Mit dem Schriftsteller Christian Montillon arbeite ich seit vielen Jahren zusammen; ich schätze ihn als Autor und als Mensch, der seine Meinungen klar und deutlich, aber immer höflich vertritt. Das zeigt sich auch bei dem Buch, dass er in diesem Jahr veröffentlicht hat und das seine persönliche Ansicht präsentiert: »KI? Kein Interesse!« ist das, was der Untertitel auch aussagt: ein »Persönlicher Zwischenruf eines Autors«. Und die Inhaltsangabe liefert Montillon auch gleich auf der Titelseite mit: »Warum ich für meine Romane keine KI nutze«.
Im eigentlichen Text des Buches, das vor allem als E-Book verkauf wird, macht Montillon klar, warum er gegen KI ist und worin sich die Arbeit eines Schriftstellers von dem unterscheidet, was die KI alles ausspuckt. Ein Schriftsteller kämpft und arbeitet, er macht sicher auch Fehler und hat seine schwachen Tage – aber sein Text kommt aus seinem Innern und wird von seiner täglichen Form extrem stark beeinflusst.
Montillon ist ein Autor, der unterhaltsam schreiben kann. Das belegt er eindrucksvoll mit diesem Büchlein: Auf den 110 Seiten – ich habe die gedruckte Ausgabe durchgeschmökert –, die großzügig gesetzt sind, liefert er eine Reihe von Anekdoten, die seine Ansichten untermauern. Man erfährt also ganz nebenbei auch, wie ein Schriftsteller denkt und arbeitet.
Christian Montillons »KI? Kein Interesse!« will einen Standpunkt vermitteln. Das macht der Autor sehr klar und sehr eindeutig. Man muss ihm nicht bei jeder Aussage beipflichten, liest sie aber mit großer Faszination. Empfehlenswert!
(Zu beziehen ist das Buch in gedruckter Form sowie als E-Book bei diversen Plattformen. Mir sind unter anderem Amazon und Thalia bekannt.)

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