
Schon mal was vom Juggern gehört? Ich nicht. Okay: Ich nicht, bis mir der Verlag an der Ruhr das Buch »Juggern statt Prügeln« zuschickte, das ein gewisser Ruben Philipp Wickenhäuser verfaßt hat.
Ruben Wickenhäuser, der in äonenlang zurückliegender Zeit auch mal Fanzines gebastelt hat, ist heute ein studierter Historiker mit Bart, langen Haaren, Brille und Jackett. Auf dem offiziellen Foto sieht er auf jeden Fall sehr seriös aus; ich war schwer beeindruckt.
Und Juggern? Das ist eine Art Sport, bei dem sich meist sehr junge Leute drastisch verkleiden, um dann aufeinander loszurennen, sich mit Pompfen auf die Nase und sonstwo hinzuhauen und einen »Jugg« zu erringen. Klingt martialisch, sieht auf den Fotos auch sehr action-lastig aus und macht mich ziemlich neugierig. Ich glaube, das wäre endlich ein Sport für mich.
Das Buch kommt mit dem Untertitel »Der Trendsport für Aggressionsabbau und soziales Lernen« um die Ecke und ist im Prinzip eine Einführung in den Sport, inklusive der Darstellung seiner Regeln und der Möglichkeiten, die sich durch das Spiel ergeben.
Sieht alles in allem ziemlich cool aus; das macht sicher Spaß. Ein rotziges Layout spricht zudem an. Ein Buch, das eine neue Sportart präsentiert, also – und das auf recht witzige Art und Weise. Klingt auf jeden Fall spannend und unterhaltsam genug ...










