31 August 2026

The Return of the Schnauzer

Zuerst fiel es mir in Schweden ganz deutlich auf, mittlerweile auch immer mehr in Deutschland, vor allem in den Städten: Der Schnauzbart ist wieder da. Alle möglichen Männer tragen zwischen Nase und Oberlippe seltsame Haare spazieren, und ich starre immer hin, als hätte ich einen Verkehrsunfall vor mir.

Mein Großvater väterlicherseits, den ich nie kennengelernt hatte und der noch den Ersten Weltkrieg mitmachen musste, trug als Oberlippenbart einen Kaiser-Wilhelm-Bart, einen von der Sorte, den man hochzwirbeln konnte. Mein Großvater mütterlicherseits trug eine typische »Rotzbremse«, so zwei, maximal vier Zentimeter unterhalb der Nasenlöcher. Das war beides in längst vergangenen Jahrzehnten.

Und zu meinen eigenen Peinlichkeiten gehört, dass ich in den 80er-Jahren zeitweise einen Oberlippenbart habe. Schaue ich mir entsprechende Fotos an, schüttelt es mich vor Scham und Entsetzen. Ich finde, dass ich damit einfach peinlich aussah.

Aber vielleicht würde man diese Bilder heute für modisch und aktuell halten? Mein peinlicher Oberlippenbart, der 1986 – nach der Bundeswehr – im Nachhinein gruselig war, könnte heute ja schick sein.

Aber ich glaube, das lasse ich lieber und hoffe darauf, dass der Schnauzbart eine Modetorheit ist, die nicht lange vorhält. Soll oder muss ich das Thema in mein Abendgebet einschließen?

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