
Er schrieb über Musiker und Bands, die mir nicht gefielen – aber im Nachhinein ist klar, dass er die wichtigeren Texte verfasste. Während ich über Punk-Konzerte schrieb oder von sportlichen Demonstrationen berichtete, lieferte er intelligente Texte zum Zustand der Popkultur. Diesen Spagat konnte das Heft auf Dauer nicht aushalten.
Im Ventil-Verlag fand er eine literarische Heimat, dort wurden seine Sachbücher veröffentlicht. Bei seinem ersten Buch – »if the kids are united« – wurde ich im Vorwort zitiert, was ich als sehr schmeichelhaft empfand. Und auch wenn das viele Leute anzweifelten: Er hat seine Herkunft aus »der Szene« nie verleugnet.
Vor einigen Tagen wäre Martin Büsser tatsächlich fünfzig Jahre alt geworden. Aus diesem Grund haben seine Kollegen im Ventil-Verlag ein Buch veröffentlicht, das viele der Texte des Autors zusammenfasst. Mal schauen, ob ich mir das zulege – eigentlich müsste ich ja ...
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