04 Februar 2026

Wenn die Linke lautstark schweigt

Im vergangenen Jahr gab es eine Reihe von Demonstrationen, in denen Menschen, die sich selbst als links verstanden, gegen die israelische Politik und vor allem den Krieg im Gaza-Streifen auf die Straße gingen. Sie demonstrierten gegen den angeblichen Völkermord; die bei diesen Demonstrationen getroffenen Aussagen waren teilweise sehr grenzwertig, um es vorsichtig zu formulieren.

Ich muss mir derzeit echt überlegen, wie ich mich zu linken Gruppierungen verhalte. Zuletzt verließ ich Demonstrationen, weil palästinensische Fahnen wehten; ich verstehe bis heute nicht, was die auf einer Demo gegen deutsche Nazis zu suchen haben.

Was mir in diesen Tagen aber auffällt: Es gibt sowieso keine solidarischen Demonstrationen zu den Menschen, die im Sudan zu Opfern eines brutalen Kriegs und womöglich von Völkermord werden. Es gibt aber auch keine solidarischen Demonstrationen zum Iran, wo Tausende von Menschen, vielleicht sogar Zehntausende, massakriert worden sind, nur weil sie demonstrierten.

Das scheint niemanden zu interessieren. Das verstehe ich nicht. Zwar hege ich den einen oder anderen Verdacht, aber den würde ich nie laut äußern. Trotzdem frage ich mich: Warum schweigen die Leute, die sich als links verstehen, zum Massenmord im Iran und im Sudan?

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