Die Organisation »Reporter ohne Grenzen« setzt sich – wie der Name schon nahelegt – weltweit für die Pressefreiheit ein. Um ihre Arbeit zu finanzieren, gibt die Organisation unter anderem alljährlich die Publikation »Fotos für die Pressefreiheit« heraus. In diesem Jahr war es ein A4-Heft, allerdings mit einem geklebten Rücken, so dass es eigentlich einem großformatigen Paperback nahekommt und ins Regal gestellt werden kann.
Das hat das Buch/Heft auch verdient. Auf 104 Seiten gibt es Reportagen aus allen möglichen Weltregionen: Dagestan im russischen Kaukasus wird ebenso erwähnt wie Kirgisien, China oder das Kosovo, Kolumbien oder Nigeria. Dabei halten alle Reportagen einen kritischen Ton bei; sie zeigen, wie Politik funktioniert und unter welchen Bedingungen die Medien in diesen Regionen funktionieren.
Die Texte und Bilder sind größtenteils schon in Tageszeitungen und Magazinen veröffentlicht worden. Ich kannte sie allesemt nicht – weil man auch als Vielleser nicht alles mitbekommen kann. Die Zusammenstellung ist klasse: Jede Reportage ist gut geschrieben und fotografiert, das ist jeweils ein Beispiel für richtig guten Journalismus. Lesens- und betrachtenswert!
Es passiert einiges um mich herum, und nicht alles gefällt mir. Vieles fasziniert mich, vieles interessiert mich – und das soll Thema dieses Blogs sein.
31 Oktober 2011
28 Oktober 2011
Ein Tag in der Altstadt
Antalya ist mir seit Jahren ein Begriff, allerdings eher negativ. Der Urlaubsort für Proleten, das Mallorca der Türkei ... und so weiter. Ich urlaube in der Gegend, im Touristen-Hotspot Aksu/Kundu, aber nach Antalya rein musste ich dann doch mal.
Heute mietete ich mir noch einmal ein Rad, diesmal ein größeres und damit mit einer besseren Gangschaltung, und fuhr nach Antalya rein. Die 15 oder 20 Kilometer ließen sich schnell zurücklegen, weil ich dieses Mal eine andere Strecke fuhr, zwar ein Umweg, aber dafür mit weniger Autoverkehr.
Entlang der Steilküste ging es in die eigentliche Stadt hinein - ich hatte teilweise sehr schöne Blicke auf das nahe gelegene Gebirge. Und die Altstadt selbst, die ist wirklich sehr schön. Mit dem Rad konnte ich die vielen Gassen schön durchstreifen, bis ich zum Hafen kam - was für ein steiler Abstieg dahin!
Aber schön war's - ich werde künftig nichts schlechtes mehr über Antalya mehr sagen. Dıe eigentliche Altstadt ist ein echtes Schmuckstück mit vielen schönen alten Häusern und engen Gassen; ein Besuch lohnt sich.
Heute mietete ich mir noch einmal ein Rad, diesmal ein größeres und damit mit einer besseren Gangschaltung, und fuhr nach Antalya rein. Die 15 oder 20 Kilometer ließen sich schnell zurücklegen, weil ich dieses Mal eine andere Strecke fuhr, zwar ein Umweg, aber dafür mit weniger Autoverkehr.
Entlang der Steilküste ging es in die eigentliche Stadt hinein - ich hatte teilweise sehr schöne Blicke auf das nahe gelegene Gebirge. Und die Altstadt selbst, die ist wirklich sehr schön. Mit dem Rad konnte ich die vielen Gassen schön durchstreifen, bis ich zum Hafen kam - was für ein steiler Abstieg dahin!
Aber schön war's - ich werde künftig nichts schlechtes mehr über Antalya mehr sagen. Dıe eigentliche Altstadt ist ein echtes Schmuckstück mit vielen schönen alten Häusern und engen Gassen; ein Besuch lohnt sich.
27 Oktober 2011
Keine Fahnen mehr!
Wenn ich wieder in Deutschland bin, werde ich eine noch größere Abneigung gegenüber Nationalfahnen entwickelt haben als bisher schon. In der Türkei sind die Leute offensichtlich noch fahnenfixierter als in den USA - sie hängen buchstäblich überall.
Gerne sind sie zwischen Wohnblocks aufgehängt oder dienen als riesige Dekoration an den Fassaden bonziger Hotels. Wer es gerne ein wenig dezenter mag, trägt die Fahne als Aufnäher, als T-Shirt oder sogar als Kopftuch.
Und natürlich hängt sie auch vor jeder Kneipe und vor öffentlichen Klos. Was dann doch schon wieder eine gewisse Ironie hat ...
Gerne sind sie zwischen Wohnblocks aufgehängt oder dienen als riesige Dekoration an den Fassaden bonziger Hotels. Wer es gerne ein wenig dezenter mag, trägt die Fahne als Aufnäher, als T-Shirt oder sogar als Kopftuch.
Und natürlich hängt sie auch vor jeder Kneipe und vor öffentlichen Klos. Was dann doch schon wieder eine gewisse Ironie hat ...
26 Oktober 2011
Schnelle Straßen und das Glas
Zwischen dem Strandviertel Aksu, in dem auch mein Hotel liegt, und der großen Stadt Antalyae gibt es eine direkte Verbindungsstraße. Diese ist vierspurig und wird von den Einheimischen mıt hohem Tempo benutzt.
Anders gesagt: Wer da als Radfahrer unterwegs ist, wird gehasst und entsprechend behandelt. Hupen und mit drei Zentimeter Abstand vorbeifahren ist eine beliebte Strafe.
Da ich keinen Streit will, weiche ich auf den Weg aus, der direkt neben der Straße verläuft. Es ist ein besserer Ackerweg, auf dem normalerweise die Traktoren rollen; so sieht er aus.
Und ich stelle fest, dass türkische Jungmänner ihre leer getrunkenen Bierflaschen am liebsten auf eine Weise entsorgen: mıt Vollgas aus dem Fenster des fahrenden Autos und auf den Weg neben der Straße. Und so eiere ich zwischen Skylla - der Schnellstraße - und Charybdis - dem Weg mit dem Scherbenmeer - dahin ...
Anders gesagt: Wer da als Radfahrer unterwegs ist, wird gehasst und entsprechend behandelt. Hupen und mit drei Zentimeter Abstand vorbeifahren ist eine beliebte Strafe.
Da ich keinen Streit will, weiche ich auf den Weg aus, der direkt neben der Straße verläuft. Es ist ein besserer Ackerweg, auf dem normalerweise die Traktoren rollen; so sieht er aus.
Und ich stelle fest, dass türkische Jungmänner ihre leer getrunkenen Bierflaschen am liebsten auf eine Weise entsorgen: mıt Vollgas aus dem Fenster des fahrenden Autos und auf den Weg neben der Straße. Und so eiere ich zwischen Skylla - der Schnellstraße - und Charybdis - dem Weg mit dem Scherbenmeer - dahin ...
Ein Tag auf dem Rad
Wann immer ich irgendwo im Ausland bin, versuche ich, mir ein Rad zu besorgen, sprich, zu leihen. Auch in Antalya ... rund zwei Kilometer vom Hotel entfernt gibt es einen Stand, an dem man Räder leihen kann: zehn Euro am Tag, und die Burschen da sprechen schwäbisch.
Aus der Rad-Perspektive sieht die Gegend ganz anders aus: Verlässt man die Küstenzone mit den Touristenhotels, kommt recht schnell das eigentliche Land. Ich kam in zwei Dörfer, in denen der eigentliche Ortskern aus alten, kleinen Gebäuden längst umgeben ist von ausufernden Neubauten, teils ganz hübsch, teils fürchterlich pseudomodern.
Wobei die Ansammlung bonziger Hotels aus der Landperspektive auch sehr interessant aussieht. Was man hier in die Landschaft gesetzt hat, wirkt vom Dorf aus wie eine Ansammlung mondäner mittelalterlicher Schlösser und Burgen. Angesichts von Namen wie Kremlin Palace passt das dann ja auch ...
Aus der Rad-Perspektive sieht die Gegend ganz anders aus: Verlässt man die Küstenzone mit den Touristenhotels, kommt recht schnell das eigentliche Land. Ich kam in zwei Dörfer, in denen der eigentliche Ortskern aus alten, kleinen Gebäuden längst umgeben ist von ausufernden Neubauten, teils ganz hübsch, teils fürchterlich pseudomodern.
Wobei die Ansammlung bonziger Hotels aus der Landperspektive auch sehr interessant aussieht. Was man hier in die Landschaft gesetzt hat, wirkt vom Dorf aus wie eine Ansammlung mondäner mittelalterlicher Schlösser und Burgen. Angesichts von Namen wie Kremlin Palace passt das dann ja auch ...
25 Oktober 2011
Überhaupt nicht PC
In Deutschland empfiehlt es sich mittlerweile nicht mehr, Begriffe wie getürkt zu benutzen; das gilt aus gutem Grund als politisch nicht korrekt. Nur scheint man in Antalya anders darüber zu denken.
Das zeigte sich bei einem Spaziergang, den ich heute unternahm. »Getürkte Uhren« - versprach mir ein Werbeschild in einem Bazaar. Das fand ich dann doch recht cool.
Das zeigte sich bei einem Spaziergang, den ich heute unternahm. »Getürkte Uhren« - versprach mir ein Werbeschild in einem Bazaar. Das fand ich dann doch recht cool.
24 Oktober 2011
Ein Horror-Journal
Frank Festa ist ein Teufelskerl. Wie sonst könnte man über Jahre hinweg einen Kleinverlag leiten, der nicht gerade Trendliteratur veröffentlicht und trotzdem reichlich cool ist? Ich lese gerade die Ausgabe drei des Horror-Magazins »Omen« und finde das Ding großartig.
Bisher war kein einziger Text schlecht, und das soll mal einer nachmachen. Dass Brian Lumley ziemlich cool ist, wusste ich auch vorher, aber jetzt habe ich es auch gelesen. Hammer!
Bisher war kein einziger Text schlecht, und das soll mal einer nachmachen. Dass Brian Lumley ziemlich cool ist, wusste ich auch vorher, aber jetzt habe ich es auch gelesen. Hammer!
23 Oktober 2011
Endlich in der Wärme
Ich gönne mir tatsächlich einen Urlaub - und dieser ist in der Türkei. Das ist nicht unspannend, wenn man in einem Internetcafé versucht, sich mit einer sehr ungewohnten Tastatur bekannt zu machen. Es wird also schon allein deshalb bei wenigen und kurzen Notizen bleiben.
Wer es genau wissen will: Es ist Antalya, und es ist Pauschalurlaub. Und all inklusive ist es zu allem Überfluss auch noch. Wahrscheinlich werde ich zehn Kilogramm zunehmen ...
Wer es genau wissen will: Es ist Antalya, und es ist Pauschalurlaub. Und all inklusive ist es zu allem Überfluss auch noch. Wahrscheinlich werde ich zehn Kilogramm zunehmen ...
Zug nach Frankfurt
So einfach ist es nicht, nachts zum Flughafen nach Frankfurt zu kommen. Zumindest nicht in der Nacht und am Wochenende - diese Erfahrung machte ich jetzt in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Von Karlsruhe aus fahren um Mitternacht herum zwei Züge, beide werden im Fahrplan und bei der Bahnauskunft im Internet auch ausgewiesen. Den einen kann man aber nur nutzen, wenn man vorher einen Sitzplatz reserviert oder eben gleich schläft; es handelt sich um einen Nachtschlaf-Express oder wie immer das genau heißt.
Also nahm ich den Zug um 23.05 Uhr, stellte fest, dass bei dem auch die meisten Waggons nur für Schlafende waren und ließ mich über seltsame Nebenstrecken bis nach Mannheim schaukeln. Dort stieg ich um in einen sogenannten Railjet. Von dieser Firma hatte ich noch nie gehört; es handelt sich um ein österreichisches Unternehmen, das von Budapest nach Frankfurt fährt und dessen Ansagen mit österreichischem Akzent ablaufen.
Lustig. Alles funktionierte. Aber ich kam mir zeitweise so vor, als müsste einfach alles schief gehen - es war schlicht ungewohnt und entsprach nicht dem, was mir von der Deutschen Bahn her bekannt vorkam ...
Also nahm ich den Zug um 23.05 Uhr, stellte fest, dass bei dem auch die meisten Waggons nur für Schlafende waren und ließ mich über seltsame Nebenstrecken bis nach Mannheim schaukeln. Dort stieg ich um in einen sogenannten Railjet. Von dieser Firma hatte ich noch nie gehört; es handelt sich um ein österreichisches Unternehmen, das von Budapest nach Frankfurt fährt und dessen Ansagen mit österreichischem Akzent ablaufen.
Lustig. Alles funktionierte. Aber ich kam mir zeitweise so vor, als müsste einfach alles schief gehen - es war schlicht ungewohnt und entsprach nicht dem, was mir von der Deutschen Bahn her bekannt vorkam ...
22 Oktober 2011
Vitamin X mit saugeilem Hardcore
Die Band Vitamin X kommt aus der niederländischen Metropole Amsterdam; ich habe von denen unter anderem die Langspielplatte »Full Scale Assault«, auf der sich insgesamt zwanzig sehr knappe Stücke befinden. Die Platte kam 2008 raus und bietet ganz klassisch klingenden Thrash-HC, wie er vor 20 Jahren »in« war.
Die vier Musiker sind Straigh-Edger, scheinen aber trotzdem genügend Spaß im Leben zu haben, wenn man den Bildern glauben kann. In ihrer Musik lassen sie's ordentlich krachen: Kurz und knapp ist das alles, immer nach vorne gebolzt und ohne irgendwelche Metal-Anleihen, Hardcore also, wie er sein sollte.
Übrigens ist die Platte auch richtig gut gestaltet: Sie ist so richtig zum Aufklappen, sie ist künstlerisch gestaltet, und das ist schon rein optisch so gut gelungen, dass ich mich darüber in den Nullerjahren und danach gleich doppelt freuen kann.
Großartig.
Die vier Musiker sind Straigh-Edger, scheinen aber trotzdem genügend Spaß im Leben zu haben, wenn man den Bildern glauben kann. In ihrer Musik lassen sie's ordentlich krachen: Kurz und knapp ist das alles, immer nach vorne gebolzt und ohne irgendwelche Metal-Anleihen, Hardcore also, wie er sein sollte.
Übrigens ist die Platte auch richtig gut gestaltet: Sie ist so richtig zum Aufklappen, sie ist künstlerisch gestaltet, und das ist schon rein optisch so gut gelungen, dass ich mich darüber in den Nullerjahren und danach gleich doppelt freuen kann.
Großartig.
21 Oktober 2011
Rikk Agnew ist ganz schön alt
Ich weiß nicht mehr genau, wann ich Rikk Agnew zum letzten Mal live gesehen habe: wahrscheinlich Ende der 80er-Jahre in Filderstadt-Bernhausen. In meiner Erinnerung eine dynamische Band und ein durchgeknallter Sänger, der hinterher seine »faulen« Musiker mit leeren Bierdosen bewarf – zum Gaudium des Publikums –, weil diese nach der dritten Zugabe nicht mehr wollten.
Und jetzt wieder: Donnerstag, 20. Oktober 2011, in der »Alten Hackerei« in Karlsruhe. Publikum und Sänger waren in der Zwischenzeit deutlich gealtert ... Der Rikk Agnew, der auf der Bühne stand, besaß deutlich weniger Zähne als der Mann damals, und er trug zum Ausgleich geschätzte zwanzig Kilogramm mehr mit sich herum. Dazu gab's Klamotten, die eher an einen Sack als an sonst was erinnerten.
Zu allem Überfluss kam ich auch noch zu spät zum Konzert und bekam so nur die letzten zwanzig Minuten mit. Die aber waren ziemlich geil: Der gute Mr. Agnew hat sich eine brasilianisch-deutsch-amerikanische Begleitband zusammengestellt, die es gut knallen ließ, und auch er erwies sich als Klasse-Sänger. Klassiker aus den frühen 80er-Jahren feuerte er mit großer Begeisterung auf uns ab, dass es eine wahre Pracht war.
Die vielleicht drei Dutzend Besucher, darunter ich, hatten ihren Spaß. Wir johlten und jubelten für hundert, und so gab es sogar noch Zugaben. Alle in allem ein sehr gelungenes Konzert; bingo!
Und jetzt wieder: Donnerstag, 20. Oktober 2011, in der »Alten Hackerei« in Karlsruhe. Publikum und Sänger waren in der Zwischenzeit deutlich gealtert ... Der Rikk Agnew, der auf der Bühne stand, besaß deutlich weniger Zähne als der Mann damals, und er trug zum Ausgleich geschätzte zwanzig Kilogramm mehr mit sich herum. Dazu gab's Klamotten, die eher an einen Sack als an sonst was erinnerten.
Zu allem Überfluss kam ich auch noch zu spät zum Konzert und bekam so nur die letzten zwanzig Minuten mit. Die aber waren ziemlich geil: Der gute Mr. Agnew hat sich eine brasilianisch-deutsch-amerikanische Begleitband zusammengestellt, die es gut knallen ließ, und auch er erwies sich als Klasse-Sänger. Klassiker aus den frühen 80er-Jahren feuerte er mit großer Begeisterung auf uns ab, dass es eine wahre Pracht war.
Die vielleicht drei Dutzend Besucher, darunter ich, hatten ihren Spaß. Wir johlten und jubelten für hundert, und so gab es sogar noch Zugaben. Alle in allem ein sehr gelungenes Konzert; bingo!
20 Oktober 2011
Sonderheft zum BuchmesseCon
Seit Michael Haitel als Chefredakteur der Magazine aktiv ist, die der Science-Fiction-Club Deutschland e.V. (SFCD) herausgibt, haben sich diese durch die Bank gemausert. Das belegt aufs schönste die aktuelle Ausgabe 235 der Andromeda Nachrichten (AN abgekürzt) – das Fanzine hat schon mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel und wird unter Haitels Redaktion mittlerweile zu einem richtig schicken Magazin.
Das Heft ist gleichzeitig das Con-Buch für den BuchmesseCon, der vom 14. bis 16. Oktober 2011 in Dreieich stattfand und den ich auch besuchte. Jeder Con-Besucher bekam eine AN-Ausgabe, und das ist eine gelungene Werbung für den SFCD.
Unter anderem wurden die vielen Autoren und Herausgeber vorgestellt, die das Programm des Cons prägten. Dazu zählen bekannte Namen wie die Fantasy-Autoren Bernd Perplies oder Gesa Schwartz, aber auch unbekannte Autoren wie Clara D'lestrange oder Holger Stiebing – eine interessante Mischung, die mich tatsächlich neugierig machte und die ich komplett durchlas.
Schön fand ich die bebilderten Berichte von anderen Cons, weil diese augenzwinkernd gehalten waren; so etwas lese ich stets sehr gern. Dazu kommen die üblichen Themen, die ansonsten die AN-Ausgaben prägen: Seitenweise werdem die aktuellen Neuerscheinungen in der Science Fiction und Fantasy aufgezählt, geht es um aktuelle Filme, Fanzines, Bücher und Computerspiele. Teilweise sind die Berichte ein wenig lahm, zumeist aber lesenswert.
Alles in allem sind die 144 Seiten im A4-Format eine erfreuliche Erscheinung in der aktuellen Fanzine-Szene. Da bekommt man ja fast Lust, wieder in den Verein einzutreten. Wer mag, kann aber die aktuelle AN-Ausgabe einfach für acht Euro beim Archivar des Vereins bestellen – weitere Informationen gibt es auf der SFCD-Homepage.
Das Heft ist gleichzeitig das Con-Buch für den BuchmesseCon, der vom 14. bis 16. Oktober 2011 in Dreieich stattfand und den ich auch besuchte. Jeder Con-Besucher bekam eine AN-Ausgabe, und das ist eine gelungene Werbung für den SFCD.
Unter anderem wurden die vielen Autoren und Herausgeber vorgestellt, die das Programm des Cons prägten. Dazu zählen bekannte Namen wie die Fantasy-Autoren Bernd Perplies oder Gesa Schwartz, aber auch unbekannte Autoren wie Clara D'lestrange oder Holger Stiebing – eine interessante Mischung, die mich tatsächlich neugierig machte und die ich komplett durchlas.
Schön fand ich die bebilderten Berichte von anderen Cons, weil diese augenzwinkernd gehalten waren; so etwas lese ich stets sehr gern. Dazu kommen die üblichen Themen, die ansonsten die AN-Ausgaben prägen: Seitenweise werdem die aktuellen Neuerscheinungen in der Science Fiction und Fantasy aufgezählt, geht es um aktuelle Filme, Fanzines, Bücher und Computerspiele. Teilweise sind die Berichte ein wenig lahm, zumeist aber lesenswert.
Alles in allem sind die 144 Seiten im A4-Format eine erfreuliche Erscheinung in der aktuellen Fanzine-Szene. Da bekommt man ja fast Lust, wieder in den Verein einzutreten. Wer mag, kann aber die aktuelle AN-Ausgabe einfach für acht Euro beim Archivar des Vereins bestellen – weitere Informationen gibt es auf der SFCD-Homepage.
19 Oktober 2011
Plieska ist melancholisch
Der mir unbekannte Musiker und Schauspieler Bernhard Piesk ist laut Info verantwortlich für die »Band« namens Plieska. Er spielt alle Instrumente selbst, er schreibt die Texte und die Musik, und er produziert das ganze auch noch selbst. Das finde ich schon mal richtig stark, und das trägt dazu bei, dass ich die CD »Euphoria« sehr genau anhöre.
Das gelingt mir ganz gut: Plieska ist melancholisch und traurig, klingt immer ein wenig, als stünde da ein einsamer junger Mann auf einem Berg und sänge vor sich hin. Tatsächlich singt er mit einer sehr melodischen Stimme, die mir manchmal zu »hoch« vorkommt.
Wenn man bedenkt, dass der Mann das wirklich allein eingespielt hat, zieht man unweigerlich den Hut: Die neun englischsprachigen Stücke und das eine deutschsprachige Stück sind fast schon schwelgerisch inszeniert; da klimpert das Klavier, da hört man Streichinstrumente, da wird behutsam instrumentiert.
Nicht meine Tasse Bier für jeden Tag, aber gelungene, sehr schöne »Songwriter«-Musik. Passt irgendwie zum Herbst, wo fröhliche Musik nun wirklich nicht ins Ohr gehen mag.
Das gelingt mir ganz gut: Plieska ist melancholisch und traurig, klingt immer ein wenig, als stünde da ein einsamer junger Mann auf einem Berg und sänge vor sich hin. Tatsächlich singt er mit einer sehr melodischen Stimme, die mir manchmal zu »hoch« vorkommt.
Wenn man bedenkt, dass der Mann das wirklich allein eingespielt hat, zieht man unweigerlich den Hut: Die neun englischsprachigen Stücke und das eine deutschsprachige Stück sind fast schon schwelgerisch inszeniert; da klimpert das Klavier, da hört man Streichinstrumente, da wird behutsam instrumentiert.
Nicht meine Tasse Bier für jeden Tag, aber gelungene, sehr schöne »Songwriter«-Musik. Passt irgendwie zum Herbst, wo fröhliche Musik nun wirklich nicht ins Ohr gehen mag.
Wenn Rentner reden
Gehe ich ins Training, ist es meist abends; da sind die Berufstätigen, die erst nach Feierabend können, fast unter sich. Ganz anders sieht es tagsüber aus: Morgens zwischen neun und zehn Uhr sind fast nur weißhaarige Herren anwesend. Auch nicht schlecht – so fühle ich mich auch mal wieder jung.
Die Gespräche sind auch nicht schlecht. »Ich gehe jetzt erst mal wieder in Urlaub«, erzählt einer frohgemut. »Bis Mitte Januar bin ich mindestens weg.« Er freut sich, und ich gönne es ihm irgendwie.
»Wir haben schließlich jahrelang eingezahlt«, sagt der andere und meint damit die Rentenkasse. Ich bin höflich oder feige genug, mich nicht ins Gespräch einzumischen.
Die Renten heute werden von uns bezahlt. Das, was die Rentner vor zwanzig oder dreißig Jahren einbezahlt haben, kam den damaligen Rentnern zugute. Da wurde kein Geld irgendwie auf die Seite gelegt, vermehrte sich auf wundersame Weise und wird jetzt ausgeschüttet. Die heutige Rente wird heute erarbeitet. Es ist ganz einfach.
Aber jahrelange Gehirnwäsche hat wohl ihre Ziele erreicht. Und ich kann den alten Herren keinen Vorwurf machen. Ärgern darf ich mich dennoch.
Die Gespräche sind auch nicht schlecht. »Ich gehe jetzt erst mal wieder in Urlaub«, erzählt einer frohgemut. »Bis Mitte Januar bin ich mindestens weg.« Er freut sich, und ich gönne es ihm irgendwie.
»Wir haben schließlich jahrelang eingezahlt«, sagt der andere und meint damit die Rentenkasse. Ich bin höflich oder feige genug, mich nicht ins Gespräch einzumischen.
Die Renten heute werden von uns bezahlt. Das, was die Rentner vor zwanzig oder dreißig Jahren einbezahlt haben, kam den damaligen Rentnern zugute. Da wurde kein Geld irgendwie auf die Seite gelegt, vermehrte sich auf wundersame Weise und wird jetzt ausgeschüttet. Die heutige Rente wird heute erarbeitet. Es ist ganz einfach.
Aber jahrelange Gehirnwäsche hat wohl ihre Ziele erreicht. Und ich kann den alten Herren keinen Vorwurf machen. Ärgern darf ich mich dennoch.
18 Oktober 2011
Galaktisches Forum 2011
Mit die gelungenste Veranstaltung auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse war übrigens – war ja wohl klar – das Galaktische Forum am Freitag abend, 14. Oktober 2011. Sprich, unsere eigene PERRY RHODAN-Party, die wir zum nunmehr zehnten Mal veranstalteten.
Wie viele Leute letztlich im »EuroDeli« waren, weiß ich gar nicht: irgend etwas zwischen 80 und 100 Personen, so schätze ich. Es gab welche, die früh kamen und früh gingen, es gab welche, die spät kamen und noch später gingen, und es gab natürlich diejenigen, die als erste da waren und ganz zuletzt die Bar verließen.
Dazu zählten wir Veranstalter. Ich kam gegen 20 Uhr ins »EuroDeli«, als die Kolleginnen bereits aufgebaut hatten; ich trank ruckzuck ein Bier gegen die Nervosität, was nicht viel half, und half dann beim Aufbauen.
Später spielte ich den Grüßgott-August für die Besucher, noch später hielt ich eine vielleicht zwei Minuten lang dauernde Rede, und dann fing ich schon wieder an, die ersten zu verabschieden, die zu anderen Veranstaltungen weitergehen mussten. Gegen halb zwei Uhr nachts verließen wir die Bar und eierten in Richtung Hotel.
Schlauer als letztes Mal waren wir ja. Da die Getränkeversorgung im Hotel nicht funktionierte, hatte ich einfach einen Kasten »Tannenzäpfle« im Auto. Und so saßen wir in der öden Sitzgruppe der öden Rezeption, tranken Bier und redeten dummes Zeugs, während über unseren Köpfen der Fernseher flimmerte und – ohne Ton – den sensationellen SF-Film »Das fünfte Element« zeigte.
Gegen vier wankte ich ins Bett. Ob das dann so schlau war, bezweifelte ich beim Aufstehen wenige Stunden später dann doch ...
Wie viele Leute letztlich im »EuroDeli« waren, weiß ich gar nicht: irgend etwas zwischen 80 und 100 Personen, so schätze ich. Es gab welche, die früh kamen und früh gingen, es gab welche, die spät kamen und noch später gingen, und es gab natürlich diejenigen, die als erste da waren und ganz zuletzt die Bar verließen.
Dazu zählten wir Veranstalter. Ich kam gegen 20 Uhr ins »EuroDeli«, als die Kolleginnen bereits aufgebaut hatten; ich trank ruckzuck ein Bier gegen die Nervosität, was nicht viel half, und half dann beim Aufbauen.
Später spielte ich den Grüßgott-August für die Besucher, noch später hielt ich eine vielleicht zwei Minuten lang dauernde Rede, und dann fing ich schon wieder an, die ersten zu verabschieden, die zu anderen Veranstaltungen weitergehen mussten. Gegen halb zwei Uhr nachts verließen wir die Bar und eierten in Richtung Hotel.
Schlauer als letztes Mal waren wir ja. Da die Getränkeversorgung im Hotel nicht funktionierte, hatte ich einfach einen Kasten »Tannenzäpfle« im Auto. Und so saßen wir in der öden Sitzgruppe der öden Rezeption, tranken Bier und redeten dummes Zeugs, während über unseren Köpfen der Fernseher flimmerte und – ohne Ton – den sensationellen SF-Film »Das fünfte Element« zeigte.
Gegen vier wankte ich ins Bett. Ob das dann so schlau war, bezweifelte ich beim Aufstehen wenige Stunden später dann doch ...
17 Oktober 2011
Gut gemischte Story-Sammlung
Die Textmanufaktur ist, wenn ich es richtig kapiert habe, eine Veranstaltungsreihe und zugleich eine Autorenschule in Leipzig. André Hille, einen der Verantwortlichen der Manufaktur, lernte ich im Frühsommer 2010 in Nürnberg kennen; von ihm kaufte ich das kleinformatige und zugleich schön gestaltete Bändchen mit dem coolen Titel »Und an den Häusern hängen Engel«.
Enthalten sind Kurzgeschichten, die 2010 bei der Textmanufaktur entstanden. Auf 168 Seiten präsentieren sich 17 Autorinnen und Autoren aus dem deutschsprachigen Raum, teilweise mit Auszügen aus ihren Romanprojekten, meist aber mit eigenständigen Kurzgeschichten.
Die Textauswahl überzeugte mich: Ich las alle Kurzgeschichten mit großem Interesse und teilweise mit wachsendem Genuss; von einigen Autoren wie Karolin Hingerle – von ihr stammt die Titelgeschichte – oder Peter Jüde würde ich gerne sofort mehr sehen. Und mehr kann eine solche Anthologie nicht erreichen.
Ich finde es klasse, dass es solche Anthologien gibt! Vor allem, wenn sie auch noch so gelungen sind wie diese. Mein Tipp für diejenigen, die gerne Kurzgeschichten von unbekannten Autoren lesen.
Enthalten sind Kurzgeschichten, die 2010 bei der Textmanufaktur entstanden. Auf 168 Seiten präsentieren sich 17 Autorinnen und Autoren aus dem deutschsprachigen Raum, teilweise mit Auszügen aus ihren Romanprojekten, meist aber mit eigenständigen Kurzgeschichten.
Die Textauswahl überzeugte mich: Ich las alle Kurzgeschichten mit großem Interesse und teilweise mit wachsendem Genuss; von einigen Autoren wie Karolin Hingerle – von ihr stammt die Titelgeschichte – oder Peter Jüde würde ich gerne sofort mehr sehen. Und mehr kann eine solche Anthologie nicht erreichen.
Ich finde es klasse, dass es solche Anthologien gibt! Vor allem, wenn sie auch noch so gelungen sind wie diese. Mein Tipp für diejenigen, die gerne Kurzgeschichten von unbekannten Autoren lesen.
Beim Stadtgeflüster
Einen ausgesprochen netten Namen hat sich die Kneipe »Stadtgeflüster« in Dreieich gegeben. Als wir dort am späten Samstag nachmittag eintrafen, war sie auch eher ruhig: halbwegs dezente Musik, die bei mehr Lautstärke unerträglich gewesen wäre, einige Leute an der Theke und in den Sitzecken, helle und bistro-mäßige Innenausstattung, netter Service.
Wir aßen etwas, teils vegetarisch, teils mit Fleisch, und waren vom Preis-Leistungs-Verhältnis und von der Qualität der Speisen sehr angetan. Das war alles lecker, im Prinzip irgendwo auf dem schmalen Grat zwischen vernünftiger Hausmannskost und luftigen Sommergerichten. Pasta, Salat, Suppen und Flammkuchen schmeckten auf jeden Fall sehr gut.
Eine guter Treffpunkt in Dreieich; würde ich in dieser Stadt wohnen, käme ich öfter ins »Stadtgeflüster«. So wird es wohl bei einmal im Jahr bleiben ...
Mein Versuch, sehr »flüsterig« zu sein, schlug übrigens fast fehl. Ich war so müde, dass ich nicht-vegetarisches Essen bestellte; ich war so erschöpft, dass ich die ganze Zeit meine Begleiterinnen angähnte, und ich war so kaputt, dass ich mehr im Stuhl hing, als aufrecht zu sitzen.
Für mich war's also eher »Stadtgepenne«. Aber wenn ich nächstes Jahr wieder nach Dreieich komme, werde ich mir die Gaststätte hoffentlich gemerkt haben und sie wieder besuchen.
Wir aßen etwas, teils vegetarisch, teils mit Fleisch, und waren vom Preis-Leistungs-Verhältnis und von der Qualität der Speisen sehr angetan. Das war alles lecker, im Prinzip irgendwo auf dem schmalen Grat zwischen vernünftiger Hausmannskost und luftigen Sommergerichten. Pasta, Salat, Suppen und Flammkuchen schmeckten auf jeden Fall sehr gut.
Eine guter Treffpunkt in Dreieich; würde ich in dieser Stadt wohnen, käme ich öfter ins »Stadtgeflüster«. So wird es wohl bei einmal im Jahr bleiben ...
Mein Versuch, sehr »flüsterig« zu sein, schlug übrigens fast fehl. Ich war so müde, dass ich nicht-vegetarisches Essen bestellte; ich war so erschöpft, dass ich die ganze Zeit meine Begleiterinnen angähnte, und ich war so kaputt, dass ich mehr im Stuhl hing, als aufrecht zu sitzen.
Für mich war's also eher »Stadtgepenne«. Aber wenn ich nächstes Jahr wieder nach Dreieich komme, werde ich mir die Gaststätte hoffentlich gemerkt haben und sie wieder besuchen.
16 Oktober 2011
Gelungener BuchmesseCon
Ich gestehe, dass ich früher meine Vorbehalte gegen den BuchmesseCon hatte. Damit ist die traditionelle Veranstaltung für Science-Fiction- und Fantasy-Fans gemeint, die parallel zur Frankfurter Buchmesse stattfindet. Früher war das eine Veranstaltung, die vor allem von Horror-Fans geprägt wurde; in den letzten Jahren veränderte sich das ganze zu einer Art Messe der Kleinverlage in der Phantastik-Szene.
In diesem Jahr fuhr ich direkt von der Buchmesse los und kam am Samstag, 15. Oktober 2011, gegen 18 Uhr ins Bürgerhaus in Dreieich. Wie viele Besucher wirklich anwesend waren, konnte ich nicht feststellen; die Räumlichkeiten waren aber gut belegt, und es waren einige hundert Fans zugegen. Ich redete mit vielen Bekannten, schaute mir die Verkaufsstände an und trank erleichtert ein Bier – endlich waren die Anspannung und der Stress von der Buchmesse vorüber.
Gegen 19 Uhr begann der wahrscheinlich wichtigste Programmpunkt des Abends: Hermann Ritter und Mike Hillenbrand vergaben den Deutschen Phantastik-Preis 2011 – das ist ein Publikumspreis, bei dem unter anderem eben zählt, wer die meisten Fans akquirieren kann.
Ich durfte ebenfalls auf die Bühne, weil PERRY RHODAN zur »besten Serie« gekürt wurde. Meine spontane Rede empfand ich selbst als nicht besonders gut, weil ich mich dämlicherweise nicht vorbereitet hatte; die Con-Besucher klatschten dennoch Beifall – also war's nicht zu schlimm.
Danach saß ich mit meinen Begleitern eine Stunde oder zwei im Congebäude herum, redete viel, unterhielt mich mit anderen Besuchern und amüsierte mich gut. Vom weiteren Programm – unter anderem gab es Lesungen und Vorträge – bekam ich auf diese Weise nichts mehr mit. Ich muss nächstes Jahr wohl mal einen ganzen Tag auf den Con gehen.
In diesem Jahr fuhr ich direkt von der Buchmesse los und kam am Samstag, 15. Oktober 2011, gegen 18 Uhr ins Bürgerhaus in Dreieich. Wie viele Besucher wirklich anwesend waren, konnte ich nicht feststellen; die Räumlichkeiten waren aber gut belegt, und es waren einige hundert Fans zugegen. Ich redete mit vielen Bekannten, schaute mir die Verkaufsstände an und trank erleichtert ein Bier – endlich waren die Anspannung und der Stress von der Buchmesse vorüber.
Gegen 19 Uhr begann der wahrscheinlich wichtigste Programmpunkt des Abends: Hermann Ritter und Mike Hillenbrand vergaben den Deutschen Phantastik-Preis 2011 – das ist ein Publikumspreis, bei dem unter anderem eben zählt, wer die meisten Fans akquirieren kann.
Ich durfte ebenfalls auf die Bühne, weil PERRY RHODAN zur »besten Serie« gekürt wurde. Meine spontane Rede empfand ich selbst als nicht besonders gut, weil ich mich dämlicherweise nicht vorbereitet hatte; die Con-Besucher klatschten dennoch Beifall – also war's nicht zu schlimm.
Danach saß ich mit meinen Begleitern eine Stunde oder zwei im Congebäude herum, redete viel, unterhielt mich mit anderen Besuchern und amüsierte mich gut. Vom weiteren Programm – unter anderem gab es Lesungen und Vorträge – bekam ich auf diese Weise nichts mehr mit. Ich muss nächstes Jahr wohl mal einen ganzen Tag auf den Con gehen.
14 Oktober 2011
Gelungener Auftritt im Radio
Unter Moderation von Denis Scheck war ich heute einer der Gäste in einer Live-Sendung des Deutschland-Radios, die quasi direkt von der Frankfurter Buchmesse aus gesendet wurde. Mit mir waren noch die Autoren Hartmut Kasper alias Wim Vandemaan und Gisbert Haefs beteiligt.
Die Sendung war live, sprich, wir sollten einigermaßen spontan sein - und das zwanzig Minuten lang. Da ist es immer gut, einen erfahrenen Moderator wie Denis Scheck zu haben, der uns mit seinen Fragen gut steuerte.
Es wurde ein sehr gelungenes Interview, wie ich finde. Selbst angehört habe ich es noch nicht, das muss ich nach der Buchmesse nachholen. Die eigene Stimme klingt für einen selbst ja oft sehr seltsam.
Die Sendung war live, sprich, wir sollten einigermaßen spontan sein - und das zwanzig Minuten lang. Da ist es immer gut, einen erfahrenen Moderator wie Denis Scheck zu haben, der uns mit seinen Fragen gut steuerte.
Es wurde ein sehr gelungenes Interview, wie ich finde. Selbst angehört habe ich es noch nicht, das muss ich nach der Buchmesse nachholen. Die eigene Stimme klingt für einen selbst ja oft sehr seltsam.
13 Oktober 2011
Stressgespräche
Man merkt auch daran, dass man alt wird, wenn man sich mit immer mehr Leuten nur noch über Arbeit und Stress unterhält. In jungen Jahren ist das definitiv anders: Da ist das Leben so spannend, dass man sich über allerlei andere Probleme kaum einen Kopf machen muss. Und so sitze ich auf der Buchmesse herum, und bei vielen Kollegen kommt das Gespräch unweigerlich auf Stress.
»Ich habe immer Laufschuhe und entsprechende Klamotten dabei«, erzählt der Kleinverleger, der viel auf Reisen ist. »Da kann ich immer joggen, wo immer ich bin, und das beruhigt die Nerven.«
»Ich saß unlängst einen ganzen Tag im Rohbau unseres neuen Hauses«, berichtet ein anderer Kollege aus Norddeutschland, »ich hatte ein Buch dabei, und ich habe mich mit einem Korbsessel von Raum zu Raum begeben, um dort ein Kapitel zu lesen. Das war richtig entspannend.«
Andere Leute gucken fern, früher ging ich auf Pogo-Konzerte und hüpfte herum. So hat jeder seine Mittel, den Stress zu bewältigen. Und wir alle stellen uns nicht mal mehr die Frage, warum wir uns so blödsinnig stressen lassen ...
»Ich habe immer Laufschuhe und entsprechende Klamotten dabei«, erzählt der Kleinverleger, der viel auf Reisen ist. »Da kann ich immer joggen, wo immer ich bin, und das beruhigt die Nerven.«
»Ich saß unlängst einen ganzen Tag im Rohbau unseres neuen Hauses«, berichtet ein anderer Kollege aus Norddeutschland, »ich hatte ein Buch dabei, und ich habe mich mit einem Korbsessel von Raum zu Raum begeben, um dort ein Kapitel zu lesen. Das war richtig entspannend.«
Andere Leute gucken fern, früher ging ich auf Pogo-Konzerte und hüpfte herum. So hat jeder seine Mittel, den Stress zu bewältigen. Und wir alle stellen uns nicht mal mehr die Frage, warum wir uns so blödsinnig stressen lassen ...
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