31 Januar 2017

»La Prima« ist prima

In Karlsruhe genießt der Name Jörg Hammer unter Feinschmeckern einen guten Ruf. Mit seinem »Hammer's« sorgte er schon vor Jahren für Aufsehen; mittlerweile hat er mit seiner »Oberländer Weinstube« bewiesen, dass sich gehobene Küche und »alter Ruf« nicht ausschließen müssen.

Ich war in den vergangenen Wochen einige Male in seinem Restaurant »La Prima«, das er quasi nebenbei eröffnet hat und in dem er einfache Gerichte zu einem vernünftigen Preis in eher bescheidenem Ambiente anbietet. Was heißt das konkret?

Schon die Einrichtung kommt ohne jeglichen überkandidelten Kram aus: schlichte Tische, schlichte Stühle, wenig Dekoration. Ähnlich ist die Speisekarte, die sehr überschaubar ist, fast schlicht. Es gibt wenige Hauptgerichte, wenige Getränke, an der Wand stehen die Menüs der Woche, und wer mag, kann dem Koch bei seiner Arbeit zusehen. (Ich habe allerdings nie mitbekommen, dass das einer macht.)

Die Weine sind gut, wobei ich bislang nicht viel probiert habe – beim Mittagstisch bot sich das irgendwie nie so an ... –, und die Speisen sind schlicht, aber stets von sehr angenehmer Qualität. Wenn man ein Menü aus Suppe, Hauptgericht und Nachtisch nimmt, ist man zu einem vernünftigen Preis dabei.

Klar ist das »La Prima« von den Preisen her nicht mit der Kantine zu vergleichen, in der ich unter der Woche täglich mein Mittagessen zu mir nehme. Aber das wäre auch ein falscher Vergleich. Ich freue mich, dass es ein solches Lokal »in der Nähe« gibt, das ich mit dem Rad sehr schnell erreichen kann. Dort kann ich an einem Arbeitstag zu Hause immer richtig gut essen, und auch abends schmeckt es dort.

Für ein elegantes Abendessen oder ein »Date« ist es mangels romantischer Stimmung nicht geeignet. Aber dazu würde »La Prima« wohl auch niemand aufsuchen ...

2 Kommentare:

  1. Jassu, Klaus.
    Eine große Pfanne mit dicken Bohnen & Weißbrot kann einem durchaus wie ein Königsmahl vorkomen; von daher ist Einfachheit auch ein Ding.
    Jedenfall, wann immer ich besagte Spencer/Hill-Szene sehe, kommt mir der Hunger darauf. :-)

    "...das er quasi nebenbei veröffentlicht hat" - die Formulierung läßt aufmerken. ;-)

    bonté

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  2. Ui-ui. Danke für den Hinweis. Ich habe »veröffentlicht« gestrichen und »eröffnet« reingesetzt. Aber man merkt, wie sehr ich in der Redakteursdenke verhaftet bin.

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