25 Juli 2011

Harry zum letzten Mal

Es war ein Gefühl wie beim Abschied: Da stehen Hermine und Ron, die sich endlich geküsst haben, sowie Harry auf der Brücke, hinter ihnen das zerstörte Internat, und schauen vertrauensvoll in die Zukunft. Als Zuschauer guckt man auf die drei jungen Leute, denen – auch in der realen Welt! – Millionen von Menschen weltweit dabei zugeschaut haben, wie sie erwachsen wurden, und hat ein Gefühl von Wehmut. Jetzt isses rum.

(Danach sollte man übrigens das Kino verlassen, weil die Geschichte dann zu Ende erzählt ist. Die darauf folgenden fünf Minuten sind ziemlich kitschig. Okay, das muss wohl so sein, und ich schaute es mir auch an. Aber ...)

Der Reihe nach: Der erste Teil von »Harry Potter und die Heiligtümer des Todes« war ein wenig langatmig, eine Art Einleitung zum Finale. Am Sonntag abend guckten wir uns dann den zweiten Teil an – und der war richtig spannend. Die 130 Minuten gingen rasend schnell vorüber, im Kinosaal herrschte ehrfürchtiges Schweigen.

Geschwätz und Gerede gab es ebenfalls, aber das hielt sich in Grenzen. Dafür gab's richtig heftige Kämpfe und eine Reihe von Toden, um die auch geweint wurde. (Die Szene, in der die erschütterten Schüler in der zentralen Halle ihrer Schule sitzen und um ihre Toten trauern, schaute ich mir an, kurz nachdem ich die aktuellen Nachrichtenbilder aus Norwegen gesehen hatte. Das passte erschütternd gut zusammen.)

Ich bin ein Fan der Reihe, wenngleich ich nur die ersten drei Bücher gelesen habe. Die Filme fand ich immer unterhaltsam, mal mehr, mal weniger. Und mit dem achten oder siebeneinhalbten Teil wurde die Reihe konsequent zu Ende geführt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"... und hinter ihnen das zerstörte Internet."

Klaus, ich mag ja deine Metapher!

Erik

Enpunkt hat gesagt…

Kreisch. Ich habe auch eine lustige Mixtur aus "rasend" und "rasant" erstellt und das Wort als "rasent" geschrieben. Seufz ... machmal wäre die Benutzung eines Korrekturprogramms anzuraten. Aber das Internet-Internat hätte das Programm auch nicht gefunden.

Für diejenigen, die das jetzt lesen: Vorher stand da "Internet", jetzt heißt es korrekt "Internat".