Der Comic-Autor Scott Snyder ist mir allem durch seine Mitarbeit bei amerikanischen Superhelden bekannt; er verantwortete über viele Jahre hinweg die wesentlichen Helden und ihre Serien. Dass er auch ganz andere Stoffe in packende Comics übertragen kann, beweist »Barnstorms«. Der Comic wurde in den USA mit einem Eisner Award ausgezeichnet, einem echt renommierten Preis also, und liegt bei uns als schöner Hardcover-Band im typisch amerikanschen Format vor.
Die Geschichte spielt nach dem Ersten Weltkrieg und in den USA. Bei einem Barnstormer handelt es sich um einen Piloten, der mit seinem Flugzeug zu einem Akrobaten der Lüfte wird. Ein solcher Barnstormer verhilft einer jungen Frau zur Flucht aus einer Ehe, die sie nicht will. In der Folge setzen sich allerlei Leute auf ihre Spur. Die Flüchtigen schlagen sich gemeinsam als Barnstormers durch, während ihre Probleme immer größer werden …
In seiner Story fängt Snyder die Zeit nach dem Krieg ein; seine Figuren sind keine strahlenden Helden, sondern Leute mit Problemen, die sie nicht verarbeitet haben. Die Geschichte erzählt der Autor voller Drama und Emotion: Natürlich gibt es eine Liebesgeschichte, natürlich wird das Drama immer größer – das ist so filmisch erzählt, dass man bei der Lektüre schon den großen Hollywood-Streifen vor sich sieht.
Von Tula Lotay kannte ich bislang noch nichts; die Bilder sind teilweise wild, die Seitengestaltung ist dynamisch. In den Bildern wird der Rausch des Fliegens eingefangen, ebenso gibt es Action und Hetzjagen sowie große Gefühle. Auch hier gilt: Das schreit nach einem großen Hollywood-Film.
»Barnstormers« ist ein Comic, der zu Recht mit einem Preis bedacht wurde. Packend und mitreißend – toll.

1 Kommentar:
Informationen zu Barnstormers gibt es selbstverständlich auch auf der Internet-Seite des Splitter-Verlags; darunter ist eine Leseprobe.
Hier:
https://www.splitter-verlag.de/barnstormers.html
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