29 Juni 2016

Ab wann sweekt man denn?

Ich gehöre ja zu den Menschen, die nach wie vor nicht über ein Smartphone verfügen. Die Gründe gehören hier nicht hin – aber mit Sweek gibt es jetzt ein Angebot, das mich glatt dazu bringen könnte, mir so ein Ding zuzulegen. Hier scheint sich etwas zu entwickeln, das zumindest mein Verhältnis für Literatur verändern könnte.

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist Sweek ein Angebot, das von den Niederlanden aus betreut und von Rumänien aus programmiert wird; dahinter steckt mit Mybestseller ein niederländisches Unternehmen, das Selfpublisher-Portale betreibt. Das klingt schön international, man gibt sich aber Mühe, die deutschsprachigen Kunden anzusprechen.

Man zielt komplett auf die neue Generation von Smartphone-Nutzern. »Geschichten lesen wird sofort abrufbar, mobil und interaktiv«, verspricht die Werbung. Es geht um die dauernde und vor allem beidseitige Kommunikation zwischen Autoren und Lesern.

Die Anwendung soll das serielle Lesen fördern – das heißt, die Leser können benachrichtigt werden, wenn es ein neues Kapitel gibt, und es sich dann direkt auf ihr Smartphone holen. Für die angepeilte Zielgruppe, also eher junge und mobile Menschen, ist das sicher spannend; ob es genügend professionelle Autoren gibt, die sich darauf einlassen, ist die andere Frage.

Selfpublisher haben hier auf jeden Fall ganz neue Möglichkeiten, und für Leser dürfte das alles spannend sein. Hin wie her: Sweek klingt interessant – und das wäre dann endlich mal ein Grund, mir ein Smartphone zuzulegen ...

Kommentare:

Christina hat gesagt…

Ich habe es dir ja vorhergesagt. :-)

Wir werden uns um ein Smartphone nicht drücken können. Ich klammere mich auch noch verzweifelt an mein zehn Jahre altes NOKIA. In der Hoffnung, dass es nicht so schnell auseinanderbrechen möge.

Aber ich gebe Dir Recht, das Angebot könnte für Selfpublisher durchaus interessant sein.

J. hat gesagt…

Ist aber schon klar, wenn man bei einem Smartphone die Datenverbindung kappt, es genau so funktioniert wie ein ganz normales Handy? Und die Apps optional sind und nicht genutzt werden müssen. Von daher kann ich das nicht verstehen.

Auf der anderen Seite versauen einem Wetter- und Bahn-Apps schon die Spannung am Leben. Ist ja total langweilig, wenn man schon weiß, dass es auf dem Weg zum Bahnhof anfangen wird zu regnen und man zudem noch völlig unnötig so früh dort hin tigert, weil der Zug schon jetzt 30 Minuten verspätet ist.

Früher hätte man es so etwas dem Übernatürlichen, wie der Strafe Gottes oder dem Schicksal, zugeschrieben. Während man es mit Smartphone nur noch den Apps in die Schuhe schieben kann. Das ist natürlich langweilig.

Jim hat gesagt…

Gerade die Wetterapps bestechen durch eine herrliche Ungenauigkeit. ;-)

RoM hat gesagt…

Yum tuv, Klaus.
Das meinige Smarty nutze ich auch nur in seinen rudimentären Funktionen. Alles andere ist eigenhändig stillgelegt - was mit meiner Marke ja noch geht*. Der große Rest der Verknüpfung ist mir leidlich schnurz.
Für die Netz-Kommunikation reichen mir die Rechner zuhause.

Womit ich beim optischen Knackpunkt des Lesens auf Smartphone-Displays wäre - ich kann mir die Lesefreude auf den, eher selten entspiegelten, Flächchen nicht als wahrlich erhebend vorstellen.

Jeder Heftroman bleibt da im Vorteil.

bonté



*ähnlich wie das Akkuwechseln!