Die Internationalen Filmfestspiele Karlsruhe sind eine Veranstaltung, die jedes Jahr ausgerichtet wird; in diesem Jahr gab es die Independent Days, wie die Reihe auch genannt wird, bereits zum 25. Mal. Und ich besuchte sie wieder, weil ich die Idee schon gut finde und es auch mag, völlig neue Sichtweisen zu bekommen.
Am Freitagabend, 17. April 2026, gab es einen Abend unter dem Titel »Achtung, jetzt kommt ein Cartoon!« Wie der Titel schon nahelegt, ging es um Trickfilme im weitesten Sinne; am Ende durfte das Publikum über einen Preis abstimmen.
Gut ein Dutzend Filme stand zur Auswahl, stilistisch wie inhaltlich waren die Streofen sehr verschieden, und keiner war schlecht. (Okay, der Stop-Motion-Film zu den »Ghostbusters« war wohl nur für beinharte Fans des Originals richtig gut; ich fand ihn viel zu lang und verstand viele Gags schlichtweg nicht.)
Man zeigte einen unglaublich poetischen Zeichentrickfilm aus China, in dem ein Wassertropfen auf Reisen geht. Wir sahen einen tragischen Film, der die Bombennächte des Zweiten Weltkriegs aufgreift und mit einem verletzten Vogel und einem Klavierspiel in Zusammenhang bringt. Und ich fand die Science-Fiction-Version von »Herr Rossi sucht das Glück« – per Zeitreise aus den fünfziger Jahren in unsere Zeit – sehr amüsant.
Jeder Film wurde mit viel Applaus bedacht. Eine Moderatorin führte in englischer und deutscher Sprache durch den Abend; einige der Filmemacher*innen waren anwesend und wurden vor dem Publikum befragt. Es herrschte eine positive und freundliche Atmosphäre, das war richtig gut – ein wunderbarer Abend!

1 Kommentar:
Wer nachlesen möchte, welche Filme beim Cartoon-Preis angetreten sind, findet auf dieser Seite hier eine interessante Aufstellung:
https://www.independentdays-filmfest.com
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