Sherlock Holmes als literarische Figur hat es in alle möglichen Bereiche der Unterhaltungskultur geschafft. Zahlreiche Filme und Comics basieren auf den klassischen Geschichten, die Arthur Conan Doyle schrieb, natürlich gibt es auch Hörbücher und Hörspiele.
Seit Ende 2025 mischt auch Zaubermond Audio in diesem Bereich mit. Das Label brachte mit »Studie in Scharlachrot« sein erstes Hörspiel mit dem Meisterdetektiv heraus; weitere sind mittlerweile gefolgt.
Es ist lange her, seit ich »Studie in Scharlachrot« las; ich kann deshalb nicht beurteilen, wie eng sich das Zaubermond-Team an die literarische Vorlage gehalten hat. Die Geschichte beginnt im Hörspiel in den Weiten des amerikanischen Westens, bevor es dann in London weitergeht. Wie sich Dr. Watson und Sherlock Holmes kennenlernen, ist allgemein bekannt, wird aber in diesem Hörspiel sehr gut und sehr klar geschildert.
Dann kommt es zum Mord, die Polizei ermittelt tölpelhaft, und am Ende hat Holmes den Fall erfolgreich gelöst. Die Handlung beleuchtet zwischendurch noch einmal die Situation in den USA, konzentriert sich ansonsten aber auf die Ermittlungen und die Geschehnisse in London.
Das alles wird im Hörspiel sehr gut geschildert. Die Stimmen der Figuren unterscheiden sich deutlich, so dass man der Handlung problemlos folgen kann. Vor allem die Polizisten mit ihren charakteristischen Stimmen sind gut gewählt, aber auch die anderen gefallen mir. Dazu kommen gut eingesetzte Geräusche, die aber eher im Hintergrund bleiben.
Mit »Studie in Scharlachrot« ist es Zaubermond Audio gelungen, eine klassische Detektivgeschichte in ihrer Zeit zu verankern und die Geschichte dort auch spielen zu lassen. Mir hat das viel Freude bereitet, und ich werde mir die weiteren »Sherlock Holmes«-Hörspiele vornehmen.
(Wer sich auch dafür interessiert: Es gibt sie bei den einschlägig bekannten Streamingdiensten.)

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