11 August 2026

Mal wieder ein Fest der Fantasie

Ich könnte an dieser Stelle weit ausholen und versuchen, das zu erklären, was Magira, der Fantasy Club e.V., die Vereinigung FOLLOW oder auch nur das Ewige Spiel sind. Aber dann würde ich nicht fertig werden. Deshalb nur so viel und absichtlich unscharf: FOLLOW ist eine Organisation, deren Mitglieder das Leben auf der Fantasy-Welt Magira simulieren. Das tun sie in Geschichten, in Bildern und Liedern – aber eben auch beim alljährlichen Fest der Fantasie.

Mein erstes Fest der Fantasie besuchte ich 1981, das ist also 45 Jahre her. Zuletzt war ich 2004 auf einem Fest; mir war also klar, dass sich seitdem viel verändert hat. Trotzdem reiste ich mit großer Vorfreude nach Bad Kissingen, wo in diesem Jahr das Fest im Heiligenhof – so heißt das Areal am Rand der Kurstadt – veranstaltet wurde.

Das Fest der Fantasie konzentrierte sich früher auf ein Wochenende; heute sind es zwei Wochenenden und die gesamte Woche dazwischen. Das heißt: Viele Programmpunkte laufen unter der Woche. Als ich ankam, war das meiste schon vorüber. Aber das war mir nicht so wichtig; ich reiste ja an, um alte Bekannte zu treffen.

Im Prinzip verbrachte ich das Wochenende damit, auf Stühlen oder Mauern oder sonstwo zu sitzen, etwas zu trinken und zu essen und mit Leuten zu plaudern. Das waren nicht nur Leute, die ich teilweise seit 1981 kannte, sondern ebenso jüngere Menschen – tatsächlich hat FOLLOW mittlerweile einen Stamm von jungen Leuten, die zwischen 15 und 35 Jahren alt sind. Das fand ich sehr erfrischend, und es wächst bereits eine noch neuere und jüngere Generation heran.

So verbrachte ich meine Zeit zwischen Fantasy-Literatur, Fantasy-Klamotten, einem Magiranischen Abend – man stelle sich Theaterstücke, Lesungen und Tänze in lockerer Reihenfolge vor – und einem Zeremonienabend, in dem sich die einzelnen Völker der Fantasy-Welt vorstellten. Im Rahmen dieses Abends wurde auch die Königin von Clanthon vorgestellt und gekrönt, was ich sehr gut fand.

Am Ende blieb ziemlich viel Begeisterung. Ich fühlte mich nicht wie damals, als ich mit 16 Jahren zum ersten Mal in Kontakt mit dieser Fantasy-Welt trat – das wäre auch absurd –, aber ich fühlte mich wie daheim. Und ich fand’s großartig, mit so vielen spinnerten Leuten ein Wochenende zu verbringen!

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