28 August 2026

Verrückte Könige

Ich habe gelegentlich darüber geschrieben, wie gern ich den Podcast »Machtwechsel« höre, bei dem ich versuche, keine einzige Folge zu verpassen. Das liegt nicht daran, dass die Journalistin und der Journalistin, die ihn betreiben, politisch auf meiner Wellenlänge schwimmen – das tun sie nicht immer … –, sondern daran, dass die beiden sehr informiert wirken und ich das Gefühl habe, viele Hintergründe zu erfahren.

Das ist bei vielen anderen Podcasts nicht der Fall: Wenn ich nur Gelaber hören will, stelle ich mich an eine Pommesbude oder gehe zu vorgerückter Stunde in meine Stammkneipe.

Nun aber gibt es eine echte Konkurrenz für »Machtwechsel«. Sie heißt »Mad Kings«, kommt direkt aus der Redaktion der Zeitschrift »Der Spiegel« und stellt sich eher ein bisschen linksliberal auf. Wo also »Machtwechsel« eher konservativ daherkommt und sich manchmal zurückhält, wird »Mad Kings« klar: Hier wird die AfD klar als »rechtsextrem« bezeichnet, während man bei »Machtwechsel« gern den Begriff »rechtspopulistisch« benutzt.

Britta Sandberg arbeitete lange Jahre als Auslandskorrespondentin; ihr Kollege Christoph Hickmann leitet das »Hauptstadtbüros« der Zeitschrift. Beide haben also durchaus Ahnung von Politik und ganz offensichtlich auch klare Meinungen. Das finde ich gut.

In der ersten Folge, die in dieser Woche veröffentlicht wurde und die ich mir anhörte, geht es vor allem um die AfD, ihre Kontakte zu Russland und zu Putins Machtapparat sowie die anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt. Ich fand das spannend und werde mir sicher auch die nächste Folge anhören. Und dann muss ich schauen, wie ich drei Polit-Podcast-Folgen pro Woche schaffen kann …

(Ach ja: »Mad Kings« gibt es überall da, wo man Podcasts hören kann.)

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