21 April 2026

Die ganz kurzen Kurzfilme

Im Rahmen der Independent Days gibt's in Karlsruhe in jedem Jahr den Short Shortfilm Award, den ich mir in den vergangenen Jahren immer wieder angesehen hatte. Am Sonntag, 19. April 2026, saß ich erwartungsvoll im prallvollen Saal des »Schauburg«-Kinos und wartete gespannt auf die über zwanzig kurzen Filme.

Die Auswahl war groß, ich konnte oft staunen oder lachen. Es gab einige Zeichentrickfilme, die meisten Kurzfilme wurden aber mit realen Schauspielern gedreht. Manche von ihnen waren traurig, andere wieder lustig; ein phantastisches Thema war nicht darunter, stattdessen ging es um die Realität.

Wobei man die unterschiedlich sehen kann. In »Was wir nicht sehen« reden zwei Tänzerinnen erfolgreich aneinander vorbei und ignorieren ihre Gefühle; in »Boubacar« geht es um einen Fußballspieler aus Mali, der im Flüchtlingsheim damit anfängt, andere junge Männer mit Fußball einen Lebenssinn zu geben.

»Flimmern« ist ein fast schon unheimlicher Film über eine Mutter und ihren Sohn, die eine sehr enge Beziehung haben, die Mutter dummerweise aber auch zum Wein. Beim »Zauberwürfel« geht es vordergründig um den »Rubik's Cube«, in Wirklichkeit aber um Gefühle wie Trauer oder Verzweiflung.

Zwischen den Filmen gab es immer eine kurze Moderation; Schauspieler*innen und Filmemacher*innen konnten in einem Frage-Antwort-Spiel einiges über die Hintergründe verraten. Die meisten sind Studierende an Filmhochschulen oder Universitäten; man kann gespannt darauf sein, was aus diesen talentierten jungen Leuten irgendwann mal wird.

1 Kommentar:

Enpunkt hat gesagt…

Wer wissen möchte, welche Filme bei den Short Shortfilm Awards zu sehen waren, kann sich hier auf der Internet-Seite der Independent Days informieren:

https://www.independentdays-filmfest.com/deutsch/programm/short-shortfilm-award/