28 September 2010

In den Ockerminen

Reiserückblick auf den Mai 2010 in Südfrankreich

Hätte man mich vor dem Mai 2010 gefragt, wie Ocker aussehen würde, hätte ich gesagt, »irgendwie gelb bis rot«. Wie recht ich mit dieser schwammigen Aussage haben würde, wurde mir erst bewusst, als wir in den Ockerbergen von Roussillon unterwegs waren.

Vor allem die alte Ockermine, die sich am Rand der kleinen Stadt erstreckt und die man besichtigen kann, zeigte das in teilweise sehr beeindruckenden Bildern. Ein Fußweg, teilweise recht schmal, teilweise auch mit Treppen gesichert, führte durch das Gelände, vorbei an den Resten des Steinbruches.

Rötlich schimmernde, schroff in der Sonne leuchtende Mauern. Geschwungene Kurven in starkem Orange-Ton. Haufenweise Grün, das die steilen Kanten der Ockermine langsam überwuchert. Faszinierende Ausblicke auf ein in der Sonne und im Schatten wechselndes Farbenspiel.

Lang braucht man nicht für den Rundgang, wir wären in einer halben Stunde fertig gewesen. Da man aber immer wieder anhält, um das Bild auf sich wirken zu lassen, braucht man länger. Nach einer Stunde oder auch eineinhalb Stunden hat man dann alles gesehen. Hat was!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Sie sprechen hier von den Ockerbrüchen. Eine Ockermine gibt es nur bei Gargas. Das ist weltweit die einzige. Sie ist seit Mitte 2009 zur Besichtigung freigegeben. Ich war im September 2010 zur Besichtigung dort und bin tief beeindruckt. Kein Vergleich zu den Ockerbrüchen. Eine bis auf die Farben völlig andere Welt.
Ursula

Enpunkt hat gesagt…

Stimmt, Sie haben recht - da habe ich die Begriffe durcheinander gewirbelt. In Gargas waren wir zwar (sogar im Hotel), aber als wir die Ockermine aufsuchen wollten, war sie natürlich zu ... (Wir hätten vorher auch genauer recherchieren können, je sais.)