05 Oktober 2012

Garagen-Sound aus Schweden


Nicht zum ersten Mal wundere ich mich, welche guten Bands aus Schweden kommen. Ganz neu für mich sind die Tyred Eyes; dabei handelt es sich laut Info um zwei Brüder und zwei andere junge Männer, die Garagen-Rock spielen. Das ist fürs erste nicht spektakulär – was die Burschen aber machen, ist schon extrem gelungen.

Das belegt die Platte mit dem umständlich langen Titel: »The Piercing Stare, The Thousand Lies« klingt schon recht kompliziert. Allerdings sind auch die Stücke teilweise recht skurril, was die Titel angeht. Wer als Band ein Stück »Party like it's 1939!« betitelt, hat auf jeden Fall ein Herz für Provokation.

Die coole Mixtur aus Orgel-Punk und Gitarren-Rock der alten Schule zeht mich sofort in ihren Bann. Die Band scheint wenig falsch zu machen: Alle Stücke stimmen, sie sind melodisch und knuffig, sie machen Laune und gehen sofort ins Ohr und in die Beine.

Pogo-Sound ist das nicht unbedingt, aber das war sicher auch nicht das Ziel. Vergleiche fallen mir schwer, die müsste ich aus dem Band-Info des Labels abschreiben. Die elf Stücke auf der Platte, die es als schön gestaltete CD und als Vinyl gibt, sind allesamt klasse.

Ob ich der Band jetzt eine große Zukunft versprechen kann, weiß ich nicht. Mit dieser ersten »großen« Platte, der eine Seven-Inch und anderes Zeugs vorausging, haben die vier Jungs auf jeden Fall einen gelungenen Sprung nach vorne hingelegt.

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