18 Juni 2018

Werner mit neuem Start?

In den frühen 80er-Jahren gehörten die »Werner«-Comics zur Grundausstattung meiner Sozialisation. Ich fand die Comic-Bände zwar nicht gerade supergut gezeichnet, mochte aber den seltsamen Humor der knollennasigen Helden. Sprüche wie »Bescheid« oder »Tass Kaff« wurden von vielen jungen Leuten benutzt, auch von mir.

Während der Bundeswehrzeit, die ich größtenteils verdrängt habe, lagen immer »Werner«-Comics auf der Stube. Sie wurden so oft und so lange gelesen, bis sie zerfleddert waren. »Werner« gehörte dazu, und das große Rennen im Jahr 1988 bekam ich aus der Ferne mit – zu jener Zeit reizten mich aber weder die Comic-Figur noch ihr Zeichner noch.

Das ist alles lange her. Einem Artikel in der »Brand Eins« – dieses Magazin empfehle ich immer –, der bereits im April erschienen war, den ich aber erst dieser Tage lesen konnte, entnehme ich, dass es Rötger Feldmann immer noch gibt, dass er mit bald siebzig Jahren an einem neuen »Werner«-Abenteuer arbeitet und dass das große Rennen wiederholt werden soll. Ein gelungener Artikel, den man glücklicherweise jetzt online nachlesen kann.

Es ändert nichts: »Werner« ist für mich kein Thema mehr. Die 80er-Jahre sind, zumindest was diese Comic-Figur angeht, komplett Geschichte. Die alten Storys funktionieren für mich nicht mehr, und eine Neuauflage reizt auch nicht. Aber ich freue mich, wenn es Feldmann noch einmal schafft und neu durchstartet. Dann halt ohne mich ...

Kommentare:

Stefan hat gesagt…

A propos: Der angekündigte neue Band ist schon auf dem Markt. Zum diesjährigen Gratis Comic Tag gab es auch eine Kostprobe - Werner macht jetzt einen auf politisch. Passt nicht so recht zur Figur.

RoM hat gesagt…

Moin, Klaus.
Ja, der Comic zur Anbetung des Bölkstoffs; Biersopen kann man/frau wohl als den grossen gemeinsamen Nenner unter den damals weit gefächerten Fans ansehen.
Mir selbst gefallen auch heutzutage noch die Lehrjahre Werners, wenn (in bester Laurel & Hardy-Tradition) ein nichtiger Zwischenfall zu einer völligen Zerstörung der örtlichen Infrastruktur führt. Ein anarchischer Spaß.
Der befeuert Erfolg hat dann der Sache eher schnell-lebig die Luft aus den Reifen abgelassen.
Den ersten Film habe ich damals noch für den Observer besprochen...

bonté