30 Januar 2019

Maladroits brauchen ein wenig Zeit

Ein schrammeliger Sound, der schwer nach 1977 klingt, ein Sänger, dessen Stimme teilweise zu überschnappen droht – die Band Maladroits aus dem südlichen Baden habe ich schon zweimal live gesehen. Da hat sie mich immer gepackt, bei der Platte brauche ich aber einige Zeit, bis mir die Musik der Band ins Ohr geht. Das merke ich auch bei der Platte »Standby Me«, die ein schönes Science-Fiction-Cover aufweist – es ist der zweite große Tonträger der Band.

Die Gitarre ist bei jedem der Stücke dominant, sie klingt klar, obwohl sie schwer schrabbelt. Das führt zu einem Sound, der oftmals hektisch wirkt und bei ich man einige Zeit brauche, bis sich die Melodie in den Gehörgang schraubt. Dazu kommt eben auch die Stimme des Sängers, die eigenständig genug ist, dass man sie nicht so schnell vergisst, an die man sich aber auch gewöhnen muss.

Ich merkte, dass die Platte nicht gleich »mein Ding« war, sie benötigte wirklich einige Zeit. Abwechslungsreich genug ist sie, langweilig wird einem dabei nicht. Im Prinzip machen die Maladroits ja Pop-Musik, das tarnen sie aber erfolgreich hinter allem Geschrabbel und schnellem Gesang. Wenn man Pop so versteht, dass coole Melodien in flottem Tempo serviert werden, trifft das auf diese Band auf jeden Fall zu.

Live finde ich sie dennoch besser – aber das ist ja fast immer so. Die »Standby Me« lohnt sich, sie lohnt vor allem auch einen zweiten und dritten Versuch, wenn sie beim ersten Mal im Gehörgang nicht gleich zündet.

1 Kommentar:

  1. Auch die MALADROITS sind auf Bandcamp vertreten. Die Platte »Standby Me« kann man dort kostenfrei anhören, man kann sie auch herunterladen. Hier:
    https://themaladroits.bandcamp.com/

    Es gibt von den MALADROITS haufenweise Material auf Youtube. Ich empfehle als Einstieg ein Filmchen, das bei einem Konzert in Stuttgart aufgenommen worden ist – hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=uNpgrmydxQg

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