
Generell hat der Autor eine irrwitzige Freude an teilweise sehr schrägen Reimen. Sieht man von der Komik ab, sieht und hört man solche Reime eigentlich nur bei HipHop – und das meine ich hier ernsthaft.
Musikalisch herrscht die Gitarre vor, begleitet von allerlei Instrumenten. Eigentlich kann man die CD in eine Schublade mit »Liedermacher«-Musik stecken, neudeutsch »Singer-Songwriter«; das Ganze natürlich mit einer ironischen Note auch in den Stücken verstehen. Da darf die Musik eben auch mal bewusst eiern.
In Stücken wie dem »Teenie-Schlitzer« oder dem eingangs erwähnten »Kasperl«-Lied spielt Leo Lukas mit den Klischees des Splatter-Films; »My Venus From Venus« ist eigentliche eine Ballade mit Science-Fiction-Elementen, in der es eben um das Mann-Frau-Verhältnis geht, und im »Wexelbergl Kurtl« wird ein Wiener Original porträtiert.
Die »Radlweg Rhapsody« informiert darüber hinaus über das Radfahren in Wien, während »Männer bei Mango« einiges über einkaufende Männer verrät. Die Themen des Schriftstellers und Kabarettisten sind nicht unbedingt in den Untiefen der Politik zu suchen; er beleuchtet sehr allgemeine Themen – und ist dabei mitunter trotzdem sehr politisch.
Ich bin parteiisch, weil ich mit Leo Lukas seit vielen Jahren zusammenarbeite. Seine CD »WieWasWohin« ist aber wirklich gelungen, und sie gefällt mir immer noch sehr gut.
2 Kommentare:
So sieht es aus, wenn Leo Lukas auftritt – in diesem Fall ist es eine Aufnahme von »Als der Kasperl Amok lief«:
https://www.youtube.com/watch?v=XobfNEFyhdg
Salut, Klaus.
Mir kommt Leo Lukas gelegentlich bei der amüsativen ORF-Show "Was gibt es Neues" unter; läuft jetzt auch seit ewig & drei Tagen.
bonté
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