In diesem Jahr war ich nur einen Tag anwesend, der mir auch sehr gut gefiel: tolle Begegnungen mit enthusiastischen Menschen, leider viel zu wenig Zeit für all die spannenden Dinge, die ich sehen und mitbekommen durfte. Die meiste Zeit hielt ich mich in der Halle 3 auf, wo sich die phantastischen Verlage befanden – dort hatte ich meine Gespräche.
Es reichte nur zu einem einzigen Ausflug in die Halle 5, wo ich bei manchem Kleinverlag am liebsten Großeinkauf gemacht hätte. Bei den Kollegen des Hirnkost-Verlags strandete ich ein wenig länger – wie immer ist ein Besuch bei Hirnkost ein Höhepunkt der Buchmesse für mich.
Am Samstag fuhr ich zurück. Auf der Autobahn kam ich an kilometerlangen Staus vorbei: offensichtlich Leute, die zur Buchmesse wollten und sicher ewig brauchten, bis sie auf die Messe fahren konnten. Ich hatte schon am Freitag die elend langen Schlangen vor dem Eingang gesehen und mich über die offenbar desaströse Organisation gewundert: Man weiß im Voraus, dass sich Zigtausende angemeldet haben, man weiß auch, dass die Leute gern morgens in die Hallen möchten – und dann hat man nur ein einziges Drehkreuz, durch die sich Zigtausende von Leuten schleusen müssen?
Ich kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen in Leipzig die richtigen Schlussfolgerungen aus dem Chaos ziehen. Man ist auf einer Messe auf Warten eingestellt – aber nicht auf derartig miese Abläufe.
(Das Bild schoss ich am Freitagmorgen gegen elf Uhr; es zeigt einige der Schlangen, die sich gebildet hatten und die teilweise bis zur S-Bahn-Haltestelle reichten.)
2 Kommentare:
Verstehe ich nicht, die machen das doch nicht zum ersten Mal. Die Jahre bis 2019 war das nie ein Problem.
Das geht und ging mir genauso: Ich verstehe es nicht. Es waren ja früher auch so viele Leute da, und es gab nie ein Problem – wie Du richtig schreibst.
Soweit ich weiß, hat die Leitung der Messe gewechselt. Vielleicht liegt es schlicht daran, dass Erfahrungswerte fehlen. Das aber ist reine Spekulation.
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