30 April 2016

Traum von den Sternen

Durch die Medien ging dieser Tage, dass die amerikanische Weltraumbehörde NASA mal wieder in die Entwicklung von Triebwerken investieren will. Von 67 Millionen Dollar ist die Rede, sie sollen in Ionentriebwerke gesteckt werden. Ziele sind die Reise zm Mars und das Ansteuern von Asteroiden.

Ich kenne das übliche Genörgel zu Genüge: Solange es auf der Erde noch so viele Probleme gäbe, sollte man solche Forschung doch einfach lassen. Dieses Geld sei besser in der Hungerhilfe angelegt. Weltraumforschung sei ja so was von altmodisch.

Da bin ich Science-Fiction-Spießer. Wenn die Menschheit ihre Visionen aufgibt – und dazu muss eine Welt ohne Hunger natürlich ebenfalls gehören –, wird sie noch mehr verkümmern, als sie es eh schon tut. Solche Forschungen bringen das allgemeine Wissen weiter, sie fördern den »Traum von den Sternen«.

Wenn es mal nichts mehr gibt, was zum Träumen anregt – in diesem Fall von der Reise zu den Sternen –, sieht es vielleicht wirklich düster aus mit weiteren Visionen. Das ist eine Denkweise, die aus den 50er- und 60er-Jahren stammt, und mir ist das bewusst. Aber ich werde nie vergessen, wie faszinierend ich die Mondlandung und den ersten Flug der Space-Shuttles fand ... diese Faszination möge es auch in Zukunft geben.

Kommentare:

RoM hat gesagt…

Kia ora, Klaus.
Wenn ich die Raumfahrt in Relation zur Seefahrt bringe, dann paddelt die fahrende Menschheit gerade in küstennahen Tagesrouten über das Salzwasser. Langsam wird es tatsächlich Zeit für das "phönizische Langschiff", diesbezüglich.

Leider beschäftigen sich die Visionen von Menschen derzeit wieder hemmungsloser mit dem Erlangen von Macht. Ein Blick heute nach Stuttgart genügt.

bonté

Bernard Craw hat gesagt…

67 Millionen Dollar für einen Flug zu den Sternen.
Die ICE-Trasse Köln - Frankfurt hat übrigens 6 Milliarden Euro gekostet, also knapp das Hundertfache ...

Christina hat gesagt…

Die Probleme der Menschheit lassen sich schon längst nicht mehr auf der Erde lösen, sondern nur noch im All. Wenn wir den Absprung jetzt nicht schaffen, werden wir es niemals mehr tun.