06 März 2026

Blick durch die Kunst-Lupe

Spaziert man durch Nantes, stolpert man an allen Ecken und Enden über Kunst. Vor allem die Insel der Maschinisten ist ein Gelände, auf dem sich Künstler aller Art austoben können. Zwischen ehemaligen Werftanlagen und Dockhallen sieht an Graffiti an den Wänden, erheben sich riesige Gummistiefel, die aussehen, als würden sie den daneben liegenden Kräutergarten bewachen, und es gibt entlang der Bras de Madeleine, des einen Arms der Loire, ein Geländer, auf dem Kreise aus Metall befestigt sind.

Es sind keine echten Lupen; wenn man durch die Kreise schaut, vergrößert sich nichts. Es ergeben sich aber immer wieder unterschiedliche Ein- und Ausblicke. Vor allem erhält man dank der Kreise einen schönen Blick auf die andere Seite des Flusses, je nachdem, wo man sich hinstellt und durch welchen Kreis man blickt.

Im Fall dieses Bildes blickte und fotografierte ich zu den alten Hafenanlagen auf der anderen Seite. Dort haben Künstler die alten Docks verschönert; die Hallen sehen dank der riesigen Schwarzweißbilder nicht schrottig oder heruntergekommen aus, sondern wie riesige Leinwände, auf denen man seltsame Gestalten, technische Gegenstände oder Comic-Figuren bewundern kann.

Faszinierend. Und immer wieder einen neuen Blick herausfordernd.

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