Aus der Serie »Ein Bild und seine Geschichte«
Bei meiner Reise durch Senegal und Gambia kam ich auch in den Nationalpark Niokolo-Koba im hintersten Winkel des Landes. Der Park liegt so weit von der Atlantik-Küste entfernt, dass er schon fast an Mali und Guinea stößt; eine sehr abgelegene Gegend also, in der es aber seltene Tiere und faszinierende Landschaften zu bestaunen gibt.
Unter anderem kam ich an eine sehr ruhige Stelle am Gambia. Der Fluss schlängelt sich erst eine Weile durch Senegal und dabei durch diesen Nationalpark, bevor er nach Gambia hineinfließt.
Ich war von der Lage und der Atmosphäre beeindruckt. Während ich am Ufer saß, hörte ich im Hintergrund eine große Gruppe von Affen zetern, während die Bäume im Wind rauschten und Vögel zwitscherten.
Im Flusswasser direkt vor mir waren Flusspferde, die ab und zu an die Oberfläche kamen und ihre riesigen Mäuler aufrissen. Einmal sprang ein Flusspferd sogar in die Höhe und landete mit einem riesigen »Platscher« wieder im Wasser.
Links ruhten auf einer Sandbank einige Krokodile. Die Echsen schienen in der Sonne zu dösen oder gar zu schlafen; es wirkte sehr friedlich. Und rechts bot sich der Blick in die Ferne: Wasser, Urwald und Himmel. Diesen Nachmittag am 15. November 1996 werde ich nie vergessen ...

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