31 Juli 2011

Ein klassischer Comic-Detektiv neu entdeckt

Mehr aus grundsätzlichem Interesse denn in klarer Erwartung dessen, was auf mich zukommen würde, kaufte ich mir den ersten Band der »Jeff Jordan«-Gesamtausgabe. Ich kannte die Serie aus meiner Jugendzeit, wo sie unter dem grauslichen Namen »Harro und Platte« erstmals in deutscher Sprache erschienen war – und trotz der miesen Übersetzung hatte ich die Comics eigentlich in guter Erinnerung behalten.

Gezeichnet und getextet wurde die Serie in den fünfziger und sechziger Jahren von Maurice Tillieux. Und wer wie ich eine Freude an alten »Spirou«- und »Gaston«-Comics hat, der wird sich – wie ich – auch an dieser Gesamtausgabe erfreuen können; die ist nämlich sehr sauber gemacht.

Bei »Jeff Jordan« handelt es sich um einen klassischen Comic jener Zeit: Es ist eigentlich ein Krimi, und es gibt sogar einige wenige Tote, aber die Handlung ist mit viel Witz gespickt, und der Fall wird nicht mit Waffengewalt, sondern mit Köpfchen entschieden. Die flotten Zeichnungen enthalten viele Details, die Handlung wird von Bild zu Bild schnell vorangetrieben; es macht richtig Spaß, zuerst die Story zu lesen und sich dann einzelne Bilder noch einmal genau anzuschauen.

Im ersten Band der Gesamtausgabe sind vier klassische Abenteuer aus den Jahren 1956 bis 1960 enthalten. Dazu kommt eine imposante redaktionelle Einleitung, die eine Vorgeschichte zu den Comics liefert; so etwas lese ich immer mit großem Vergnügen.

Die Gesamtausgabe ist als Hardcover bei Ehapa erschienen, der erste Band ist 240 Seiten stark, und ich bin ziemlich begeistert. Es ist da wohl keine Überraschung, dass ich mir die anderen drei Bände ebenfalls kaufen werde.

Kommentare:

Yvonne Kopf hat gesagt…

Schauen Sie doch mal bei uns rein. :)
http://karlsruherautoren.blogspot.com

Enpunkt hat gesagt…

Das werde ich sehr gerne tun!