Hirnkost ist ein Verlag, dem ich in mehrfacher Hinsicht verbunden bin. Klaus Farin kenne ich seit den 80er-Jahren; das Programm des Verlags bildet mit Science Fiction und allerlei Subkulturen meine privaten Interessen ab. Es gab immer wieder Bücher, die ich richtig toll fand, leider auch Bücher, die mir nicht gefielen – aber das ist normal.
Wenn Klaus Farin nun schreibt, er habe versagt, ist das nicht richtig. Er hat einen Verlag für engagierte Literatur aus dem Boden gestampft, er hat für die Bücher gekämpft, er hat sich vernetzt und unterm Strich ein spannendes Buchprogramm herausgegeben. Man kann nicht sagen, dass Klaus Farin oder der Hirnkost-Verlag versagt hätten – es gab schlicht nicht genügend Kunden. Warum das so war und ist, möchte ich an dieser Stelle nicht analysieren; dazu kann man ja unterschiedliche Meinungen haben.
Im Moment bin ich einfach ziemlich traurig. Das sind keine guten Nachrichten so kurz vor Weihnachten.

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