14 September 2018

Der Elefant von Nantes

Wir erreichten Nantes am frühen Nachmittag. Die Wolkendecke über der französischen Hafenstadt war dicht, die Temperaturen waren trotzdem sehr hoch. In der Nähe der »Les Machines de l'Ile« fanden wir sogar einen Parkplatz, von dort eilten wir zu jenem Zentrum der Stadt, das sich den Maschinen und mechanischen Tieren widmete.

Wie sich rasch herausstellte, standen die Menschen in langen Schlangen an, um in die Ausstellung zu kommen. Sollten wir uns auch in die Reihe stellen oder lieber die Stadt erkunden? Lieber stromerten wir ein wenig durch das Gelände.

Dann hörten wir das Kreischen der Kinder und das Geräusch eines Motors. Wir folgten dem Strom der Menschen, die auf die freie Fläche eilten. Und dort sahen wir ihn: den riesenhaften Elefanten, der wie eine monströse Maschine über den Platz ging, langsam und würdevoll, angetrieben von einem Motor und trotzdem in einer seltsamen Vermengung von Leben und Technik.

Heerscharen von Menschen umgaben ihn. Kameras surrten ununterbrochen, Smartphones klickten. Ich war fasziniert und begeistert wie ein kleines Kind, ging zuerst vor dem Elefanten her, dann spazierte ich an seiner Seite entlang. Ab und zu hob er seinen Rüssel und spritzte eine dünne Fontäne aus Wasser über herumstehende Kinder, die kreischend davonrannten, um sofort wieder zu dem Elefanten zu eilen.

Es war ein großartiges Schauspiel, lustig und spannend zugleich. Das einzige, was ich bedauerte, war in diesem Moment, nicht mehr Zeit zu haben. Ich möchte auf jeden Fall wieder einmal nach Nantes, und dann werde ich mir die Maschineninsel genauer vornehmen. (Für einen Science-Fiction-Fan ist das echt ein Muss!)

1 Kommentar:

RoM hat gesagt…

Sali, Klaus.
Bei dem Thema der Machanik in der Kunst könnte Dich auch das Ceuvre von Jean Tinguely interessieren.
bonté