Seit den frühen 80er-Jahren fahre ich nach Köln, um den ColoniaCon zu besuchen. Früher erledigte ich das per Anhalter, später fuhr ich mit der Bahn oder mit dem eigenen Auto. Es ist also eine Tradition für mich und den ColoniaCon, und zwar eine der positiven Art.
Die meiste Zeit fand der Con im Jugendpark am Rheinufer statt: ein Jugendzentrum in fast schon idyllischer Umgebung, das auf zwei Stockwerken genügend Platz für Fans und Freunde der Science Fiction bot. Einmal wurde der Con in die Innenstadt verlagert, das war in den späten 90er-Jahren, und ich erinnere mich vor allem an das schlechte Wetter und das Ambiente einer leerstehenden Fabrikhalle. Aber das ist lange her.
In diesem Jahr war‘s also ein ehemaliger Wehrmachtsbunker in Köln-Mühlheim, der sich als ausgesprochen gelungenes Ambiente erwies. Es gab eine sehr nette Gastronomie, wo man gutes Essen bekam und alle möglichen Getränke zu sich nehmen konnte. Wem das zu teuer war, der konnte zu einer der Buden in der Nachbarschaft oder zum »Penny«-Markt gehen – allein die Gastronomie war also schon eine immense Verbesserung.
Und das Programm? Seien wir ehrlich: Ich bekam nur die zwei Programmpunkte mit, bei denen ich selbst auf der Bühne saß. Die klappten, und sie finden auch ausreichend Interesse im Publikum. Mehr kann ich nicht beurteilen, aber ich hörte während des ganzen Tages kein Gemaule.
Anscheinend waren 200 Leute vor Ort, was ich gern glaubte. Man sah halt nie mehr als fünfzig, sechzig Leute auf einem Haufen, weil sich alles auf drei Stockwerke mit Räumlichkeiten sowie gleich mehrere Außenbereiche verteilte. Aber der neue Ort für die traditionsreiche Veranstaltung kam sehr gut an, nicht nur bei mir!

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