17 Dezember 2016

»Arrival« überzeugte mich voll und ganz

Auffallend war, wie still es im Kino war und blieb ... Diesen Eindruck nahm ich mit, als ich den Saal verließ, noch wie betäubt von dem spannenden und emotionalen Science-Fiction-Film. »Hammer«, sagte ich, als ich draußen war, und mehr fiel mir anfangs nicht ein.

Ja, ich sah jetzt auch endlich »Arrival« und bin völlig begeistert von diesem Streifen, der gute Aussichten hat, in meinen persönlichen SF-Top-Ten ganz weit vorne zu landen. (Nachdem ich »Arrival« gesehen habe, ist mir noch bewusster geworden als zuvor, dass ich die neue »Star Wars«-Schmonzette nicht anschauen möchte.)

Die Handlung wurde mehrfach in diversen Blogs sowie in allen möglichen Medien erzählt. Ich muss das hier sicher nicht wiederkäuen: Aliens landen auf der Erde – oder schweben knapp über ihr –, der Kontakt erweist sich als sehr schwierig, und eine junge Linguistin übernimmt die Aufgabe, in Diensten der US-Army mit den Aliens zu »sprechen«.

Dabei verändert sich nicht nur ihre Sicht der Dinge, sondern sie selbst verändert sich. Und als am Ende die Außerirdischen abziehen, hat sich auch die gesamte Welt verändert.

Bekanntlich ist der Ausgangspunkt für den Kinofilm eine Erzählung von Ted Chiang – sowieso ein bewundernswerter Autor. Um daraus einen Kinofilm zu machen, wurde der ursprüngliche Kern der Geschichte stark verändert und ergänzt; das war in diesem Film aber sinnvoll und störte nicht im geringsten.

Ganz im Gegenteil: Der Film ist jetzt emotionaler, die Story ist vielschichtiger, die Zeit mit all ihren Ausprägungen spielt eine größere Rolle. »Arrival« ist ganz großes Kino; sicher einer der besten Science-Fiction-Filme überhaupt. Wer noch nicht drin war: unbedingt anschauen!

Kommentare:

Enpunkt hat gesagt…

Es gibt schon eine brauchbare Kurzfassung des Films »Arrival« bei Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Arrival_(Film)

Auf der offiziellen Seite von »Arrival« gibt es viele Bilder und auch Videos zu gucken:
http://www.arrival-film.de/site/index.php

Christina hat gesagt…

Du Glücklicher. Ich wollte den Film auch sehen, leider lief er in keinem einzigen Kino in der Umgebung. Wir hätten 50 km fahren müssen, um ihn zu sehen.

In einem muss ich Dir widersprechen »Rogue One A STAR WARS Story« ist alles andere als eine Schmonzette, das ist ein knallharter Kriegsfilm, fast schon ein Antikriegsfilm und absolut Bildgewaltig. Ich war davon wirklich geplättet.

http://www.christina-hacker.de/2016/12/star-wars-fuer-erwachsene/

Anonym hat gesagt…

ARRIVAL ist großartig und oscarverdächtig und kann durchaus mit INTERSTELLAR mithalten: keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung und beides zwei ganz wunderbare SOW-ScFi-Filme!

ROGUE ONE ist alles andere, als eine Schmonzette - da liegst du völlig falsch. Natürlich kann er von der Message her net mit den beiden mithalten, aber darum gehr's bei STAR WARS doch auch noch nie. ROGUE ONE ist ein Tribut an uns gealterte KRIEG DER STERNE (= Episode IV) Fans: so hätte GL den damals wohl gedreht, wenn man es hätte können und Geld keine Rolle gespielt hätte (was es aber bei Episode IV duchaus tat...): ganz großes Battabumm ohne zwingend nachvollziehbare Logik: insofern ähnelt er den neueren, maßgeblich von 'Splatter-Chris' bestimmten PR-Zyklen... - er ist halt nur irgendwie überzeugender und trotz aller Action weniger bluttriefend.

RoM hat gesagt…

Salut, Klaus.
Schade, dass Dir die Weiterführung der Sternensaga nach wie vor fern ist. Speziel Gareth Edwards Anthology-Beitrag birgt einen lebendigen Kosmos, dessen Charaktere wohlgezeichnet eine grundsätzliche Geschichte erzählen. Das Aufbegehren gegen Repression & Willkür angestrebter totalitärer Herrschaft.
Nicht gänzlich unaktuell, denke ich.
Abgesehen davon ist 'Rogue One' ein Geschenk für Fans.

bonte

RoM hat gesagt…

Ein post scriptum zu 'Arrival' noch, Klaus.
Zur Handlung, mein Fragzeichen im offenen Raum: Sind sich die Zeit-Aliens der Konsequenzen bewusst, die ein Wissen um die Zukunft für linear erlebende Menschen mit sich brächten?
Oder schreckt die Story davor zurück...

bonte

J. hat gesagt…

Es ist in der Tat schön zu sehen, dass auch intelligente Filme zu fesseln wissen. Mir hat der Film auch sehr gut gefallen. Nur die Auflösung hat mich etwas genervt. Es geschieht weil es geschah! Das gab es leider zu oft in einer Raketenheftserie meines Vertrauens ;-)

Christina hat gesagt…

Ich konnte mir gestern Abend dann doch noch "Arrival" ansehen. Ich bin dafür fast 500 km weit gefahren (nein, nicht nur wegen des Films), aber es hat sich gelohnt. Toller Streifen, der mich sehr an meinen Lieblings SF-Film "Contact" erinnerte. Ein ruhiger und intelligenter Film, davon sollte es mehr geben.

weitewelten hat gesagt…

Interstellar war fuer mich ein film der sich fuer sehr wichtig haelt und mehr "wollte" als wirklich, stimmig erreicht hat. Arrival ist elegant, eine in sich stimmige Interpretation der Kurzgeschichte die, anfangs understated, sich visuell und inhaltlich beeindruckend entfaltet und überrascht.

Rogue one ist der beste Star Wars film seit dem original. Aber inhaltlich nicht vergleichbar.

J. hat gesagt…

Ich habe mir im Urlaub Rogue One gegönnt und ich muss sagen der Film hat mir sehr gut gefallen. Er war in der Tat erfrischend angelehnt an die alten SW-Filme und nicht an die katastrophalen neuen dschdaschbings Teile. Also ich war sehr positiv überrascht.