14 Februar 2006

Lebensretter Al

Es ist ein Punkrock-Naturgesetz: Wer sich in einem vollbesetzten Konzertraum vorne am Bühnenrand aufhält und dort – trotz hohen Alters – fleißig hüpft, kommt irgendwann fürchterlich ins Schwitzen.

So ging es mir am Sonntag abend, 12. Februar 2006, als ich im Keller der »Au« (seit 23 Jahren besetztes Haus) in Frankfurt eine meiner Helden-Bands anschaute: The Avengers aus Kalifornien, nach unzähligen Jahren endlich mal auf Tour in Deutschland, wieder zusammen, nachdem Penelope Houston, die Sängerin, gut zwei Dutzend Jahre praktisch nix mehr von Punk hören wollte.

Das Konzert war klasse, ich amüsierte mich königlich, und ich schwitzte. Mir war klar, daß ich – verließ ich den Pogo-Mob – hinterher vom Tresen nicht mehr zum Bühnenrand kommen konnte. Da war guter Rat teuer.

In diesem Augenblick stolperte Al quasi über mich. Bewaffnet mit einem breiten Grinsen und einigen Bierflaschen, hatte er sich von seiner Theke, an der er an diesem Abend zeitweise Dienst hatte, zur Bühne durchgekämpft. Neben einigen anderen versorgte er auch mich mit frischem, kühlem Bier.

Und rettete mich damit vor einem Tod durch Austrocknen. Großartig!

Kommentare:

StErn hat gesagt…

Ey, die Tage in Berlin, hab' ich da Bock drauf! Avengers war immer die Lieblingsband, die niemand je gesehen hat!

Kongo-Otto hat gesagt…

Hey Klaus, ich bin auch gespannt auf Avengers Freitag in Berlin...
Persönlicher "Vorbericht" meinerseits siehe mal wieder unter...
http://bunte-truemmer.blogspot.com/

Ciaociao und beste Grüße

Andi!

Enpunkt hat gesagt…

Jaja, Jungs,
da bin ich mal gespannt, was ich hinterher zu lesen krieg'. Ich war ja extrem positiv überrascht.
Viel Spaß!

Anonym hat gesagt…

Hallo Klausi,
ich hatte das entschiedene Vergnügen die Avengers in Münster zu sehen. Sägende Musik mit überraschend gut zu verstehenden Texten. (Auch die Vorgruppe namens Gee Strings - mit klasse selbstironischer Frontfrau - hatte gut Power.) Bloss dass die Nacht danach etwas kurz war, ließ ich es mir doch nicht nehmen, am nächsten Morgen in Strasbourg gegen die EU-Dienstleistungsrichtlinie zu demonstrieren. Drei Stunden Schlaf sind in meinem Alter echt zu wenig.

Peter Herfurth-Jesse hat gesagt…

Uuups,
da bin ich mit die neumodische blog-technologie nicht zurechtgekommen. Der "anonym" von 10:07 PM war nämlich (mal wieder) ich.
Grüße
Peter Herfurth-Jesse

Enpunkt hat gesagt…

Ja, Peter,

ich gestehe, dass ich mir das aber auch schon gedacht habe. Wer sonst führe auf ein Konzert nach Münster und dann auf eine Demo nach Strasbourg?

Klaus