06 Juli 2017

Danke schön, Herr Kieser!

Ich bin eigentlich ein fauler Mensch. Weil ich aber den ganzen Tag im Büro herumsitze und mich viel zu wenig auf der Straße herumtreibe, war mir klar, dass ich irgendwann etwas tun musste, um keine fiesen Rückenprobleme zu bekommen. Also meldete ich mich beim Kieser-Training an.

Das Training dort gefällt mir nicht. Ich hasse es. Ich gehe zweimal in der Woche ins Training – wenn es gut läuft – und quäle mich auf den Maschinen. Es macht keinen Spaß.

Aber es ist sinnvoll. Ich habe das Gefühl, dass mein Rücken wirklich gestärkt wird. Und wenn ich regelmäßig trainiere, habe ich nicht einmal mehr Knieprobleme.

Dieser Tage wurde ich von dem jungen Mann, der meist an der Rezeption steht, freundlich angesprochen. »Herr Frick, Sie können ein Jubiläum feiern«, machte er mir klar.

Nachdem ich meine Verwunderung überwunden hatte, glaubte ich es auch: Ich trainiere seit zehn Jahren bei der Firma Kieser. Das überraschte mich dann doch; aber so schnell rast die Zeit.

Man überreichte mir einen Gutschein für einen Gratis-Monat und eine Geschenktüte, die ich erst daheim anschaute. Dann starte ich verwundert auf die Sektflasche, die ich aus der Verpackung fischte.

Echt jetzt, Kieser-Mannschaft? Eine Pulle »Rotkäppchen«-Sekt für zehn Jahre? Für mich? Da hat das Content Management Programm irgendwie geschlampert, fürchte ich. Aber gut – verkochen kann man das sicher auch.

Kommentare:

RoM hat gesagt…

Grüezi, Klaus.
Dir gefällt es dort nicht & Du haßt es...(*)
...lese ich da einen linden Hauch Sarkasmus zwischen den Zeilen!?

Persönlich zeigen mir Geschäftsmodelle, die auf der Neuerfindung des Rades beruhen, eher die kalte Schulter. Man/frau verpasst dem geläufigen Produkt einen alternierenden Überbau ("Alleinstellungsmerkmal"), segregiert sich vom Pool der Fitness-Studios (der Sand, am Meer) & lehnt sich alsbald an das Model "Franchise" an.


bonté

(*)läßt mich jetzt an T.C. Boyles "Willkommen in Wellville" denken ;-)

Karl Nagel hat gesagt…

Ach komm ... wäre in der Tüte irgendwas drin gewesen, worauf Du total abfährst, hättest Du gesagt: WOHER KÖNNEN DIE DAS WISSEN? ÜBERWACHEN DIE MICH? Und hättest Deine Mitgliedschaft gekündigt.