01 März 2011

Männerfeindschaft?

Manchmal verstehe ich den »Fandom Observer« ja nicht. Das beste Informations-Fanzine, das die ansonsten kreuzlangweilige deutschsprachige Science-Fiction-Szene zu bieten hat, widmet sich in der aktuellen Ausgabe 261 einer angeblichen Feindschaft zwischen mir und dem guten Dr. Robert Hector.

Der lief mir indirekt unlängst in Mannheim über den Weg. Ich war beim Spermbirds-Konzert und wurde in breitem Schwäbisch angesprochen. Es war jemand, den ich aus den Zeiten kannte, als ich in Freudenstadt Punk-Konzerte mit-organisierte und häufig in Nagold auf Konzerten war.

Ich plauderte mit dem Mann, dessen Namen ich längst vergessen hatte, und er sagte: »Du kennst übrigens meinen Hausarzt.« Ich war verwirrt, und er fügte hinzu. »Das ist der Doktor Hector.« Das fand ich sehr lustig.

Die Welt ist klein, und ich habe nichts gegen fannische Kritiker. Was es mit Zensur zu tun hat, wenn ich Beiträge von jemandem nicht mehr drucken will, der uns ständig gegen das Bein pinkelt, verstehe ich nicht.

Ich gebe ihm schlicht kein Geld mehr dafür, dass er uns gegen das Bein pinkeln kann. Wenn er darüber hinaus Beiträge schreibt, die in irgendwelchen Fanzines stehen, ist das seine Sache - und über diese Fanzines berichten wir sogar in unseren Heften.

Zensur sieht anders aus, aber es ist tröstlich zu wissen, dass der alte Beißreflex noch funktioniert: »Zensur isses immer dann, wenn mein Kruschd nicht supertoll gedruckt wird.« Da war die Fan-Szene schon in den 80er Jahren seltsam.

Ach ja, wer das jetzt alles nicht kapiert: Es geht um den »Fandom Observer«, dessen Nummer 261 eine sehr gelungene Ausgabe geworden ist. Und aus einem Verriss, den ich über ein schlechtes Buch geschrieben habe, einen zweiseitigen Artikel zu machen, finde ihc schon wieder lustig.

Kommentare:

My. hat gesagt…

Manfred hat das Thema ja auch bei Facebook eingestellt, das gehört ja heute dazu. Siehe http://www.facebook.com/fandomobserver/posts/150036395058144?ref=notif&notif_t=share_reply

Ich hatte ihm dazu geschrieben:

>>>Yeah. Zu Guttenberg ist out - jetzt kommt KNF vs. DRH. - Ich kenne dank ANDROMEDA NACHRICHTEN viele PR-Beiträge von RH, kann besonders die vehementesten Kritikpunkte KNFs aber nicht nachvollziehen. Aber egal ... Es ist KNFs Recht als Chefredax, solche Entscheidungen zu treffen; er hätte sie vielleicht für sich behalten sollen. Es ist RHs Recht, darüber nicht erfreut zu sein; er hätte das auch für sich behalten können. Beide haben es nicht getan. Schade, weil ärgerlich. Vielleicht sollten sich die beiden mal wie zwei Erwachsene zusammen hocken, ein Bier trinken, das besprechen, sich klar darüber werden, daß gegenteilige Standpunkte keine Grundlage für immerwährende Feindschaft sind, und gut.
So haben wieder NUR die Medien und ihre Vertreter gewonnen, diese vierte Menschenrasse, die auch aus dem letzten, ältesten und totesten Stück Aas noch einen Blutstropfen rauszutzeln kann.<<<

Und genau das bestätigst du nun in deinem Blog. Das ist schön. Es ist schön, zu sehen, daß eure Standpunkte korrekt aussehen, und daß da eine winzige Schnittmenge ist, die woraus auch immer besteht, aber jedenfalls nicht aus einer "Männerfeindschaft", wie sie dem FO gelegen zu kommen scheint.

My.

muellermanfred hat gesagt…

Das Stichwort "Männerfeindschaft" stammt von Robert Hector. Der Artikel enthält keine derartige Feststellung.

Im übrigen hat Michael beim Lesen vergessen, seinen Humor einzuschalten. Grantler, damischer!

Enpunkt hat gesagt…

Sagen wir so: Wäre ich Manfred gewesen, hätte ich auch den Begriff »Männerfeindschaft« in den Text gehoben. Er ist einfach zu gut, als dass man ihn verschwenden dürfte ...