Der Splitter-Verlag ist vor allem durch seine hervorragenden Comics in den Bereichen Science Fiction und Fantasy bekannt geworden. Seit einigen Jahren zählt aber auch die Serie »Die vier von der Baker Street« zu seinem Programm. Ich las dieser Tage den aktuellen Band, die Folge zehn, die den Titel »Das Schwarze Museum« trägt.
Die Handlung spielt gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Während England zur weltweiten Großmacht aufgestiegen ist, leben viele Menschen in London immer noch im Elend. Straßenkinder müssen sich mit allem durchschlagen, was sie an Witz, Intelligenz und Härte aufzubringen haben. Da ist es schon gut, wenn man ab und zu für den berühmten Sherlock Holmes arbeiten und sich damit einige Münzen verdienen kann.
Erzählt wird von drei Jugendlichen und einem Kater – sie sind die vier aus der Baker Street –, die immer mal wieder Sherlock Holmes zur Hilfe eilen, ansonsten aber ihre eigenen Fälle lösen. Da sie aber in einem Milieu verkehren, in dem Kriminalität normal ist, werden sie häufig in Konflikte hineingezogen. Davon erzählt »Das Schwarze Museum«.
Ohne ins Detail zu gehen: Die Jugendlichen schlagen sich mit einer Straßenbande herum, es kommt zu Entführungen und Morden, es gibt einen Einbruch bei Scotland Yard, und Sherlock Holmes sowie Doc Watson müssen sich ebenfalls engagieren. Die Handlung ist turbulent, die Szenen wirken sehr realistisch.
Auch wenn die Helden eigentlich Jugendliche sind, ist das ein Comic, der sich an Erwachsene richtet. Da fließt schon mal Blut, da gibt es hässliche Kämpfe. Das aber wird so mitreißend erzählt und gezeichnet, dass es mich immer wieder aufs Neue begeistert. »Die vier von der Baker Street« ist eine Comic-Serie, die ein größeres Publikum verdient hätte!

1 Kommentar:
Wer sich für »Die vier von der Baker Street« interessiert, kann sich ja auf der Internet-Seite des Splitter-Verlags schlau machen – hier ist der Link zum zehnten und damit aktuellen Band, inklusive einer Leseprobe:
https://www.splitter-verlag.de/vier-baker-street-10.html
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