31 Juli 2026

Boomer saufen weniger

Ein Artikel in der »Wirtschaftswoche« belegt, dass immer weniger alkoholische Getränke konsumiert werden. Der Rückgang betreffe vor allem meine Generation, also die Boomer, auf die man sich bisher verlassen konnte: Unsereins hat schließlich immer gesoffen. Das aber lässt deutlich nach.

Man bezieht sich dabei auf eine Studie eines Marktforschungsunternehmens, das der Getränkebranche zuarbeitet; angeblich wurden mehr als 32.000 Leute befragt. Immerhin 71 Prozent der Boomer haben im vergangenen Halbjahr Alkohol konsumiert; das sind zwei Prozent weniger als vor drei Jahren.

Der Vergleich ist spannend: Bei der sogenannten Generation Z – also bei den jungen Leuten – sei die Quote auf 74 Prozent gestiegen; vor drei Jahren waren es da noch 66 Prozent. In der gesamten erwachsenen Bevölkerung konsumieren 76 Prozent alkoholische Getränke.

Auffallend ist der starke Rückgang – generell – beim Bier. Es scheint sich, so vermuten auch die Marktforscher, ein Trend zu mehr Gesundheit abzuzeichnen; deshalb sei Alkohol nicht mehr ganz so üblich.

Ich finde das interessant: In meinem sozialen Umfeld war der Konsum von Alkohol stets normal. Man trank schon als Jugendlicher viel Bier, aber auch Schnaps; später ging man zu Wein und feineren Alkoholika über. Betriebs- oder Geburtstagsfeiern ohne Sekt und sonstige alkoholische Getränke waren undenkbar, zum Abendessen gehörten ein Bier oder ein Wein immer dazu. Von Konzerten und anderen Freizeitvergnügungen ganz zu schweigen.

Es zeichnet sich ein Wechsel ab. Und das bei konservativen Leuten, die schon »über die 60« sind. Spannend …

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