Seit vielen Jahren lese ich immer wieder aktuelle Ausgaben des »Sherlock Holmes Magazins«, das im Verlag Elms & Oaks erscheint und sich – wie der Name schon klarmacht – auf den berühmten Detektiv und seine Fälle konzentriert. Dabei beleuchtet die Redaktion um Jens Arne Klingsöhr stets auch allerlei Randbereiche, wie die Ausgabe 66 schön beweist.
Ein Schwerpunkt des Heftes sind Artikel, die sich mit Details aus den klassischen Geschichten beschäftigen. So greift ein großer Artikel die religiösen Aspekte des Holmes-Kanons auf. Das geht teilweise sehr ins Detail und ist mir dann auch zu hoch, weil ich mich mit Sherlock Holmes nicht gut genug auskenne – für echte Fans ist das sicher ein Leckerbissen.
Ich mochte am ehesten die Geschichte »Weihnachtsfrieden« von Sarah Lutter. Sie versetzt Holmes und Watson im Jahr 1914 an die deutsch-englische Front während des Ersten Weltkriegs. Die beiden werden zu Zeugen und Mitwirkenden des sogenannten Weihnachtsfriedens, als die Soldaten beider Seiten für einige Stunden oder teilweise sogar einen Tag nicht aufeinander schossen, sondern sich gegenseitig beschenkten oder Weihnachtslieder miteinander sangen.
Darüber hinaus bietet das Magazin umfangreiche Rezensionen zu aktuellen Hörspielen und Romanen sowie einen schönen Artikel über einen mir unbekannten »Sherlock Holmes«-Film aus dem Jahr 1992. Das alles ist gut geschrieben und wird in einem sehr ordentlichen Layout präsentiert; das Magazin ist 36 Seiten stark und wurde auf recht dickem Papier gedruckt.
Aber klar: Das »Sherlock Holmes Magazin« ist ein Fanzine, was ich hier positiv meine, wenngleich eines, das professionell wirkt Es ist ein Heft für Fans des berühmten Detektivs, und die Ausgabe 66 erweise sich wieder einmal als sehr gelungen. Ich finde: Es ist einen Blick wert!

1 Kommentar:
Informationen und Bestellmöglichkeiten zum »Sherlock Holmes Magazin« gibt’s auf der entsprechenden Internet-Seite.
Hier:
https://sherlockholmesmagazin.wordpress.com/
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