Viele Menschen im deutschsprachigen Raum wuchsen mit drei jungen Detektiven auf, die in Rocky Beach ermitteln, einer fiktiven Stadt in Kalifornien. Die Namen Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews sind ihnen aus zahlreichen Romanen und Hörspielen bekannt, vielleicht auch aus dem Kinofilm; »Die drei Fragezeichen« sollten allgemein ein Begriff sein.
Mit »Die Auferstehung« legte Andreas Eschbach vor einigen Monaten einen Roman vor, der die drei Detektive als Erwachsene zeigt und erneut in einen Fall verwickelt. Das Buch war sehr erfolgreich und platzierte sich gleich auf den vorderen Plätzen der Bestsellerlisten.
Der Titel des Romans ist doppelsinnig zu verstehen: Bei dieser Auferstehung geht es natürlich um die Auferstehung des ehemaligen Detektiv-Trios. Aber beim eigentlichen Fall spielt dieses Wort ebenfalls eine bedeutende Rolle: Eine junge Frau, die vor sieben Jahren im Urwald des Amazonas-Gebiets verschollen ist und eigentlich als tot gilt, kehrt auf einmal zurück. Ist sie von den Toten auferstanden? Steckt vielleicht mehr dahinter? Wie ist diese Auferstehung möglich geworden?
Geschickt führt Andreas Eschbach in das Geschehen ein. Die drei Hauptfiguren sind längst keine Freunde mehr; sie haben sich entfremdet und zerstritten, und sie leben an unterschiedlichen Orten. Nur Justus Jonas bewohnt immer noch das Gelände des Schrottplatzes, von dem aus stets die Abenteuer der »drei Fragezeichen« begonnen haben. Dort ist erstaunlich viel von dem geblieben, was die Jungs von damals verbunden hat.
Der Autor zeigt, wie die drei Freunde sich in ihrem aktuellen Leben eingerichtet haben, wie sie aber »Die drei Fragezeichen« immer noch verbindet. Unabhängig voneinander kommen sie in Kontakt zu dem Fall der plötzlich aufgetauchten Frau – um dann festzustellen, dass sie Jahrzehnte nach ihrem großen Streit wieder zusammenarbeiten müssen. Das schildert der Autor in spannender Weise, es ist menschlich immer klar und eindeutig, und man folgt den Gedankengängen und Taten der drei Helden mit wachsendem Interesse.
Für Fans der Serie enthält »Die Auferstehung« gelegentlich Anspielungen auf frühere Romane und Hörspiele; mir sagten die allesamt nichts mehr, was aber nicht störte. Letztlich wird damit vermittelt, wie wichtig die drei Jungs waren und wie erfolgreich sie in ihrer Jugend zusammenarbeiteten. Daran müssen sie aufs Neue anknüpfen.
Eschbachs Roman ist spannend erzählt und lässt sich sehr angenehm lesen. Man folgt bereitwillig den drei Männern, die sich in einen Fall verstricken, der auch mit ihrer eigenen Vergangenheit zu tun hat. Der Autor weiß, wie er seine Leserinnen und Leser packt – die Lektüre fesselte mich über die gesamte Länge des Buches hinweg. Wer packende Thriller oder Krimis mag, sollte »Die Auferstehung« antesten – Fans der »drei Fragezeichen« sollten es auf jeden Fall durchschmökern!
Der Roman ist als schön gestalteter Hardcover-Band im Kosmos-Verlag erschienen, der auch die verschiedenen Reihen mit den »drei Fragezeichen« veröffentlicht. Das Buch ist 448 Seiten stark und kostet 24,00 Euro; das E-Book gibt es für 19,99 Euro.
Man kann den Roman in jeder Buchhandlung bestellen; die ISBN 978-3-440-17974-1 kann dabei hilfreich sein. Versender wie der PERRY RHODAN-OnlineShop bieten es ebenfalls an. Auf der Internet-Seite des Kosmos-Verlages gibt es weitere Informationen und Hintergründe.
(Diese Rezension kam bereits im Januar 2026 auf der PERRY RHODAN-Seite. Hier wiederhole ich sie aus dokumentarischen Gründen.)

1 Kommentar:
Informationen zu »Die Auferstehung« von Andreas Eschbach gibt es auf der Internet-Seite des Kosmos-Verlags.
Hier:
https://www.kosmos.de/de/die-auferstehung_1179741_9783440179741
Kommentar veröffentlichen