26 Oktober 2016

Autoren in die Fresse

Ich kenne die Autorin nicht persönlich und könnte mir vorstellen, dass mir ihre Romane gar nicht so gut gefallen – aber Catalina Cudd hat in ihrem Blog »Dunkle Zeiten« einen sehr klaren Artikel verfasst. Den Titel finde ich ebenfalls sehr klar und aussagekräftig: »Von der Kunst, einem Autor in die Fresse zu hauen, ohne ihm gegenüber zu stehen«.

Es lohnt sich, diesen Artikel komplett zu lesen. Auch wenn ich noch nie eine Zeile dieser Autorin vor meinen Augen gehalten habe, kann ich sie sehr gut verstehen. Was für ein Frust, wenn man ein Buch verfasst hat und es dann »einfach so« in sogenannten Tauschbörsen kostenlos oder auf illegalen E-Book-Seiten gegen »kleines Geld« angeboten wird!

Ich bin mir sicher, dass mir jetzt wieder einige Leute vorwerfen werden, zur »Content-Mafia« zu gehören, aber ich stehe hundertprozentig hinter den Aussagen der mir unbekannten Autorin: Wer schreibt und tierisch viel Arbeit in sein Buch hineinsteckt, hat alles Recht der Welt, dafür auch bezahlt zu werden. Zumindest von den Leuten, die dann stundenlang in einem solchen Buch schmökern ...

Wer kreativ tätig ist und es »nicht nur« als Hobby betreibt, sollte in irgendeiner Art und Weise davon profitieren. Und jetzt komme mir bitteschön keiner mit so Dingen wie der »Kultur-Flatrate«, die immer wieder gern genannt wird.

Angesichts der realen Machtverhältnisse in den westlichen Staaten wird diese »Sondersteuer« sowieso nie kommen, profitieren würden davon sowieso die »großen Namen«. Menschen, die auf das geistige Eigentum anderer pfeifen, reden gern davon – weil sie genau wissen, dass diese Flatrate nie kommen wird.

Kommentare:

J. hat gesagt…

Fluch und Segen zugleich, der digitale Markt.

dietmar mahlkuch hat gesagt…

Ich gebe dir recht. Dies ist aber der Fluch des digitalen Marktes. So ist vieles viel einfacher zu kopieren als früher. Und zwar verlustfrei. Deshalb freuen sich auch die Labels wieder, dass so relativ viele Schallplatten verkauft werden. Diese kann man nur einmal kopieren auf Kassette oder Tonband oder wer den Aufwand treibt auch auf PC. Danach lässt die Qualität stark nach. Quasi ein eingebauter Kopierschutz.