29 Mai 2007

Der Marionettenspieler von Venedig

Der Stefansplatz in Venedig ist groß und eindrucksvoll, wird von den meisten Touristen aber als Durchgangsstation benutzt. So kommt es zumindest uns vor, als wir zum zweiten Mal an diesem Tag über den Platz schlendern. Nur wenige halten an und setzen sich auf eine Bank, nur wenige betrachten die Statue in der Mitte des Platzes oder betreten den roten Bau der alten Kirche.

Wir bleiben spontan bei einem Mann stehen, der gerade sein Marionettentheater aufbaut; dann setzen wir uns hin und schauen zu. Mit einigen Kindern sind wir anfangs die einzigen, später sammeln sich Dutzende von Menschen um den Mann.

Und der ist wirklich klasse: ein verschmitztes Lächeln im bärtigen Gesicht, die langen schwarzen Haare zum Zopf gebunden, darüber ein Hut. Er läßt die Puppen buchstäblich tanzen, erzählt komplette Geschichten, die mal in Venedig spielen, mal in der römischen Vergangenheit, mal in einem orientalischen Harem.

Seine Figuren bewegen sich traumhaft, sie tanzen und hüpfen; er entlockt ihnen Gesten und Mimik, die uns wiederum Ausrufe der Begeisterung entlocken. Dazu exakt abgestimmte Musik vom Band, die jede Szene hervorragend umrahmt. Super!

Die Vorstellung geht schätzungsweise zwanzig Minuten, und ich bin hinterher total begeistert; ich klatsche, bis mir fast die Hände wehtun, und werfe hinterher auch was in den Hut. Mein persönliches Venedig-Highlight!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Und wo bleibt die kleine Modellgondel mit den hübschen, bunten Lämpschen, die Du uns versprochen hast? ;)

Jan E. Nice

Enpunkt hat gesagt…

Pfffffff. Die lässt sich so schlecdht durchs W-Lan schieben.

Anonym hat gesagt…

Sowas hübsches hast Du dir gekauft? Wir wollen ein Foto sehen! *gg*

Anonym hat gesagt…

He Klaus,

W-Lan ?!? Was ist das denn schon wieder für´n neumodischer Scheiß!
Schnapp dir einfach die Gondel und klemm sie dir untern Arm.

Klappt beim Bier ja auch ganz gut!

Gruß auuus Berlin, auuus Berlin!!!

Jan E. Nice