
»Mrs. Donaldson erblüht« ist die Geschichte einer älteren Dame, die sich ihre Pension damit aufbessert, dass sie in einer Klinik schauspielert – damit die Studenten lernen, richtig zu diagnostizieren, muss sie ihnen Krankheiten vorspielen. Ebenso bessert sie ihre Pension damit auf, dass sie Zimmer an Studenten vermietet. Und als diese auf die Idee kommen, sie bei ihrem Sex zuschauen zu lassen, um durch das »Eintrittsgeld« die Mietkosten zu verringern, wird die Geschichte so richtig skurril.
Ums Fremdgehen in allen möglichen Variationen geht es in der zweiten Geschichte: »Mrs. Forbes wird behütet« klingt ganz brav, geht aber in die Vollen. Nur ein Detail: Eine junge Frau betrügt ihren schwulen Ehemann mit ihrem Schwiegervater ... Das klingt merkwürdig, wird im Roman sehr amüsant geschildert und macht dabei richtig Spaß.
»Schweinkram« ist herrlich! Es ist keine Schenkelklopfer-Lektüre, keines der Bücher, bei dessen Lektüre man sich wegwirft. Bennetts Humor ist dezent, vor allem in den Formulierungen bleibt er ganz der britische Gentleman. Das wiederum macht die Sache zusätzlich spannend.
Ich bin mir sicher, dass »Schweinkram« nicht das letzte Buch war, das ich von diesem Autor gelesen habe. Mal schauen, ob und wie ich mal an einen Roman mache ... erschienen ist alles im kleinen, aber feinen Wagenbach-Verlag.
1 Kommentar:
Ich finde den Roman auch recht amüsant, bin aber vom Stil des Autors etwas verwirrt. Er wechselt Erzählperspektiven und Zeitformen auf sehr exzentrische Weise. Das ist echt gewöhnungsbedürftig!
http://www.christina-hacker.de/2015/01/mit-schweinkram-ins-neue-jahr/
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