntagnachmittag, und wenn die Sonne scheint, bleiben die doch eher daheim oder gehen an die frische Luft; die setzen sich doch nicht in eine Kneipe.« So kann man sich täuschen …

Ich kam mit dem Auto zeitig an, gut eine Viertelstunde vor Beginn der Veranstaltung. Meine Kiste mit den Büchern schleppte ich mit mir, ich ging auf den Eingang des »fünf« zu. Und ich stellte fest, dass es eine Schlange gab. Wartende Menschen standen vor dem Eingang, es war offenbar schon recht voll.

Immerhin mussten wir nicht wegen Überfüllung schließen, aber es waren um die 60 oder 70 Leute da; zählen konnte ich sie nicht. Und noch während ich meine Bücherkiste auspackte, konnte ich bereits erste Exemplare von »Totengräbers Tagebuch« verkaufen. »Ich muss unbedingt ein Buch haben, und ich will es signiert haben«, hörte ich nicht nur einmal.

Weil jeder Gast etwas zu trinken haben sollte, fingen wir mit leichter Verspätung an. Ursel Hay, die Geschäftsführerin des »fünf«, begrüßte die Gäste, erklärte einige organisatorische Dinge und machte klar, warum die Veranstaltung an der Theke stattfinden solle: Hier sei das Buch schließlich entstanden, hier habe Volker uns seine Geschichten erzählt.

Danach übernahm Wilfried Haak als Moderator; er stellte Volker Langenbein und sein »Totengräbers Tagebuch« vor, erzählte von der Arbeit an der Theke – er steht normalerweise hinter dem Tresen – und wie Volker dort oft vom Friedhof berichtete. Zwischendurch nahm er mich nach vorne, ich informierte darüber, wie Volker und ich mit den Texten gearbeitet hatten und wie zeitraubend es letztlich war, ein Buch zu veröffentlichten. Das Publikum folgte aufmerksam den Aussagen an der Theke, immer wieder gab's Beifall.

Nachdem Fragen aus dem Publikum beantwortet worden waren, ging die Veranstaltung in einer positiven Stimmung zu Ende. Ich verkaufte im Hauruck-Tempo die letzten Bücher, dann musste Volker ganz viel signieren. Am Ende stellten sich Volker (in der Mitte des Bildes), Willi (rechts im Bild) und ich noch zu einem Abschiedsfoto auf die Treppe des »fünf«. (Fotografiert hat Wolfgang Weber.)

19 August 2019

Wenn ein Thekengast erzählt ...

Eine Veranstaltung, auf die ich mich schon sehr freue: Am 15. September 2019 wird in Karlsruhe endlich »Totengräbers Tagebuch« in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt. Im Vorfeld gab's einige Diskussionen, weil nicht klar war, die das Ganze ablaufen sollte. Jetzt aber stehen das Programm und die Werbung dafür.

»Ein Thekengast und sein Leben« ist das Motto der Veranstaltung, und das trifft hundertprozentig zu: Volker Langenbein und ich lernten uns letztlich an der Theke im »Fünf« in Karlsruhe kennen. Dort wurde die Idee geboren, ein Buch aus seinen Geschichten zu machen, die er uns immer wieder an der Theke erzählte. Dass es von der ersten Idee bis zum fertigen Buch dann doch sieben Jahre dauerte, lag weniger an Volker als an mir. (Aber das ist ein anderes Thema.)

Es wird keine typische Lesung; deshalb fehlt dieses Wort auch auf der Information. Volker Langenbein wird erzählen, ich sage ebenfalls ein wenig etwas, und ein Moderator steuert alles; es gibt Raum für Diskussionen und Gespräche.

Es wird sicher eine Veranstaltung sein, die ungewöhnlich ist und mit bisherigen Buchveranstaltungen nur wenig zu tun hat. Aber genau das finde ich spannend.

23 Dezember 2018

Bietigheim oder Öhringen

Ich sah auf die Notizen, wieder und wieder, und so langsam wurde ich verzweifelt. Wie es aussah, hatte ich eine Lesung in Bietigheim-Bissingen, im Jugendzentrum, und diese war für den 30. Dezember anberaumt. Kein richtig guter Termin, aber zu schaffen. Ich sollte dort aus meinen Punkrock-Büchern vorlesen.

Dummerweise hatte ich für denselben Tag auch eine Lesung in Öhringen, am selben 30. Dezember. Ich sollte dort – zusammen mit anderen Autoren – Fantasy-Texte vortragen. Aber wie war das geschehen, wie konnte ich diesen Terminwirrwarr hinzaubern? Und vor allem: Wie kam ich da wieder heraus?

Öhringen und Bietigheim lagen nicht so weit auseinander, das konnte ich mit flotter Fahrt recht schnell schaffen. Wenn ich versuchte, an einem Abend zwei Lesungen zu machen? Ich würde in Öhringen ein wenig Fantasy vortragen, dann auf die bekannteren Fantasy-Kollegen überleiten und verschwinden. Ich käme noch zeitig in Bietigheim im Jugendzentrm an, um dort zu vorgerückter Zeit meine Punkrock-Texte vorzutragen.

Ein Telefonat mit den Veranstaltern in Bietigheim belehrte mich darüber, dass das so nicht funktionieren konnte. Dort würde nach mir eine »JuZ-Disco« losgehen, und die jungen Leute dort freuten sich schon darauf, nach der Lesung tanzen zu können.

Ich war irgendwann völlig verzweifelt, der Schweiß trat mir auf der Stirn. Vielleicht sollte ich eine Krankheit simulieren und einfach beide Termine auf einmal absagen? Das wäre nicht elegant, aber immerhin möglich.

Da wachte ich endlich aus meinem Traum auf.

02 Dezember 2018

Zehn Jahre und eine Lesung

Im Vorfeld war ich ein wenig angespannt: Ich sollte auf einer Party lesen, bei der hinterher zwei Punkrock-Bands aufspielen sollten. Würde das gut gehen? Würde es ein Publikum für die Lesung geben? Würden sich nicht alle darauf freuen, zu lauter Musik ebenso laut zu feiern?

So radelte ich am Samstag, 1. Dezember 2018, bei eher feuchtkühlem Wetter in die Nordstadt von Karlsruhe. Als ich im P 8 eintraf, waren dort anfangs nur wenige Leute anwesend. Ich trank zwei Bier, um meine Nervosität loszuwerden, unterhielt mich mit den Veranstaltern und kletterte irgendwann auf die Bühne.

Weil ich die falsche Brille dabei hatte, tat ich mich recht lange schwer mit dem Buch: Mit Brille war's nichts, ohne Brille auch nichts. Ernsthaft: Solche Probleme hätte ich mir vor zwanzig Jahren nicht einmal vorstellen können. Aber ich konnte sehen, dass sich gut drei Dutzend Leute im Raum aufhielten und sitzend oder an der Theke stehend meiner Lesung folgten.

Vor allem las ich aus dem aktuellen Punkrock-Buch vor, also aus »Für immer Punk?«, dazwischen erzählte ich allerlei Geschichten. Später gab's auch eine kurze Sequenz aus »Zwei Whisky mit Neumann« und den Text »Maschinengewehr, sing!«, den ich nach all den Jahren selbst immer noch gut finde.

Danach ließ ich mich gern in ein Gespräch verwickeln, trank Bier, verkaufte Bücher und räumte meinen Kram weg. Parallel dazu wurde der seriöse Teil der Veranstaltung vorbereitet.

Weil das Thema des Abends der zehnte Geburtstag der Libertären Gruppe Karlsruhe war, gab es einen Rückblick mit einer Rede, mit Bildern und einem kleinen Filmbeitrag. In Zeiten wie diesen finde ich es wichtig, dass es Leute gibt, die sich für ihre Überzeugung – und Anarchismus finde ich immer noch erstrebenswert – auf die Straße stellen und sich dafür einsetzen.

Später stand ich im Freien. Ein Lagerfeuer brannte, ich trank Bier und unterhielt mich. Als dann die Band Arschwasser spielte, ging ich in den Veranstaltungsraum hinein. Die Band, bestehend aus zwei Frauen und einem Mann, prügelte sich durch 35 Jahre Punkrock und Hardcore, mit durchaus eigenwilligen Versionen alter Punkrock-Hits. Das gefiel mir, einige Leute hüpften herum.

Mir reichte es dann doch irgendwann. Ich hatte einige Biere zu viel getrunken und fühlte mich vom Lagerfeuer völlig geräuchert. Also schnappte ich meinen Kram und radelte heim – das Ende eines gelungenen Abends.

23 November 2018

Ich lese im P 8

Die Libertäre Gruppe Karlsruhe ist mir seit einiger Zeit ein Begriff: Ich traf Menschen aus dieser Gruppe immer mal wieder, wenn es darum ging, sich gegen die regelmäßigen Nazi-Aufmärsche in unserer Stadt auf die Straße zu stellen. Tatsächlich hätte ich aber nicht gewusst, wer eigentlich zu dieser Gruppe gehört.

Die Gruppe feiert einen Geburtstag – seit zehn Jahren gibt es sie. Das finde ich respektabel. Wie es sich gehört, findet die Feier im P 8 statt, in einer Halle, in der ich auch schon das eine oder andere Punkrock-Konzert miterlebt habe. Auch zur Feier des Tages spielen zwei Bands, die Punkrock auf Lager haben.

Als »Senior des Abends« hat man mich eingeladen. Ich darf aus meinen »gesammelten Werken« vorlesen, was in diesem Fall natürlich heißt, dass ich nicht aus Science-Fiction-Texten zitiere, sondern eher aus meinen Punkrock-Büchern vortrage.

(Die Lesung mit anschließendem Konzert der zwei Bands findet am Samstag, 1. Dezember 2018, im P 8 statt. Der Club liegt in der Nordstadt von Karlsruhe, genauer gesagt, in der Pennsylvaniastraße 8 – und ich eiere da auch immer ein wenig mit dem Fahrrad rum, weil ich von »hinten« an das Gelände anfahre. Beginn ist um 18.30 Uhr, und es gibt zuerst die Lesung und dann den Punkrock.)

13 November 2018

Man kann mich »erspenden«

Ich finde schon den Ansatz sehr gut: Unter dem Namen »Autoren helfen« haben sich Autorinnen und Autoren aus dem deutschsprachigen Raum zusammengetan. Sie wollen – so steht es auf der entsprechenden Internet-Seite – »ihre kreativen Kräfte bündeln und sich für humanitäre und soziale Anliegen einsetzen«. Seit ihrer Gründung im September 2015 hat die Initiative immer wieder auf politische Themen aufmerksam gemacht und Spenden gesammelt.

Dabei wird eine politische Agenda verfolgt, die ich ebenfalls begrüße: Es geht um die Unterstützung von Flüchtlingen. So wurde die Initiative Flüchtlingspaten Syrien e.V. gefördert, Geld ging an schwangere Frauen im Flüchtlingscamp Idomeni, es gab Leseförderung in Frankfurt/Oder.

Das aktuelle Projekt heißt »Verschenke eine Wohnzimmerlesung«, und da bin ich jetzt auch dabei. (Im Team sind Autorinnen wie Kathrin Lange und Ursula Poznanski, die ich kenne und schätze, denen ich sehr vertraue.)

Das Projekt ist spannend, man kann sich praktisch einen Autor oder eine Autorin »erspenden«. Die Mixtur an Personen ist enorm: Lyriker und Krimischreiber, Science-Fiction- und Thriller-Autoren sind vertreten. Wer sich dafür interessiert, schaut auf der entsprechenden Seite, welcher Autor in der Nähe wohnt – und dann kann man sich jemanden für eine Lesung ins Wohnzimmer halten. Okay, man muss natürlich etwas spenden – aber das ist bei so einer Aktion ja der erwünschte Nebeneffekt.

Ich finde das Projekt super, und ich würde mich freuen, wenn es erfolgreich würde. Ich zitiere gern: »In Zeiten wie diesen ist jeder Einzelne gefragt, ein Zeichen zu setzen für Toleranz und Weltoffenheit. Denn jetzt entscheiden wir, in was für einem Land wir in zehn Jahren leben werden.« Eine Wohnzimmerlesung verändert nicht die Welt, kann hier aber durchaus etwas bewegen – und wenn's nur Spenden sind, die an die richtige Stelle gelangen.

02 Dezember 2017

Eine Lesung und eine Diskussion in Feuerbach

Der »Föhrich« ist ein Gasthaus mit dem Charme einer Sportheim-Gaststätte; direkt zwischen einem Sportgelände und einer Hochhaussiedlung in Stuttgart-Feuerbach gelegen. Dort trifft sich regelmäßig der Science-Fiction-Stammtisch Stuttgart, und dort war ich am Freitag, 1. Dezember 2017, als Gast eingeladen.

Rund dreißig Personen waren anwesend, einige davon hatte ich seit zwei Dutzend Jahren nicht mehr gesehen, andere nehme ich ab und zu auf Cons wahr. Die Stimmung war sehr freundlich, ich wurde warmherzig empfangen – anders kann man es nicht nennen.

Zuerst genehmigte ich mir ein Bier und eine Portion Käsespätzle; beides sehr schwäbisch und gut. Danach musste ich, weil ich mit dem Auto angereist war, mit Apfelschorle weitermachen; das war aber nicht weiter schlimm.

Wir begannen mit einem Blick in die Vergangenheit, auf die frühen Jahre der Science-Fiction-Freunde Stuttgart, zu denen ich 1980/81 auch gehört hatte. Nach dem Austausch von mehr oder weniger lustigen Erinnerungen – »wie war das damals mit Dennis Scheck?« – wechselten wir zum ernsthaften Programm.

Ich las den Prolog aus meinem Fantasy-Roman »Das blutige Land«. Danach wurde diskutiert; die meisten Anwesenden hatten das Buch gelesen. Sie hatten Lob und Kritik zu äußern; mir wurden einige Fehler vorgehalten, die ich übersehen hatte. Aber alles lief in einem Rahmen ab, den ich mir als Gelegenheitsautor wünsche: sehr höflich und sehr klar, ohne blöde Untertöne.

In der Pause signierte ich eifrig Bücher, danach ging es mit PERRY RHODAN weiter. Ich musste über meinen Job allerlei Auskünfte geben; auch hier waren die Teilnehmer sehr freundlich. Bei einigen Fragen geriet ich ins Schwitzen, was nicht nur an den hohen Temperaturen innerhalb des Gastraumes lag.

Ich reiste um 18.30 Uhr an, und ich verließ die Veranstaltung um 23.30 Uhr. Ich hätte wohl auch noch weiter Fragen beantworten und diskutieren können; mit einigen alten Bekannten tauschte ich Erinnerungen aus den 80er-Jahren aus. Alles in allem eine wunderbare Veranstaltung!

30 November 2017

Tanja Kinkel und Grimms Morde

Damit ich mal mitbekomme, wie das »die echten Profis« bei ihren Lesungen machen, war ich am Mittwoch, 29. November 2017, im Regierungspräsidium in Karlsruhe. Im Rahmen der Bücherschau stellte die Autorin Tanja Kinkel ihren Roman »Grimms Morde« vor. Wir kennen uns seit einigen Jahren, wir haben auch schon zusammengearbeitet, und ihr neues Buch klingt sehr interessant.

Nach Angaben der Veranstalter waren rund 70 Personen im Buch-Café anwesend. Die Autorin wurde kurz vorgestellt, dann trug sie ein Gedicht vor, das auf die Märchenwelt der Brüder Grimm einstimmte. Danach begann sie mit der eigentlichen Lesung – diese bestand aus drei Szenen aus ihrem Roman.

In der ersten Szene schilderte sie die Konfrontation eines der beiden Grimms mit der örtlichen Polizei. Die zweite Szene führte das Geschwisterpaar Jenny und Annette von Droste-Hülshoff in die Handlung ein. Die dritte Szene fügte weitere Figuren hinzu. Die Szenen waren spannend, teilweise auch witzig.

Wie Tanja Kinkel erläuterte, hatte sie für das Buch eineinhalb Jahre lang recherchiert – das macht sie aber immer – und ein halbes Jahr lang geschrieben. Viele Elemente der Handlung entstammten der Wirklichkeit, aber natürlich hatte sie vieles erfunden; es ist ja auch ein Roman. Sie verwies auf die drückende politische Stimmung im Jahr 1821, in der in Kassel der Obrigkeitsstaat zu voller Blüte erwachte.

Nach der Lesung beantwortete die Autorin noch einige Fragen aus dem Publikum, bevor die Signierstunde anfing. Dabei ergaben sich weitere kleine Gespräche mit den Besuchern der Lesung, die allesamt einen zufriedenen Eindruck machten. Auch ich ging mit dem festen Willen, dieses Buch unbedingt lesen zu wollen.

Ich lese in Stuttgart aus meinem Roman

Die Science-Fiction-Freunde Stuttgart sind eine schon ehrwürdige Vereinigung von Science-Fiction-Fans; der Stammtisch der Gruppe trifft sich regelmäßig. Am Freitag, 1. Dezember 2017 – also morgen!!! – bin ich dort zu Gast. Man hat mich sowohl als Redakteur wie auch als Autor eingeladen.

Wie es aussieht, werde ich zuerst aus meinem Fantasy-Roman »Das blutende Land« vorlesen. Danach wird es wohl ein fröhliches Fragen-und-Antworten-Spiel geben, das sich unter anderem um meinen Beruf als Redakteur einer Raketenheftchenserie drehen wird.

Die Veranstaltung ist in Feuerbach, einem Ortsteil der schwäbischen Metropole, der ein wenig außerhalb liegt. Das Gasthaus mit dem verlockenden Namen »Der Föhrich« ist mir völlig unbekannt – das trägt alles dazu bei, dass ich tatsächlich ein wenig nervös sind. Schauen wir mal, wie das wird ...

16 November 2017

Als Vorlesepate in einer Grundschule

24 Augenpaare schauten mich erwartungsvoll an, gelächelt wurde kaum, eher schlug mir ein wenig Skepsis entgegen: Ich hatte meine erste Lesung in einer ersten Klasse. Selbstverständlich brachte ich kein Buch mit, das ich selbst geschrieben hatte, das wäre für die sechsjährigen Kinder sicher nicht ideal gewesen – ich hatte ein Buch von Astrid Lindgren unterm Arm.

Die Lehrerin stellte mich vor, ich erzählte ein wenig von mir und meiner Arbeit. Um zu zeigen, was ich beruflich mache, zeigte ich ihnen Silberbände. Die Kinder waren hin und weg; Raumschiffe und Aliens, dazu Wackelbilder und Silberumschlag – es war danach echt schwierig, sie auf das Vorlesen zu konzentrieren.

Ich las den Anfang von »Michel aus Lönneberga«, konkret, die Geschichte mit Michel und dem Suppentopf. (Wer die nicht kennen sollte, möge sie sich dringend besorgen und ebenso dringend den Text lesen.) Dabei stellte ich fest, dass die Geschichte für heutige Kinder schon fremdartig wirken kann: Wissen die wirklich, was ein Pferdefuhrwerk ist und dass man auf einem Hof durchaus auch Knechte und Mägde beschäftigt?

Die Aufmerksamkeit der Kinder war durchaus wechselhaft. Manche waren völllig fasziniert und hörten konzentriert zu, andere konnten keinen fünf Sekunden lang still sitzen. (Übrigens egal, ob es »biodeutsche« Kinder oder Migrantenkinder waren.) Ich las deshalb auch nicht am Stück vor, sondern zeigte Bilder oder stellte – zusammen mit der Lehrerin – mal eine Zwischenfrage.

Ich brachte die Unterrichtsstunde ganz gut rum, denke ich. Hinterher bedankten sich die Kinder alle einzeln, so nach dem Motto, »das war toll, dass du uns vorgelesen hast«. Dann stürmten sie in den Pausenhof hinaus; das war doch spannender als so ein alter Mann und seine Bücher.

Um es klar zu sagen: Ich war abschließend verschwitzt, ich fand das anstrengend. Mein Respekt vor Lehrerinnen und Lehrern in der Grundschule, der sowieso schon groß ist, war weiter gewachsen.

15 Oktober 2017

Das blutende Land in Dreieich

Für mein Selbstwertgefühl hatten die Verantwortlichen des BuchmesseCons in Dreieich vorgesorgt: Meine Lesung fand in einem kleinen Raum statt, der auch mit zehn Besuchern nicht völlig leer gewirkt hätte. Es kamen erfreulicherweise einige Personen mehr, so dass am Ende alle Sitzplätze belegt waren und manche Besucher sogar stehen mussten.

Ich hatte meine Auszüge aus »Das blutende Land« zwar einmal daheim geübt, aber offenbar nicht gut genug. Das merkte ich bei gelegentlichen Stotterern und Verlesern. Zumindest ärgerte sich darüber niemand offensichtlich, die Zuhörer amüsierten sich eher.

Zuerst erzählte ich ein wenig über mich und mein Buchprojekt, dann las ich den Prolog vor. Den finde ich immer noch gut, er stellt die Hauptfigur vor und macht die »Tonality« des Romans klar, zeigt also, in welche Richtung die Handlung gehen könnte.

Ich plauderte ein wenig, deutete einige Dinge zum Inhalt an und las eine Szene aus dem ersten Kapitel, die einen der Bösewichte vorstellt. Dabei stolperte ich ein wenig zu oft und war erleichtert, als ich fertig war – man weiß ja nie so richtig, wie was bei den Zuhörern ankommt.

Danach beantwortete ich Fragen. Auf eine war ich gar nicht vorbereitet: Um was es denn eigentlich ginge? Ich stellte fest, dass es gar nicht so einfach ist, ein 500-Seiten-Buch, an dem man ein Jahr lang gearbeitet hat, in wenigen Sätzen so zusammenzufassen, dass es allgemein verständlich ist. (Ich werde es demnächst im Blog nachholen.)

Auf die anderen Fragen ging ich hoffentlich souveräner ein. Ich merkte dann schon, wie ich ins Schwitzen geriet, und war sehr froh, als der »Room Master« mir das Zeichen gab, ich müsste jetzt aufhören. Aber meine Buchvorstellung von »Das blutende Land« bewertete ich als positiv.

16 September 2017

Lesung im Pfälzer Wald

Da ich nicht tätowiert bin und keine Piercings trage, schaue ich eher selten in Tattoo- und Piercing-Studios vorbei. Am Freitag, 15. September 2017, war das allerdings ganz anders: Ich absolvierte eine Lesung in »Piiix-Tattooart« in Münchweiler.

(Wer den Ort nicht kennt, braucht sich nicht zu grämen – obwohl ich daran im Verlauf der Jahrzehnte oft vorbeigefahren war, hatte ich dort nie angehalten. Er gehört zum Einzugsbereich von Pirmasens und liegt im südlichen Rheinland-Pfalz, rund 75 Kilometer von Karlsruhe entfernt.)

Das Studio erwies sich als eine Reihe schöner Räume, neu gestaltet und in einem Wohngebiet von Münchweiler liegend. Ich wurde sehr freundlich empfangen, mit Pizza und Bier versorgt, und weil sich eh schon alle kannten und durcheinander redeten, wurde ich recht schnell in eine Reihe von ständig wechselnder Gespräche verwickelt.

Das hätte man ja eigentlich den ganzen Abend so fortsetzen wollen, aber irgendwann begannen wir doch mit dem Programm. Ein wenig mehr als zwei Dutzend Leute saßen auf Stühlen und Bänken, und die »Vorgruppe« begann: Andreas Cräck las zwei Kurzgeschichten, die er in Fanzines wie dem »Pankerknacker« veröffentlicht hatte.

Danach war ich dran; ich las diverse Texte aus dem Buch »Für immer Punk?«, bekam viel Gelächter an den richtigen Stellen zu hören und erntete Applaus und Gelächter. Die versammelte Runde war sehr lustig, es mangelte weder an Zwischenrufen noch an launigen Bemerkungen. Entsprechend schnell raste die Zeit vorüber.

Als Zugabe las ich noch eine Science-Fiction-Geschichte, weil sich die Veranstalter als SF-Fans herausgestellt hatten; da herrschte dann fast andächtiges Schweigen. Ich verließ Münchweiler in einem absolut positiven Gefühl, geradezu euphorisiert. Nicht einmal der streckenweise fiese Nebel auf den Landstraßen im hügeligen Pfälzer Wald konnte mich da ernüchtern. Ein schöner Abend!

12 September 2017

Eine Lesung in der Pfalz

Es wird wirklich Zeit, dass ich mal wieder eine Lesung absolviere, in der es um mein Punkrock-Geschichtenbuch »Für immer Punk?« gehen wird. Aus diesem Grund fahre ich am Freitag dieser Woche in die Pfalz, genauer gesagt, geht es nach Münchweiler an der Rodalb – im Prinzip also in die Gegend von Pirmasens. Die Gegend ist mir aus den späten 80er- und frühen 90er-Jahren durchaus vertraut: Wenn ich nach Homburg an der Saar fuhr, kam ich immer durch die entsprechenden Gemeinden.

Veranstaltet wird die Lesung von »wie-ein-junger-jedi concerts«, was ich für einen sehr schönen Namen halte. Der Ort nennt sich PiiX-Tattooart (Am Herdpfad 9, 66981 Münchweiler Rodalb), und los geht es am Freitag, 15. September 2017, um 20 Uhr. Lesen werde ich allerlei Punkrock-Geschichten, dazu erzähle ich mehr oder weniger intelligente Dinge.

Ich habe eine »Vorgruppe«; das ist der Kollege Andreas Cräck, der ab Ende der 90er-Jahre selbst allerlei Punkrock-Hefte veröffentlicht hat und sich schreibtechnisch durch diverse Fanzine bewegte. Ich kann nur sagen: Ich bin sehr gespannt auf alles und habe keine Ahnung, was mich erwartet. Na dann ...