
Wer mit den »Monstern des Alltags« nichts anfangen kann, dem versuche ich es an dieser Stelle zu erläutern. Moser stellt Eigenheiten des menschlichen Verhaltens in Form von skurrilen Comic-Figuren dar: Die Bilder sind amüsant, und sie treffen erstaunlich gut. Ergänzt werden sie durch Texte pseudowissenschaftlicher Art, die den jeweiligen Monstern beispielsweise lateinische Fachbegriffe verleihen.
Mit seinen »Monstern« war der Künstler vor allem in den Nuller-Jahren so erfolgreich, dass es auch Kalender, T-Shirts, Poster und andere Artikel gab. Die »Monster der Weihnacht« sind gewissermaßen ein Abschlussband seiner Arbeit, sein Vermächtnis.
Wenn ich dieses Buch durchschaue und immer mal wieder eine Seite lese, muss ich einerseits oft lächeln – weil die Figuren so herrlich skurril sind –, und denke andererseits oft daran, dass die Welt durch Christian Mosers frühen Tod einen Künstler verloren hat, von dem man noch viel hätte erwarten können. Aber der Tod ist leider kein witziges »Monster des Alltags«, sondern ein Teil der harten Realität.
Es bleiben die Bilder, es bleiben die Geschichten. Und deshalb werde ich das Buch auch im Vorfeld zur nächsten Weihnacht wieder zur Hand nehmen, darin blättern und einzelne Seiten mit Wehmut und einem Lächeln zugleich lesen ...
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